Bachelorarbeit, 2006
46 Seiten, Note: 1,7
1. EINLEITUNG
2. INTERMEDIALITÄT
2.1. semiotische Betrachtung
2.2. Intermedialität als formaler Prozess
2.3. kommunikativ- semiotischer Untersuchungsgegenstand
2.3.1. Medienkombination
2.3.2. Medienwechsel
2.3.3. Intermediale Bezüge
2.4. Interfaces – der technische Untersuchungsgegenstand
2.5. Intermedialität versus Intertextualität
3. INTERMEDIALITÄT IN GEDRUCKTEN ZEITUNGEN
3.1 Intermedialität am Beispiel „Spiegel“
3.1.1 Mediale Elemente
3.1.2. Medienkombination und intermediale Bezüge im Spiegel
3.1.3. Interfaces im Spiegel
3.2. Intermedialität am Beispiel der FAZ
3.2.1. Mediale Elemente
3.2.2. Medienkombination und intermediale Bezüge in der FAZ
3.2.3. Interfaces in der FAZ
4. INTERMEDIALITÄT IN ONLINEZEITUNGEN
4.1. Hypertextualität
4.1.1. Verknüpfungen
4.2. Intermedialität am Beispiel Spiegel Online
4.2.1. Mediale Elemente
4.2.2. Medienkombination im Spiegel Online
4.3. Interfaces in Spiegel Online
4.3.1. Interfaces im Artikel
4.3.2. Interfaces neben dem Artikel
4.3.3. Die Startseite
4.3.4. Prägnante Extras
4.4. Intermedialität am Beispiel Faz.net
4.4.1 Mediale Elemente
4.4.2. Medienkombination in der faz.net
4.5. Interfaces in der faz.net
4.6. Faz.net im Vergleich mit Spiegel.de
5. DIE TRANSFORMATION
5.1. Ausgangs- und Zielmedium
5.2. Mediale Vorraussetzungen
5.3. Medienwechsel am Beispiel der FAZ
5.3.1. Konstituive, unveränderte Elemente
5.3.2. veränderte und neue Elemente
5.4. Leseverhalten
5.4.1. Der Zeitungsleser
5.4.2. Der Onlinezeitungsleser
6. FAZIT
Die vorliegende Arbeit untersucht die Intermedialität in Print- und Onlinezeitungen anhand der Beispiele „Der Spiegel“ und „FAZ“. Ziel ist es, mithilfe medientheoretischer Ansätze aufzuzeigen, wie unterschiedliche mediale Elemente in Zeitungs- und Onlineartikeln kombiniert werden und welche Bedeutung diese Gestaltung für den Rezipienten und seinen Nutzungsprozess hat.
3.1.2. Medienkombination und intermediale Bezüge im Spiegel
Das von Rajewsky beschriebene „mediale Zusammenspiel“ (S. 19) wird bei diesem Spiegelartikel sehr deutlich. Die vorhandenen Medien sind Bild, Text und Überschrift. Welche Wechselwirkungen also gehen von Bild und Text aus? Zunächst möchte ich auf die Funktion eines Bildes eingehen und zitiere dazu Siglind Bruhn: „Bildnerische Darstellungen [...] geben Stimmungen und Charaktere, Interaktionen und Konflikte, ja sogar oft Symbole und Konzepte wieder.“ (Helbig: S. 165) Das Bild in der Zeitung, begleitet einen Text und hat so die Funktion, diesen durch das Darstellen von Stimmungen, Charakteren, etc. zu unterstützen.
Sobald der Leser die Seite aufschlägt, fällt ihm das Bild ins Auge. Er soll allein durch den Blick auf das Foto erahnen können, wovon der Artikel handelt. In unserem Beispiel ist es das Bild von Sabine Christiansen in einer ihrer abendlichen Sendungen. Die Moderatorin genau in der Mitte des Fotos, an jeder Seite drei Gesprächsteilnehmer. Sie blickt zu ihrem Sitznachbarn, dem FDP-Vorsitzenden Guido Westerwelle, der gestikulierend ein Gespräch mit den Gästen auf der anderen Seite führt. Vorrausgesetzt der Leser kennt Sabine Christiansen, weiß er nun, dass das Thema „Fernsehen“ oder „Talk-Show“ im weitesten Sinne angesprochen ist und kann weitere Überlegungen anstellen.
Wer nicht gleich ihren Namen parat hat oder sie nicht sofort zuordnen kann, schaut zur Bildunterschrift: „ARD-Talkerin“ Christiansen [...]“ (Spiegel 26/2006: S. 146). In der Wechselwirkung zu der Überschrift, die durch ihre Auffälligkeit fast gleichzeitig betrachtet wird, kann er sofort ableiten, dass die Talk-Show-Moderatorin hier als „Primadonna“ betitelt wird. Link würde den Begriff „Primadonna“ als Kollektivsymbol beschreiben. Sabine Christiansen konnotiert also das Kollektivsymbol einer Primadonna (vgl. Link) und ist somit ein „verwöhnter Mensch [...] der eine [...] Sonderstellung für sich beansprucht“ (Duden). Viel mehr noch: Sie selbst wird zum Symbol der Primadonna, deren Ende nun naht. Nicht nur das Ende der Moderation, sondern auch das Ende einer Frau in einer bestimmten Position.
1. EINLEITUNG: Die Arbeit führt in die Thematik der Intermedialität in Print- und Online-Medien ein und definiert den deskriptiven Zugang der Untersuchung.
2. INTERMEDIALITÄT: Es werden zentrale Theorien von Rajewsky, Spielmann und Paech erläutert, um die Begriffe Intermedialität, Medienkombination und Intertextualität zu definieren.
3. INTERMEDIALITÄT IN GEDRUCKTEN ZEITUNGEN: Anhand des „Spiegel“ und der „FAZ“ wird untersucht, wie Text, Bild und Überschrift als intermediales System in Printprodukten zusammenwirken.
4. INTERMEDIALITÄT IN ONLINEZEITUNGEN: Dieses Kapitel analysiert Hypertextualität, Interfaces und Medienkombinationen bei „Spiegel Online“ und „faz.net“.
5. DIE TRANSFORMATION: Hier wird der Medienwechsel von Print zu Online sowie die unterschiedlichen medialen Voraussetzungen und Lesemuster analysiert.
6. FAZIT: Die Arbeit schließt mit der Erkenntnis, dass Onlinezeitungen die intermedialen Möglichkeiten des Internets umfassender ausschöpfen als Printmedien, wobei die Nutzerführung zentral bleibt.
Intermedialität, Printmedien, Onlinezeitungen, Medienkombination, Hypertextualität, Interfaces, Medienwechsel, Rezeptionsverhalten, Spiegel, FAZ, Intertextualität, Schnittstelle, Transformation, Massenmedien, digitale Kommunikation
Die Arbeit untersucht, wie Intermedialität – also das Zusammenwirken verschiedener Medienformen – in Print- und Online-Ausgaben von Nachrichtenmagazinen und Zeitungen wie dem „Spiegel“ und der „FAZ“ gestaltet ist.
Die Schwerpunkte liegen auf der Analyse der Medienkombination, der technischen Gestaltung von Schnittstellen (Interfaces), der Hypertextualität und dem Medienwechsel von gedruckten Artikeln zu digitalen Publikationen.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wo und wie Intermedialität in den untersuchten Medien stattfindet, welche Bedeutung diese für den Leser hat und wie sich das Rezeptionsverhalten zwischen Print und Online unterscheidet.
Die Autorin wählt einen deskriptiven Zugang zu den Texten und kombiniert eine semiotische Analyse der Medieninhalte mit medientheoretischen Ansätzen zur Untersuchung technischer Strukturen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Analyse der Print-Intermedialität, eine Untersuchung der digitalen Hypertext-Strukturen bei Spiegel Online und faz.net sowie einen Vergleich der Transformationsprozesse zwischen diesen Medienformen.
Die wichtigsten Begriffe sind Intermedialität, Hypertextualität, Medienkombination, Interfaces, Medienwechsel, Rezeptionsverhalten und digitale Transformation.
Die Analyse zeigt, dass Spiegel Online deutlich stärker auf interaktive Elemente wie Videos, Fotostrecken und Hyperlinks setzt, während der Print-Spiegel statischere mediale Elemente wie Text und Foto nutzt, um den Leser zu führen.
Die Autorin stellt fest, dass faz.net eher der Print-Tradition der FAZ folgt und den Fokus stärker auf die textliche Informationsvermittlung legt, während Spiegel Online als „Nachrichtenseite“ eine höhere Dynamik und stärkere mediale Aufbereitung aufweist.
Der Begriff bezieht sich auf die von der Medientheorie (Paech, Rajewsky) beschriebene Differenzform im Übergang zwischen verschiedenen Medien, die als Bindeglied zwischen Ausgangs- und Zielmedium dient.
Das Internet fördert eine nichtlineare, selektive Informationssuche, bei der der Nutzer durch Links und Gestaltung gesteuert wird, was eine Transformation des traditionellen „Zeitunglesens“ hin zum „Flanieren“ auf digitalen Plattformen bedeutet.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

