Masterarbeit, 2021
147 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung der Arbeit
2. Theoretischer Hintergrund
2.1 Mangelernährung
2.1.1 Prävalenz
2.1.2 Ursachen und Risikofaktoren
2.1.3 Folgen
2.2 Ernährungsmedizin
2.2.1 Ernährungsmedizinische Maßnahmen
2.2.2 Implementierung und Umsetzung am Beispiel des Expertenstandards
2.2.3 Implementierung und Umsetzung am Beispiel des Kasseler Modells
2.2.4 Herausforderungen und Lösungsansätze der Ernährungsversorgung
2.3 Change Management
2.3.1 Das Change Management Modell von J.P. Kotter
2.3.2 Erste Phase – „Unfreezing“
2.3.3 Zweite Phase – „Moving“
2.3.4 Dritte Phase – „Freezing“
3. Aktueller Forschungsstand
3.1 Suchstrategie
3.2 Beschreibung der eingeschlossenen Studien
3.3 Qualität der eingeschlossenen Studien
3.4 Schlussfolgerung der Forschungsergebnisse
4. Methodik der empirischen Untersuchung
4.1 Erläuterung und Begründung des Forschungsdesigns
4.2 Erläuterung und Begründung der Erhebungsmethode
4.2.1 Rekrutierung und Vorbereitung der Interviews
4.2.2 Durchführung der Interviews
4.3 Erläuterung und Begründung der Auswertungsmethode
4.4 Erläuterung und Begründung der Datenaufbereitungsmethode
4.4.1 Durchführung der qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring
4.4.2 Kategoriensystem und Zusammenfassung
5. Ergebnisse
5.1 Erste Phase „Unfreezing“
5.1.1 Gefühl der Dringlichkeit
5.1.2 Führungskoalition
5.1.3 Vision und Strategie entwickeln
5.2 Zweite Phase „Move“
5.2.1 Vision und Strategie des Wandels kommunizieren
5.2.2 Personal befähigen
5.2.3 Meilensteine feiern
5.3 Dritte Phase „Freezing“
5.3.1 Konsolidierung
5.3.2 Veränderungen in die Unternehmenskultur verankern
5.4 Herausforderungen und Grenzen der Implementierung und Umsetzung
5.5 Lösungsansätze der Implementierung und Umsetzung
5.6 Häufigkeitsanalyse
6. Diskussion
6.1 Ergebnisse
6.1.1 Erfolgsfaktoren
6.1.2 Herausforderungen und Lösungsansätze
6.2 Methodisches Vorgehen
6.3 Schlussfolgerungen
6.3.1 Für die Praxis
6.3.2 Für die Forschung
7. Fazit
Die vorliegende Masterarbeit analysiert die Erfolgsfaktoren für die Implementierung und Umsetzung ernährungsmedizinischer Maßnahmen zur Versorgung mangelernährter Patient*innen in deutschen Krankenhäusern. Basierend auf dem Change Management Modell von J. P. Kotter wird untersucht, wie Krankenhäuser Veränderungsprozesse erfolgreich gestalten können und welche Herausforderungen dabei entstehen.
1.1 Problemstellung
Im Jahr 2003 veröffentlichte der Europarat die Resolution zur ‚Verpflegung und Ernährungsversorgung in Krankenhäusern‘ und erklärt darin einen dringenden Handlungsbedarf für eine verbesserte ernährungsmedizinische Versorgung mangelernährter Patient*innen im Krankenhaus (Plauth 2021: 5; Europäisches Parlament 2008: 97 ff.; Council of Europe 2003). Dieses Ziel hat medizinische, ökonomische und soziale Gründe, denn mehr als 1,5 Millionen Menschen in Deutschland weisen einen unzureichenden Ernährungszustand auf (Kompetenznetzwerk Enterale Ernährung 2017; Bischoff/Feuser 2011: 145 ff.). Die Resolution umfasst differenzierte Handlungsempfehlungen, welche von den Mitgliedstaaten umgesetzt werden sollten (s. Anhang 1). Sie kritisieren unter anderem (u. a.) die mangelnde Klarheit der Zuständigkeiten und fordern darin von den Ländern eine umgehende Umsetzung und Realisierung ernährungsmedizinischer Konzepte (Plauth 2021: 5; Schütz 2019: 56; Council of Europe 2003).
Nach dem Bericht des „nutritionDay“ (2021) sind bei stationärer Aufnahme bis zu 40 % der Patient*innen von Mangelernährung betroffen. Der „nutritionDay“¹ ist eine weltweite Initiative mit dem Ziel, beteiligte Akteur*innen im Gesundheitswesen und Fachgesellschaften für die Ernährungsproblematik in Gesundheitseinrichtungen zu sensibilisieren, welche nach Veröffentlichung der Resolution ins Leben gerufen wurde. Das Projekt strebt eine insgesamte Verbesserung der Qualität der Ernährungsversorgung an (nutritionDay 2021; Volkert et al. 2019: 9). Mangelernährte Patient*innen müssen frühzeitig und konsequent behandelt werden (Council of Europe 2003; Löser 2011b: 25). Eine unbehandelte Mangelernährung kann zu einer verlängerten Krankenhausverweildauer (KVD), Rehabilitation und verminderter Lebensqualität (LQ) führen. Durch die Unterversorgung entstehen Gesundheitsausgaben, die vermieden werden könnten (Bischoff/Feuser 2011: 145 ff.). Im Jahr 2009 forderte die Deklaration von Prag durch „STOP der krankheitsbedingten Mangelernährung und daraus resultierenden Krankheiten“ u. a. ein erhöhtes öffentliches Bewusstsein, Aufklärung und die Verankerung von Leitlinien (The European Nutrition Health Alliance 2009).
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik mangelernährter Patient*innen in Krankenhäusern ein und definiert die Forschungsfrage sowie die Zielsetzung der Arbeit unter Anwendung des Change-Management-Ansatzes.
2 Theoretischer Hintergrund: Dieses Kapitel erläutert das Krankheitsbild der Mangelernährung, ordnet die Ernährungsmedizin fachlich ein und führt das zentrale Change Management Modell von J.P. Kotter als theoretische Basis für die Wandel-Analyse ein.
3 Aktueller Forschungsstand: Hier erfolgt eine systematische Auswertung existierender Studien zur klinischen und ökonomischen Relevanz von Ernährungsscreenings und den Hürden bei deren Implementierung.
4 Methodik der empirischen Untersuchung: Der Abschnitt begründet das qualitative Forschungsdesign (problemzentrierte Interviews) und beschreibt detailliert die Vorgehensweise bei der Datenerhebung und die Anwendung der Inhaltsanalyse nach Mayring.
5 Ergebnisse: Dieses Kapitel präsentiert die aus den Interviews gewonnenen Daten, strukturiert gemäß den acht Schritten von Kotter, sowie die identifizierten Herausforderungen und Lösungsansätze.
6 Diskussion: Die Ergebnisse werden hier in Bezug auf den theoretischen Rahmen und den Stand der Forschung reflektiert, wobei kritisch auf das methodische Vorgehen und die Anwendbarkeit für Praxis und Forschung eingegangen wird.
7 Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erfolgsfaktoren für die Implementierung ernährungsmedizinischer Maßnahmen zusammen und gibt einen Ausblick auf notwendige politische und strukturelle Anpassungen im Gesundheitswesen.
Mangelernährung, Ernährungsmedizin, Change Management, Krankenhaus, Implementierung, Patientenversorgung, Erfolgsfaktoren, Expertenstandards, Ernährungsteam, Qualitätsmanagement, Gesundheitsökonomie, Interdisziplinarität, Pflegedokumentation, Ernährungsscreening, J.P. Kotter.
Die Arbeit untersucht, welche Erfolgsfaktoren entscheidend dafür sind, ernährungsmedizinische Maßnahmen zur Versorgung mangelernährter Krankenhauspatient*innen dauerhaft zu implementieren und umzusetzen.
Die Schwerpunkte liegen auf Mangelernährung in Krankenhäusern, der Ernährungsmedizin als Querschnittsdisziplin, dem methodischen Einsatz von Change Management sowie der Rolle der interdisziplinären Zusammenarbeit.
Ziel ist es, ein Modell auf Basis des Change Management Ansatzes von J.P. Kotter zu entwickeln, das Kliniken bei der erfolgreichen Einführung ernährungsmedizinischer Strukturen unterstützt.
Es wurde ein qualitatives Forschungsdesign gewählt, bestehend aus problemzentrierten Experteninterviews mit sieben Mitarbeitenden aus drei verschiedenen Krankenhäusern. Die Auswertung erfolgte mittels qualitativer Inhaltsanalyse nach Mayring.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Aufarbeitung des Themas, eine Darstellung des aktuellen Forschungsstands, die detaillierte Beschreibung der empirischen Methodik sowie die Ergebnispräsentation und deren fachliche Diskussion.
Die zentralen Begriffe sind Mangelernährung, Change Management, Implementierung, Ernährungsmedizin, Qualitätsmanagement und interdisziplinäre Versorgung.
Das Kasseler Modell wird als konkretes Praxisbeispiel für eine strukturierte ernährungsmedizinische Versorgung und Implementierungsstrategie im Krankenhausalltag thematisiert.
Das Personal nennt insbesondere den Zeitdruck, mangelnde Priorisierung durch Vorgesetzte, Lücken in der Fachausbildung sowie begrenzte finanzielle und personelle Ressourcen als wesentliche Barrieren.
Die Arbeit bestätigt die Relevanz der Forderungen des Europarats aus dem Jahr 2003, stellt jedoch fest, dass diese in Deutschland bislang nicht flächendeckend und verbindlich umgesetzt wurden.
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