Masterarbeit, 2021
151 Seiten, Note: 2
Diese Masterarbeit untersucht die rezeptionsästhetischen Faktoren in Francisco de Goyas Caprichos. Ziel ist die Darstellung und Offenlegung der interaktiven Relationen zwischen Bild und Text, unter besonderer Berücksichtigung der Bild-Text-Einheit. Durch die systematische Analyse ikonischer und linguistischer Mittel soll eine Forschungslücke geschlossen werden.
Die Einleitung beleuchtet die Entstehungsgeschichte und den bisherigen Forschungsstand der Caprichos. Kapitel 1 analysiert das Bildfeld, den Ausschnitt und die Fokussierungstechniken Goyas. Kapitel 2 untersucht die Randzone und ihre Funktion als Vermittler zwischen Bild und Betrachter, einschließlich der Bildlegenden und ihrer Position. Kapitel 3 befasst sich mit den Textmodi (Bildlegenden, Annoncen, Kommentare) und ihren rezeptionsästhetischen Funktionen. Es werden verschiedene Dialogtypen und der „implizite Betrachter“ im Kontext erörtert.
Francisco Goya, Caprichos, Rezeptionsästhetik, Bild-Text-Beziehung, Intermedialität, Betrachteraktivierung, „impliziter Betrachter“, Aquatinta, Rand, Leerstelle, Sequenz, Dialog, spanische Aufklärung.
Die Arbeit untersucht das intermediale Zusammenspiel zwischen den grafischen Bildern und den dazugehörigen Bildlegenden in Francisco Goyas Werk "Caprichos" unter rezeptionsästhetischen Gesichtspunkten.
Der Betrachter steht im Zentrum, da sich die Interpretation der Werke in einem Prozess realisiert, an dem sowohl das Bild als auch Texte und Kommentare beteiligt sind. Die Arbeit nutzt das Konzept des „impliziten Betrachters“.
Intermedialität bezieht sich hier auf die komplexe Einheit von Bild (Grafik) und Text (Bildlegende), die gemeinsam eine Bedeutungsebene erzeugen, die über das Einzelmedium hinausgeht.
Die Ränder fungieren als Vermittlungsinstanz zwischen dem Kunstwerk und dem Betrachter. Hier befinden sich Bildlegenden und Blattnummern, die den Rezeptionsprozess steuern.
Die Untersuchung zeigt, dass Bild und Text oft konkurrierende Mittel einsetzen, was zu bewussten Ambiguitäten (Mehrdeutigkeiten) auf der Deutungsebene führt und den Betrachter aktiv einbindet.
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