Bachelorarbeit, 2020
47 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Die Erste Republik
3. Die Frauenrolle in der Ersten Republik
3.1. Die politische Rolle der Frau
3.1.1. Die Frauenbewegungen
3.1.2. Entwicklung der Frauenteilnahme in politischen Parteien
3.1.3. Die Frauentage
3.2. Die soziale Rolle der Frau
3.2.1. Das Eheleben der Frau
3.2.2. Sexualität und Moral der Frau
3.2.3. Die Entstehung des Wohlfahrtstaates
3.3. Die gesellschaftliche Rolle der Frau
3.4. Die rechtliche Rolle der Frau
3.4.1. Das Wahlrecht 1918
3.4.2. Schutzgesetze für Frauen und Frauenberufe
3.4.3. Recht auf Bildung
3.4.4. Rechte der Mütter
4. Das Frauenbild
4.1. Kunst und Kultur
4.2. Die Darstellung der Frau in den Medien
4.3. Frauensport in der Zwischenkriegszeit
4.4. Exkurs: Vergleich mit dem amerikanischen Frauenbild
5. Die Mode der „neuen“ Frau
6. Resümee
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht die gesellschaftliche, soziale und politische Rolle der Frau während der Ersten Republik (1918–1938) mit einem besonderen Fokus auf die 1920er Jahre im deutschsprachigen Raum. Dabei wird analysiert, inwiefern sich trotz politischer Errungenschaften wie dem Frauenwahlrecht traditionelle Rollenbilder und strukturelle Benachteiligungen hartnäckig hielten.
3.1.1. Die Frauenbewegungen
Die Frauenforschung im deutschsprachigen Bereich entstand aus einer politischen Bewegung heraus, wobei die Politik und das Recht hinterfragt werden sollten. Gabriella Hauch führt an, dass das Forschungsfeld der geschlechts- und frauenspezifischen Fragen im Bereich „Frauen und Politik“ folgendermaßen strukturiert sind: „Ausgrenzung und Möglichkeiten zur Partizipation, keine legitimierten Aktivitäten in Vereinen & die Eingrenzung des Akkulturationsprozess“.
Die Frau wurde als das weibliche Geschlecht konstruiert, wobei sie darauf mit der frauenspezifischen Identitätsbildung im Kollektiv reagierte. Die meisten Frauenbewegungen zogen ihre Kraft aus der Forderung nach Geschlechtergerechtigkeit. Es sollten weder homogene Konzeptionen von männlich und weiblich noch Differenzen geleugnet werden.
Im 19. Jahrhundert gehörte die Diskriminierung der Frau noch zu einem „Selbstverständnis einer geschlossenen Männergesellschaft, die längst nicht mehr lebensfähig war.“ Gegen Ende des ausgehenden 19. Jahrhunderts entstand die Alte (Erste) Frauenbewegung, mit dem Ziel, vorherrschende Wertvorstellungen neu zu diskutieren und die generelle soziale und rechtliche Mitbestimmung der Frauen zu erlangen. Im Vordergrund der Frauenfrage standen als primäre Ziele die gleichen Bildungschancen und Berufsmöglichkeiten für Frauen, das aktive und passive Wahlrecht sowie die politische Partizipation und Mitbestimmung. Einige Teile der Frauenbewegung beschäftigten sich seit Beginn mit der grundlegenden Gleichstellung der Geschlechter, die auch noch in der Gegenwart genug Raum für Diskussionen bildet.
Trotz Einführung des Wahlrechts für Frauen blieben die Frauenbewegungen weiterhin bestehen, da ihnen die Konsequenzen ihrer Aktivitäten bewusst gemacht wurden.
Einleitung: Diese Arbeit analysiert die gesellschaftliche, soziale und politische Lage der Frau in der Ersten Republik, wobei der Schwerpunkt auf den Entwicklungen in Österreich während der 1920er Jahre liegt.
Die Erste Republik: Der Zusammenbruch der Habsburgermonarchie löste einen politischen Umbruch aus, der einerseits neue Chancen durch veränderte Arbeitsmarktanforderungen bot, andererseits aber alte Machtstrukturen kurz nach Kriegsende wieder reaktivierte.
Die Frauenrolle in der Ersten Republik: Dieses zentrale Kapitel analysiert die politische Partizipation, die soziale Stellung innerhalb der Familie sowie die rechtlichen Rahmenbedingungen und die wachsende Bedeutung der Wohlfahrtspolitik für Frauen.
Das Frauenbild: Hier wird der Wandel der optischen Darstellung der Frau, ihre Rolle in Kunst, Kultur und den Medien sowie der Vergleich mit dem amerikanischen Frauenbild erörtert.
Die Mode der „neuen“ Frau: Dieses Kapitel untersucht, wie sich modische Aspekte wie Kleidung und Haartracht als Ausdruck von Freiheit und Emanzipation entwickelten, aber gleichzeitig Ambivalenzen im gesellschaftlichen Selbstverständnis aufzeigten.
Resümee: Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass trotz wichtiger Errungenschaften, wie dem Frauenwahlrecht, die erhoffte tiefgreifende gesellschaftliche Gleichstellung ausblieb und konservative Strukturen die Zwischenkriegszeit prägten.
Frauenbewegung, Erste Republik, Frauenwahlrecht, Emanzipation, Geschlechterrollen, Arbeitsmarkt, Wohlfahrtstaat, Lebensverhältnisse, soziale Ungleichheit, Frauenbild, neue Frau, 1920er Jahre, politisches Engagement, Frauenzeitschriften, Geschlechterforschung
Die Arbeit untersucht die vielschichtigen Rollen der Frau (politisch, sozial, gesellschaftlich und rechtlich) während der Ersten Republik in Österreich und Deutschland, insbesondere im Kontext der 1920er Jahre.
Zu den Schwerpunkten zählen der Kampf um das Wahlrecht, die Auswirkungen des Ersten Weltkriegs auf die Erwerbstätigkeit, Veränderungen in Mode und Alltag sowie das Ringen um rechtliche Gleichstellung.
Ziel ist es, einen Überblick über die soziale, gesellschaftliche und politische Rolle der Frau zu geben und kritisch zu hinterfragen, inwiefern die moderne Ära der 1920er Jahre tatsächlich zu einer dauerhaften Emanzipation führte.
Die Verfasserin nutzt eine systematische Quellenanalyse, welche facheinschlägige Sekundärliteratur sowie zeitgenössische Zeitschriften und Zeitungsartikel der Ersten Republik einbezieht.
Der Hauptteil gliedert sich in die politische Rolle, soziale Aspekte wie Ehe und Moral, die rechtliche Situation sowie eine Analyse des neuen Frauenbildes in Kunst, Kultur und Mode.
Die Arbeit ist zentral durch Begriffe wie Frauenemanzipation, Geschlechterrolle, Erste Republik und politische Mitsprache charakterisiert.
Die Einführung des aktiven und passiven Frauenwahlrechts im November 1918 war ein Meilenstein, der erstmals eine formale politische Gleichstellung ermöglichte, obgleich die faktische Teilhabe im Parlament gering blieb.
Sie dienten einerseits als Instrumente, um den neuen Zeitgeist und das Frauenbild zu verbreiten, ermöglichten aber auch die kritische Auseinandersetzung mit der lediglich „scheinbaren“ Gleichberechtigung.
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