Examensarbeit, 2000
57 Seiten, Note: 1
1 VORBEMERKUNGEN
2 DIE PROBLEMATIK DER GESTALTUNG VON PRAKTIKA IN DER AUSBILDUNG VON PHARMAZIESTUDENTEN
2.1 ZUR FUNKTION VON PRAKTIKA IM PHARMAZIESTUDIUM
2.2 PROBLEME BEI DER GESTALTUNG DER PRAKTIKA IM PHARMAZIESTUDIUM
2.2.1 PÄDAGOGISCHE AUSBILDUNG UND MOTIVATION DER AKADEMISCHEN LEHRKRÄFTE
2.2.2 ANDERE BEDINGUNGEN FÜR DIE DURCHFÜHRUNG VON PRAKTIKA
2.3 FRAGESTELLUNGEN ZUR GESTALTUNG SOLCHER PRAKTIKA
2.4 METHODISCHES VORGEHEN
3 METHODEN ZUR HERAUSBILDUNG VON FÄHIGKEITEN UND FERTIGKEITEN IM PRAKTIKUM
3.1 BEGRIFFE: FÄHIGKEIT, FERTIGKEIT
3.1.1 INTENTIONALITÄT VON FÄHIGKEITEN UND FERTIGKEITEN
3.1.2 BEGRIFFLICHKEITEN
3.2 DIDAKTISCHE KONZEPTE FÜR DAS PRAKTIKUM
3.2.1 VORBEMERKUNGEN
3.2.2 PROBLEMORIENTIERTES LERNEN (POL) UND PROBLEMORIENTIERTE ANSÄTZE
3.2.2.1 Zum Begriff Problem
3.2.2.2 Problemlöseprozeß
3.2.2.3 POL nach TÜMMERS
3.2.2.3.1 Problemstellung
3.2.2.3.2 Problemstrukturierung
3.2.2.3.3 Lösungssuche
3.2.2.3.4 Lösungsprüfung
3.2.2.3.5 Lösungsbereitstellung
3.2.2.3.6 Schlußbemerkung zu den diskutierten Konzepten
3.2.2.3.7 A-V-EB-E-Konzeption
3.2.2.4 Die Rolle des Lehrenden und Bedingungen für POL
3.2.2.5 Die Herausbildung von Fähigkeiten und Fertigkeiten im Praktikum mit Hilfe von POL
4 PLANUNG DER STOFFEINHEIT „HPLC-ANALYTIK“ IM PRAKTIKUM „INSTRUMENTELLE ANALYTIK“ FÜR PHARMAZIESTUDENTEN
4.1 DAS PRAKTIKUM „INSTRUMENTELLE ANALYTIK“
4.2 UNTERRICHTSVERLAUFSPLANUNG DER STOFFEINHEIT „HPLC-ANALYTIK“
4.2.1 ALLGEMEINE UNTERRICHTSBEDINGUNGEN
4.2.2 VORBEREITUNG DES ARBEITSPLATZES UND DER ARBEITSMITTEL
4.2.3 LEHRZIELE
4.2.4 THEMATIK
4.2.5 ÜBERSICHT
4.2.6 BESCHREIBUNG DER UNTERRICHTSVERLAUFSPLANUNG
4.2.6.1 Problemstellung
4.2.6.2 Problemstrukturierung
4.2.6.3 Lösungssuche
4.2.6.4 Lösungsprüfung
4.2.6.5 Lösungsbereitstellung
4.2.6.6 Bewertung der Unterrichtsverlaufsplanung
Diese Arbeit zielt darauf ab, ein didaktisch-methodisches Konzept für die Stoffeinheit "HPLC-Analytik" innerhalb des Praktikums "Instrumentelle Analytik" im Pharmaziestudium zu entwickeln, um die Lernqualität durch problemorientiertes Lernen zu verbessern und den Studierenden notwendige berufsrelevante Fähigkeiten und Fertigkeiten zu vermitteln.
3.2.2.3.7 A-V-EB-E-Konzeption
Dieses Konzept wurde von TÜMMERS (1980, S. 35ff.) etabliert und geht davon aus, daß ein Lernender mit geringen Lernschwierigkeiten die Probleme im Praktikum weitgehend selbständig lösen kann und die erforderlichen, phasenspezifischen Denkleistungen selbständig vollziehen kann. Dieser Lernende benötigt nur aufgabenorientierte (A) Lehrhilfen hinsichtlich der phasenspezifischen Teilaufgabe.
Kann der Lernende in der anschließenden Denkpause die phasenspezifische Aufgabe nicht lösen, so sollte der Lehrende zunächst verfahrensorientierte Hinweise (V) geben. Diese bezeichnen nur formal die erforderlichen Denkoperationen zur Bewältigung der Aufgabe, dabei werden noch keine inhaltlichen Lösungshinweise gegeben. Wird auch in der nächsten Denkpause keine Lösung gefunden, so werden vom Lehrenden nun Angaben über den ergebnisrelevanten Lösungsbereich (EB) bzw. bei hohen Lernschwierigkeiten Angaben zum präzisen Ergebnis (E) gemacht.
Diese Verfahrensweise nennt man auch A-V-EB-E-Konzept und verdeutlicht die empfohlene Reihenfolge von Aufgaben-, Verfahrens, Ergebnisbereichs- und Ergebnishinweisen mit integrierten Denkpausen zur Förderung möglichst problemlösenden Denkens (siehe Abbildung 3). Anhand dieses Schemas wurde eine Unterrichtsverlaufsplanung für den Teilabschnitt HPLC-Analytik im Praktikum „Instrumentelle Analytik“ entworfen.
1 VORBEMERKUNGEN: Einführung in die aktuelle Problematik der universitären Lehrqualität und die Motivation zur Entwicklung praxisorientierterer Ausbildungskonzepte.
2 DIE PROBLEMATIK DER GESTALTUNG VON PRAKTIKA IN DER AUSBILDUNG VON PHARMAZIESTUDENTEN: Darstellung der funktionalen Rolle von Praktika und der Defizite durch fehlende pädagogische Ausbildung sowie hohe Lehrbelastung.
3 METHODEN ZUR HERAUSBILDUNG VON FÄHIGKEITEN UND FERTIGKEITEN IM PRAKTIKUM: Theoretische Auseinandersetzung mit Begriffen wie Fähigkeit und Fertigkeit sowie Begründung problemorientierter didaktischer Konzepte (POL).
4 PLANUNG DER STOFFEINHEIT „HPLC-ANALYTIK“ IM PRAKTIKUM „INSTRUMENTELLE ANALYTIK“ FÜR PHARMAZIESTUDENTEN: Praktische Anwendung des A-V-EB-E-Konzepts auf die spezifische Stoffeinheit HPLC-Analytik mit detaillierter Verlaufsplanung.
Pharmaziestudium, Praktikum, Instrumentelle Analytik, HPLC-Analytik, Problemorientiertes Lernen, Didaktik, Fähigkeiten, Fertigkeiten, Unterrichtsplanung, A-V-EB-E-Konzept, Selbstständigkeit, Problemlösefähigkeit, Hochschullehre, Berufsvorbereitung, Arzneibuch.
Die Arbeit befasst sich mit der Optimierung der universitären Lehre im Pharmaziestudium, insbesondere im Praktikum "Instrumentelle Analytik", durch die Einführung problemorientierter Lernmethoden.
Die Arbeit verknüpft Hochschuldidaktik mit speziellen Inhalten der pharmazeutischen Analytik, wobei der Fokus auf der Förderung von Fähigkeiten und Fertigkeiten liegt.
Ziel ist die Erstellung einer didaktisch fundierten und in der Praxis anwendbaren Unterrichtsverlaufsplanung, die auch ohne aufwendige pädagogische Vorbildung der Lehrenden umsetzbar ist.
Es wird eine didaktische Modellierung nach Heimann sowie das problemorientierte Lehrkonzept nach Tümmers (A-V-EB-E-Konzept) auf die HPLC-Analytik angewendet.
Der Hauptteil analysiert die bestehenden Probleme der Praktikumsgestaltung, theoretisiert den Erwerb von Kompetenzen und präsentiert eine detaillierte Unterrichtsplanung für den HPLC-Teilabschnitt.
Wichtige Begriffe sind problemorientiertes Lernen (POL), HPLC-Analytik, Fähigkeiten/Fertigkeiten, A-V-EB-E-Konzept und handlungsorientierte Lehre.
Es ermöglicht eine differenzierte Hilfestellung durch den Lehrenden (Aufgaben, Verfahren, Ergebnisbereich, Ergebnis), wodurch heterogene Leistungsniveaus der Studierenden besser aufgefangen werden können.
Er wird als Kreativitätsmethode eingesetzt, um den Studierenden die Parameter der HPLC-Analytik und deren Auswirkungen auf das Trennergebnis eigenständig entdecken zu lassen.
Die Planung berücksichtigt die hohen Betreuungszahlen und die notwendige Einbindung bestehender Infrastruktur und Forschungsprojekte, um die didaktische Verbesserung unter realen Bedingungen zu ermöglichen.
Durch die Erstellung eines Protokolls, das den Problemlöseprozess dokumentiert, wird nicht nur die Fachleistung, sondern auch die Reflexion des eigenen Lernverhaltens gesichert.
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