Bachelorarbeit, 2018
39 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Theoretischer Hintergrund
2.1 Pflegemodelle
2.1.1 Psychobiographisches Modell nach Böhm
2.1.2 Gezeitenmodell nach Phil Barker
2.2 Generationen
2.2.1 Generationenkonzepte
2.2.2 Generationenüberblick
2.2.3 Die Generation X
2.2.4 Generation Golf
2.2.5 Die dritte Generation Ost
2.2.6 Generation X international
3. Wissenschaftliche Zielsetzung und Fragestellung
4. Methodik
5. Charakteristika der Generation X
5.1 Generationsspezifische Fremdzuschreibungen
5.2 Generationsspezifische Selbstzuschreibungen
5.3 Zusammenfassung der generationsspezifischen Attribute
6. Erörterung der generationenspezifischen Eigenschaften im Kontext der ausgewählten Pflegemodelle
6.1 Generation X im Psychobiographischen Modell nach Böhm
6.2 Generation X im Gezeitenmodell nach Barker
7. Schlussfolgerung/ Fazit
Ziel der Arbeit ist es, zu analysieren, ob aktuelle gerontopsychiatrische Pflegemodelle den spezifischen Werten und Bedürfnissen der Generation X gerecht werden oder entsprechend angepasst werden müssen.
2.1 Pflegemodelle
Ein Pflegemodell gibt Metaparadigmen vor, welche die zentralen Phänomene der Pflege und ihre Beziehung untereinander widerspiegeln. Ein Pflegemodell beschäftigt sich immer mit der zu pflegenden Person, ihrer Umwelt, ihrer Gesundheit oder Krankheit und mit den sich daraus ergebenden Pflegehandlungen. Diese theoretische Basis gibt vor, wie Umfang der Pflege aussehen soll, welcher Zweck mit den Pflegehandlungen erreicht werden soll und welche Werte und Haltung sich dahinter verbergen. Anhand der vorgegebenen Struktur eines Modells ist es möglich, die Wirkung der Pflege zu evaluieren.
„Ein Pflegemodell ist eine vereinfachte, schematische, symbolische oder sprachliche Darstellung der Pflege, die in abstrakter Form wesentliche Aspekte der Pflege und Zusammenhänge zwischen diesen Aspekten wiedergibt.“ (Sauter, Abderhalden, Needham & Wolff, S.61)
Eine solche pflegetheoretische Grundlage gibt den Rahmen für die tägliche Arbeit vor. Daraus ergibt sich oft das Leitbild einer Einrichtung, es ist richtungsweisend für einen eventuellen pflegefachlichen Schwerpunkt. Die dabei in der Praxis entstehende Systematik ermöglicht eine strukturierte und einheitliche Pflegehandlung.
1. Einleitung: Beleuchtet den demografischen Wandel und die steigende Relevanz von Pflegebedürftigkeit für die alternde Generation X.
2. Theoretischer Hintergrund: Definiert Pflegemodelle sowie Generationenkonzepte und arbeitet die Besonderheiten der Generation X in Abgrenzung zu anderen Generationen heraus.
3. Wissenschaftliche Zielsetzung und Fragestellung: Formuliert die zentrale Forschungsfrage, ob aktuelle Modelle den spezifischen Aspekten dieser Generation gerecht werden.
4. Methodik: Beschreibt die durchgeführte Literaturrecherche und die Vorgehensweise bei der Datenauswahl.
5. Charakteristika der Generation X: Erarbeitet auf Basis von Fremd- und Selbstbeschreibungen ein Attributprofil der Generation.
6. Erörterung der generationenspezifischen Eigenschaften im Kontext der ausgewählten Pflegemodelle: Analysiert kritisch die Anwendung der Modelle von Böhm und Barker auf die Generation X.
7. Schlussfolgerung/ Fazit: Fasst zusammen, dass die Modelle individuell anwendbar sind, aber eine stärkere Berücksichtigung der spezifischen Bedürfnisse und Werte der Generation X erforderlich machen.
Generation X, Gerontopsychiatrie, Pflegemodelle, Psychobiographisches Modell nach Böhm, Gezeitenmodell nach Barker, Altersgerechte Pflege, Demografischer Wandel, Generationenkonzepte, Biografiearbeit, Pflegebedürftigkeit, Autonomie, Wertvorstellungen, Generation Golf, Dritte Generation Ost, Empowerment.
Die Arbeit untersucht, ob aktuelle gerontopsychiatrische Pflegemodelle die spezifischen Eigenschaften und Werte der Generation X berücksichtigen, wenn diese Generation in Zukunft pflegebedürftig wird.
Die zentralen Felder sind die gerontopsychiatrische Pflege, die soziologische Generationenforschung und die Analyse von Pflegemodellen hinsichtlich ihrer biografischen und kohortenspezifischen Ausrichtung.
Die Hauptfrage lautet: Werden aktuell angewandte gerontopsychiatrische Pflegemodelle den spezifischen Aspekten der Generation X gerecht?
Die Verfasserin führt eine orientierende Literaturrecherche durch, kategorisiert Fremd- und Selbstzuschreibungen der Generation X und gleicht diese mit den theoretischen Ansätzen ausgewählter Pflegemodelle ab.
Der Hauptteil umfasst die theoretischen Grundlagen zu Pflegemodellen und Generationen, die Charakterisierung der Generation X (inkl. Untergruppen) sowie die diskursive Gegenüberstellung dieser Erkenntnisse mit den Modellen von Böhm und Barker.
Wichtige Begriffe sind Generation X, Autonomie, Pflegemodelle, biografische Pflege, Empowerment und der demografische Wandel.
Die deutsche Generation X ist durch das Aufwachsen in zwei verschiedenen politischen Systemen geprägt, was zu unterschiedlichen Sozialisationserfahrungen führt, die wiederum bei der Pflege zu beachten sind.
Während das Modell von Böhm die Pflegekraft als aktiv steuernde Instanz (Impulsgebung) sieht, setzt Barker auf Empowerment und das Expertenwissen der zu pflegenden Person über ihre eigene Geschichte.
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