Bachelorarbeit, 2019
85 Seiten, Note: 1,3
4. Einleitung
5. Ziel der Arbeit, Problemdarstellung und Hypothesen
6. Forschungsstand
7. Theoretischer Ausgangspunkt
7.1 Gegenwärtiger Zustand der Notfallversorgung in Deutschland
8. Drei Säulen der notfallmedizinischen Versorgung in Berlin
8.1 Ambulante Versorgung in Berlin
8.1.1 Rechtsgrundlagen und Finanzierung
8.1.2 Aufgaben, Organisationen und aktuelle Zahlen
8.1.3 Aktuelle Probleme und Herausforderungen
8.2 Rettungsstelle in Berlin
8.2.1 Rechtsgrundlagen und Finanzierung
8.2.2 Aufgaben, Organisation und aktuelle Zahlen
8.2.3 Aktuelle Probleme und Herausforderungen
8.3 Rettungswesen der Berliner Feuerwehr
8.3.1 Aufgaben, Rechtsgrundlagen und Finanzierung
8.3.2 Organisation und aktuelle Zahlen
8.3.3 Aktuelle Probleme und Herausforderungen
9. Methodik
9.1 Empirisches Vorgehen
9.2 Empirisches Design
10. Zentrale empirische Befunde
10.1 Einschätzung der Besatzung des Rettungswagens
10.2 Einschätzung der Rettungsstelle
10.3 Einschätzung der Patienten
10.4 Auswertung der Hypothesen
11. Weitergehende Auswertung und Interpretation
11.1 Auswertung der Einsatzprotokolle
11.2 Interpretation irrtümlich beschickter RTW
12. Beantwortung der Forschungsfragen
13. Diskussion
14. Fazit
Diese Arbeit zielt darauf ab, die Motivationsgründe der Berliner Bevölkerung für die Inanspruchnahme des Rettungsdienstes in nicht unmittelbar lebensbedrohlichen Situationen zu analysieren, um datengestützte Vorschläge zur Optimierung der Notfallversorgung abzuleiten.
4. Einleitung
In Deutschland können Bürger jederzeit frei wählen, welche medizinische Hilfeleistung sie in Anspruch nehmen möchten. Unser Gesundheitssystem bietet viele Behandlungsmöglichkeiten, deren Kosten die Krankenkassen im Normalfall tragen. Fraglich ist, ob immer der vermeintlich einfachste Weg, wie den Rettungsdienst zu alarmieren, auch für alle Beteiligten der effektivste ist.
„Was die wahre Freiheit und den wahren Gebrauch derselben am deutlichsten charakterisiert, ist der Missbrauch derselben“. (Lichtenberg, 1844, S.109)
An den Anfang dieser Arbeit möchte der Autor, selbst Berufsfeuerwehrmann, einen realen Einsatzablauf der Berliner Feuerwehr stellen.
4. Einleitung: Beleuchtet das Spannungsfeld zwischen freier Arztwahl, dem Missbrauch des Rettungsdienstes durch Patienten in unkritischen Situationen und den daraus resultierenden Belastungen für das Berliner Gesundheitssystem.
5. Ziel der Arbeit, Problemdarstellung und Hypothesen: Definiert das Ziel einer empirischen Fallstudie zur Nutzungsmotivation des Rettungsdienstes und formuliert spezifische Forschungsfragen sowie Hypothesen.
6. Forschungsstand: Gibt einen Überblick über die mediale Diskussion zum Missbrauch des Rettungsdienstes und bestehende Studien zur Patientenbewegung in Notaufnahmen.
7. Theoretischer Ausgangspunkt: Erläutert die historische Entwicklung und Struktur des Gesundheitssystems in Deutschland mit Fokus auf Berlin als Forschungskontext.
8. Drei Säulen der notfallmedizinischen Versorgung in Berlin: Detaillierte Darstellung der ambulanten Versorgung, der Rettungsstellen und des Rettungswesens der Berliner Feuerwehr sowie deren jeweiliger rechtlicher Grundlagen und Herausforderungen.
9. Methodik: Beschreibt das standardisierte Forschungsdesign, die Rekrutierung des UKB als Untersuchungsort und den Aufbau der Befragungsinstrumente für Besatzungen und Patienten.
10. Zentrale empirische Befunde: Präsentiert die Ergebnisse der deskriptiven Datenanalyse und Soziodemografie sowie die statistische Auswertung der Einschätzungen der Rettungsdienstbesatzung, Rettungsstelle und Patienten.
11. Weitergehende Auswertung und Interpretation: Analysiert die Vollständigkeit der Einsatzprotokolle und interpretiert die Daten bezüglich der Fehlverordnung von Rettungsmitteln.
12. Beantwortung der Forschungsfragen: Synthetisiert die empirischen Ergebnisse zur Beantwortung der eingangs formulierten zentralen Forschungsfragen.
13. Diskussion: Reflektiert kritisch den Studienverlauf, nennt methodische Limitationen und diskutiert statistische Auffälligkeiten.
14. Fazit: Fasst die Ergebnisse zusammen und formuliert Handlungsempfehlungen zur Entlastung des Rettungsdienstes durch verbesserte Strukturen in der Regelversorgung.
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Die Arbeit untersucht, warum Berliner Bürger den Rettungsdienst bei akuten, aber nicht zwingend lebensbedrohlichen Beschwerden in Anspruch nehmen, anstatt niedergelassene Haus- oder Fachärzte aufzusuchen.
Die Untersuchung basiert auf den drei zentralen Säulen der notfallmedizinischen Versorgung in Berlin: der ambulanten ärztlichen Versorgung, den Rettungsstellen der Krankenhäuser und dem Rettungsdienst der Berliner Feuerwehr.
Ziel ist es, Nutzungsbeweggründe der Bevölkerung empirisch zu belegen, um daraus Daten für eine optimierte Versorgungsstruktur abzuleiten, die Überlastungen des Gesamtsystems reduzieren kann.
Der Autor wählte ein standardisiertes Forschungsdesign mit strukturierten Interviews, die an einem Berliner Krankenhaus (Unfallkrankenhaus Berlin Marzahn) durchgeführt wurden, um Patienten, Rettungswagensbesatzungen und Krankenhauspersonal zu befragen.
Der Hauptteil behandelt neben der theoretischen Einordnung der Fachbereiche insbesondere die Auswertung der Hypothesen zur medizinischen Einschätzung durch Fachkräfte versus der Selbsteinschätzung der Patienten.
Die Arbeit fokussiert sich auf Themen wie Patientenmotivation, Notfalltriage, Effizienzfehler im Rettungsdienst, die Rolle der Portalpraxen und die strukturelle Belastung des Berliner Gesundheitssystems.
Das MTS dient als objektiver Maßstab für die Ersteinschätzung der Behandlungspriorität in der Rettungsstelle, um zu vergleichen, wie Rettungsdienst und Krankenhaus das Beschwerdebild der Patienten einstufen.
Die Studie zeigt signifikant auf, dass Patienten, die objektiv bei einem niedergelassenen Arzt hätten versorgt werden können, in der Rettungsstelle des Krankenhauses in der Regel mit längeren Wartezeiten konfrontiert sind.
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