Masterarbeit, 2023
203 Seiten, Note: 1,00
1. Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Ziele der Arbeit
1.2.1 Ziele
1.2.2 Nicht-Ziele
1.3 Forschungsfrage(n)
1.3.1 Hauptforschungsfrage
1.3.2 Sub-Forschungsfragen
1.4 Methodisches Vorgehen & Aufbau der Arbeit
1.4.1 Methodisches Vorgehen
1.4.2 Aufbau der Arbeit
2. Grundlagen & Arbeitskonzepte von New Work
2.1 Einleitung
2.2 New Work nach Frithjof Bergmann
2.2.1 Alte Arbeit
2.2.2 Neue Arbeit
2.3 New Work heute
2.4 Treibende Kräfte des Wandels
2.4.1 Demografischer Wandel
2.4.2 Globale Integration
2.4.3 Digitalisierung und digitale Transformation
2.4.4 Wertewandel
2.4.5 Arbeit 4.0
2.4.6 Dezentralisierung
2.4.7 Fachkräftemangel
2.4.8 Covid-19 Pandemie
2.5 New Work im Kontext der Arbeit
2.6 Elemente & Prinzipien von New Work
2.6.1 Individualität
2.6.2 Führung
2.6.3 Agilität
2.6.3.1 Soziokratie
2.6.3.2 Holokratie
2.6.4 Flexibilität
2.6.5 Neue Raumkonzepte
2.6.6 Sinnstiftung
2.6.7 Transparenz & Vertrauen
2.6.8 Mitbestimmung & Wertschätzung
2.6.9 Selbstverantwortung & Selbstorganisation
2.6.10 Lebenslanges Lernen
2.7 Arbeitskonzepte
2.7.1 Knowledge Sharing Formats
2.7.1.1 Community of Practice
2.7.1.2 Week of Learning
2.7.1.3 Working out Loud
2.7.1.4 Pairing
2.7.1.5 Inhouse Trainings
2.7.2 Delegation Poker
2.7.3 Feedbackkultur
2.7.4 Prime Directive
2.7.5 Weekly Stand-up
2.7.6 Retrospektiven
2.7.7 Mood Check
2.7.8 Pet Project
2.7.9 Fuck up Events
2.7.10 Golden Circle
2.7.11 Spice Girls Approach
2.7.12 Job Enlargement
2.7.13 Job Enrichment
2.7.14 Job Rotation
2.7.15 Job Sharing
2.7.16 Kanban
2.7.17 Shared-Pain-Points
2.7.18 Status-quo-Challenging
2.8 Kritik
3. Implementierung von New Work Arbeitskonzepten
3.1 Einleitung
3.2 Standortbestimmung
3.3 Roadmapping
3.4 Experimente & Umsetzung
3.5 Change Management
3.5.1 3-Phasen-Modell nach Lewin
3.5.2 8-Stufen-Modell nach Kotter
3.5.3 5-Phasen-Modell nach Krüger
3.5.4 Change Kurve nach Kübler-Ross
3.5.5 ADKAR-Modell nach Hiatt
3.5.6 Erfolgsfaktoren
4. Der Shopfloor – Ort der Wertschöpfung
4.1 Einleitung
4.2 Aufbau des Shopfloors
4.3 Charakterisierung des Shopfloors
4.4 Lean Management & Lean Production
4.4.1 Kontinuierliche Verbesserungsprozess
4.4.2 Kanban
4.4.3 Besonderheiten im Bereich Montage
4.4.4 Lean & New Work
4.5 Shopfloor Management
5. Empirischer Teil
5.1 Ausgangslage
5.1.1 Das Unternehmen
5.1.2 Die Unternehmenskultur & Standortbestimmung
5.1.3 Das Produkt
5.1.4 Der Shopfloor
5.2 Begründung der Forschungsmethode
5.3 Problemzentrierte Interviews
5.4 Qualitative Inhaltsanalyse nach Mayring
5.5 Detaillierte Vorgehensweise
5.5.1 Interviewleitfaden
5.5.2 Interviewpartner*innen
5.5.3 Durchführung der Interviews
5.5.4 Auswertung der Interviews
6. Ergebnisse
6.1 Zusammenfassung & Interpretation der Interviews
6.1.1 Allgemeines zu New Work
6.1.2 Elemente und Prinzipien
6.1.2.1 Führung
6.1.2.2 Fehlerkultur
6.1.2.3 Flexibilität
6.1.2.4 Sinnstiftung
6.1.2.5 Transparenz & Vertrauen
6.1.2.6 Kommunikation
6.1.2.7 Mitbestimmung & Wertschätzung
6.1.2.8 Selbstorganisation & Selbstverantwortung
6.1.2.9 Lebenslanges Lernen
6.1.3 Shopfloor
6.1.4 New Work Arbeitskonzepte für den Shopfloor
6.1.5 Implementierung von New Work Arbeitskonzepten
6.1.6 Konkrete Verbesserungsbeispiele
6.1.7 Lean
6.2 Beantwortung der Forschungsfragen
6.2.1 Sub-Forschungsfrage 1
6.2.2 Sub-Forschungsfrage 2
6.2.3 Sub-Forschungsfrage 3
6.2.4 Haupt-Forschungsfrage
6.3 Finale Erkenntnisse und Handlungsempfehlungen
6.3.1 Für mehr Feedback und permanente Verbesserung
6.3.2 Für mehr Transparenz & verbesserte Kommunikation
6.3.3 Für mehr Flexibilität & Verständnis
6.3.4 Umgang mit Fehlern & Fehlerkultur
6.3.5 Für mehr Abwechslung & Kreativität
7. Conclusio
7.1 Limitationen
7.2 Ausblick
Die Master Thesis analysiert die Vereinbarkeit und Implementierung von New Work-Arbeitskonzepten in einem österreichischen Medizintechnikunternehmen, mit besonderem Fokus auf den Shopfloor, um einer potenziellen Zweiklassengesellschaft im Betrieb entgegenzuwirken.
2.2 New Work nach Frithjof Bergmann
Eine eindeutige Definition von New Work stellt sich aufgrund des Umfangs als äußerst komplex und diffus dar. Frithjof Bergmann fasst diesen Wandel bzw. die dahinter befindliche Ideologie unter dem abstrakten Begriff „Umkehr“ zusammen. Während in der Vergangenheit Arbeit oder eine Aufgabe nur ein Ziel oder ein Mittel zum Zweck darstellte und Menschen als Werkzeuge angesehen wurden, so wird dieser Zustand in der Neuen Arbeitswelt umgekehrt und der Zweck zu einer untergeordneten Rolle erklärt. Durch die Vollziehung des Wandels soll Arbeit dem Menschen dienen und nicht der Mensch der Arbeit. Anders formuliert, Arbeit soll nicht kräfteraubend und erschöpfend sein, sondern vielmehr den Menschen mit Kraft und Energie beflügeln und gleichzeitig die individuelle Entwicklung fördern. Tritt dieser genannte Zustand ein, so spricht Frithjof Bergmann von einem „Flow“, durch welchen sich der Mensch lebendiger und vitaler fühlt. Hierdurch ist erkennbar, dass das Ziel von New Work nicht die Befreiung des Menschen von Arbeit selbst ist, sondern die Arbeit den Menschen zu einer besseren und erfüllteren Version ihrer*seiner selbst wandeln und Selbstbestimmtheit ermöglichen soll.
1. Einleitung: Die Arbeit gibt eine Einführung in die Megatrends der Arbeitswelt (VUKA, New Work) und stellt das Forschungsziel dar, New Work-Konzepte auf den Shopfloor zu übertragen, um eine Zweiklassengesellschaft zu vermeiden.
2. Grundlagen & Arbeitskonzepte von New Work: Dieses Kapitel erläutert die Ursprünge der Bewegung nach Bergmann, das heutige Verständnis und präsentiert verschiedene Elemente, Prinzipien und Arbeitskonzepte von New Work.
3. Implementierung von New Work Arbeitskonzepten: Fokus auf den praktischen Umsetzungsprozess, von der Standortbestimmung und dem Roadmapping bis hin zu Change Management-Methoden.
4. Der Shopfloor – Ort der Wertschöpfung: Grundlagen der Charakterisierung des Shopfloors, Lean Management-Prinzipien und die Methode des Shopfloor Managements werden behandelt.
5. Empirischer Teil: Detaillierte Beschreibung des untersuchten Beispielunternehmens, der qualitativen Forschungsmethode (problemzentrierte Interviews) sowie des Auswertungsweges nach Mayring.
6. Ergebnisse: Zusammenfassung und Interpretation der Interviews, Beantwortung der Forschungsfragen sowie Herleitung von Handlungsempfehlungen für das Unternehmen.
7. Conclusio: Zusammenfassende Erkenntnisse, Limitationen der Untersuchung und ein Ausblick auf die zukünftige Relevanz des Themas.
New Work, Shopfloor, Arbeitskonzepte, Change Management, Lean Management, Industrieproduktion, Mitarbeiterbeteiligung, Digitalisierung, Flexibilität, Selbstorganisation, Sinnstiftung, Unternehmenskultur, Wertschöpfung, Medizintechnik, Fehlerkultur.
Die Arbeit untersucht, wie moderne Arbeitskonzepte aus der New Work-Bewegung, die oft primär für Büroarbeitsplätze diskutiert werden, konkret auf den Shopfloor (Produktion, Montage) übertragen und implementiert werden können.
Die thematischen Schwerpunkte liegen auf der Ideologie von New Work, den spezifischen Anforderungen industrieller Produktionsumgebungen, verschiedenen Ansätzen zum Change Management sowie der Verknüpfung mit Lean Management-Methoden.
Das primäre Ziel ist es, die Vereinbarkeit von New Work-Elementen mit dem Shopfloor-Umfeld eines konkreten Beispielunternehmens zu prüfen und Handlungsempfehlungen für eine erfolgreiche Einführung zu generieren.
Es handelt sich um ein qualitatives Forschungsdesign. Der empirische Teil basiert auf problemzentrierten Interviews nach Witzel, die mittels qualitativer Inhaltsanalyse nach Mayring ausgewertet wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der New Work-Grundlagen, die Analyse von Implementierungsmethoden sowie die detaillierte Charakterisierung des Shopfloors als Ort der Wertschöpfung und dessen Lean-Management-Instrumentarien.
Die Arbeit lässt sich am besten durch Begriffe wie New Work, Shopfloor-Management, Lean Production, Mitarbeiterbeteiligung und Change Management beschreiben.
Das Unternehmen (stAPPtronics GmbH) dient als Case-Study-Objekt. Anhand dieses Unternehmens wird in der Praxis untersucht, wie die theoretischen New Work-Ansätze auf eine reale Produktionsumgebung mit speziellen Anforderungen angewendet werden können.
Die Arbeit thematisiert die Gefahr einer „Zweiklassengesellschaft“, da klassische New Work-Konzepte (wie z.B. Homeoffice) oft nicht ohne weiteres auf Shopfloor-Tätigkeiten übertragbar sind. Die Arbeit identifiziert spezifisch angepasste Ansätze.
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