Examensarbeit, 2022
113 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
2 Theoretischer Bezugsrahmen
2.1 Leseentwicklung
2.1.1 PISA
2.1.2 IGLU/PIRLS
2.2 Lesesozialisation und literarische Sozialisation
2.2.1 Verlauf der Lesesozialisation
2.2.2 Familie
2.2.3 Schule
2.2.4 Peergroup
2.3 Lesemotivation
2.3.1 Begriffsklärung
2.3.2 Erwartungs-Wert-Modell
2.3.2.1 Soziale Umwelt
2.3.2.2 Subjektive Verarbeitung
2.3.2.3 Motivationale Überzeugungen
2.3.2.4 Lesebezogene Wert- und Erwartungskognitionen
2.3.3 Intrinsische und extrinsische Lesemotivation
2.3.4 Die Selbstbestimmungstheorie nach Deci und Ryan
2.3.4.1 Autonomie
2.3.4.2 Kompetenz
2.3.4.3 Soziale Eingebundenheit
2.3.5 Lesemotivation, Lesekompetenz und Leseverhalten
2.4 Leseförderung durch digitale Medien
2.4.1 Medienbegriff
2.4.2 Voraussetzungen für den Einsatz digitaler Medien im Unterricht
2.4.3 Digitale Medien im Deutschunterricht
2.4.4 Potenziale zum Einsatz digitaler Medien
2.4.5 Herausforderungen zum Einsatz digitaler Medien
2.4.6 Antolin
3 Empirischer Teil
3.1 Fragestellung und Ziele
3.2 Auswahl der Schule und Studienteilnehmer_innen
3.3 Rahmenbedingungen
3.4 Forschungsethische Überlegung
3.5 Untersuchungsmethodisches Vorgehen
3.5.1 Forschungsansatz
3.5.1.1 Qualitative Forschung
3.5.1.2 Fallstudie
3.5.2 Forschungsmethode
3.5.3 Erhebungsinstrument
3.5.4 Gütekriterien
3.6 Vorgehensweise bei der Auswertung
3.7 Darstellung der Ergebnisse
3.7.1 Zusammenfassung der Interviews
3.7.2 Kodierleitfaden
3.7.3 Statistische Häufigkeitsverteilungen
3.8 Interpretation der Daten
4 Fazit
Diese Arbeit untersucht den Einfluss digitaler Lernangebote zur Leseförderung, speziell des Programms Antolin, auf die Lesemotivation von Grundschulkindern. Die zentrale Forschungsfrage fokussiert sich darauf, wie digitale Angebote zur Leseentwicklung beitragen können und ob sie eine kompensatorische Rolle für Kinder mit unterschiedlichen sprachlichen Voraussetzungen spielen.
3.5.1.1 Qualitative Forschung
Forscher_innen, welche den quantitativen Forschungsansatz präferieren, sind der Meinung, dass die bereits in den Naturwissenschaften entwickelten Methoden genügen, um auch den Menschen zu erforschen. Dazu wenden sie die bereits existierenden standardisierten Vorgehen und die damit verbundene Messbarkeit, Objektivität und die Kontrollierbarkeit ebenso auf Untersuchungen an, die den Menschen im Vordergrund sehen und nicht nur die Natur. Diesen Ansatz lehnen die Vertreter_innen der qualitativen Forschung ab. Sie sind der Meinung, dass der Mensch auf keinen Fall mit Forschungsmethoden aus dem naturwissenschaftlichen Bereich erforscht werden könne (vgl. Wichmann 2019: 7). Kritiker assoziieren die qualitative Forschung mit einer kleinen Stichprobe, die nicht nach dem Prinzip des Zufalls gewählt wird. Außerdem kritisieren sie, dass bei der Auswertung keine statistische Analyse möglich sei, da es keine quantitativen Variablen gäbe (vgl. Lamnek und Krell 2016: 16f.) Welche Merkmale, Eigenschaften und Prinzipien die qualitative Forschung wirklich aufweist und wie diese Aspekte in der vorliegenden Forschung umgesetzt werden, wird in diesem Kapitel näher beleuchtet.
Für die qualitative Forschung können fünf typische und charakteristische Prinzipien genannt werden, welche als vorteilhaft für die vorliegende empirische Untersuchung gelten und aufgrund dessen für die qualitative Vorgehensweise Anwendung finden (vgl. ebd.: 33).
Zuerst ist die Offenheit zu nennen. In quantitativen Untersuchungen gibt es standardisierte Erhebungsinstrumente, welche Hypothesen, die im Vorfeld aufgestellt wurden, prüfen sollen. Dadurch erhalten die Forschenden nur einen Einblick in das Forschungsfeld, welches sie zuvor festlegen. Diese Vorgehensweise wird für die Forschung dieser Arbeit nicht umgesetzt. Der gesamte Forschungsprozess ist durch die Offenheit für Neues charakterisiert, um instruktive Informationen für die Untersuchung zu erlangen (vgl. ebd.: 33f.). Dies kann „mit dem grundlegend explorativen und iterativen Vorgehen“ (Legutke 2016: 389) ermöglicht werden.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Bedeutung des Lesens als zentrale Kulturtechnik und führt ins Thema der Lesemotivation sowie den Einsatz digitaler Lernangebote in der Grundschule ein.
2 Theoretischer Bezugsrahmen: Dieses Kapitel liefert eine fundierte Übersicht über Lesesozialisation, Motivationstheorien und die spezifischen Chancen sowie Herausforderungen digitaler Medien im Unterricht.
3 Empirischer Teil: Der empirische Teil dokumentiert eine qualitative Fallstudie mit sechs Kindern, die untersucht, wie das Programm Antolin die individuelle Lesemotivation unter verschiedenen Ausgangsbedingungen beeinflusst.
4 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und kommt zu dem Schluss, dass Antolin die Lesemotivation positiv beeinflussen kann, wobei der Erfolg stark von der individuellen Lesesozialisation und dem pädagogischen Einsatz abhängt.
Leseförderung, Lesemotivation, Grundschule, digitale Lernangebote, Antolin, Lesesozialisation, Erwartungs-Wert-Modell, Selbstbestimmungstheorie, Medienkompetenz, qualitative Forschung, Fallstudie, Deutsch als Zweitsprache, Unterricht, Leseverhalten, Selbstkonzept
Die Arbeit untersucht den Einfluss des digitalen Lernprogramms Antolin auf die Lesemotivation von Grundschulkindern im Rahmen einer qualitativen Fallstudie.
Zentrale Themen sind die Lesesozialisation, theoretische Grundlagen der Lese- und Lernmotivation sowie die Möglichkeiten und Herausforderungen beim Einsatz digitaler Medien im schulischen Kontext.
Ziel ist es zu ergründen, wie sich Lesemotivation unter dem Einsatz digitaler Lernangebote entwickelt und ob das Programm Antolin dabei eine kompensatorische Funktion einnehmen kann.
Es werden qualitative Methoden angewandt, konkret handelt es sich um eine multiple, eingebettete Fallstudie, die durch Interviews und einen Fragebogen Daten erhebt.
Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Bezugsrahmen (Leseentwicklung, Sozialisationsinstanzen, Motivationstheorien) und einen empirischen Teil, in dem die Interviews ausgewertet und interpretiert werden.
Wichtige Begriffe sind Leseförderung, Lesemotivation, Antolin, Lesesozialisation, Grundschule, qualitative Forschung und Medienkompetenz.
Die Arbeit weist darauf hin, dass digitale Programme motivierend wirken können, jedoch ohne Übersetzungsfunktion für Kinder mit geringen Deutschkenntnissen gewisse Hürden bereithalten könnten.
Die Lehrperson hat eine unterstützende Funktion, indem sie Statistiken zur Leseleistung analysiert, individuell fördert und das Programm als motivierendes Element im Unterricht gestaltet.
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