Bachelorarbeit, 2022
56 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
2 Theoretische Grundlagen
2.1 Erläuterung und Abgrenzung zentraler Begriffe
2.1.1 Mittelstand
2.1.2 KMU in Deutschland
2.1.3 KMU in Europa
2.1.4 Familienunternehmen
2.2 Volkswirtschaftliche Bedeutung des Mittelstandes
2.3 Verbände der KMU
2.4 Entwicklung der BWL-Ausbildung
2.4.1 Herkömmliche BWL-Ausbildung
2.4.2 BWL-Ausbildung mit Schwerpunkt auf KMU
2.5 Hochschulen mit Schwerpunkt auf KMU im D-A-CH-Raum
3 Methodische Herangehensweise
3.1 Ausgangssituation und Fragestellung
3.2 Sekundärforschung
3.3 Primärforschung
3.3.1 Methodik und Vorgehen der Datenerhebung
3.3.2 Gütekriterien
4 Empirische Ergebnisse
4.1 Ergebnisse der Sekundärforschung
4.2 Ergebnisse der Primärforschung
5 Schlussbetrachtung
Diese Bachelorarbeit untersucht den Stellenwert einer spezifischen KMU-Orientierung innerhalb der betriebswirtschaftlichen Ausbildung an Hochschulen. Ziel ist es zu klären, ob im deutschsprachigen Raum ausreichend Ausbildungsmöglichkeiten für das Management mittelständischer Unternehmen existieren und inwiefern der Bedarf durch spezialisierte Studiengänge gedeckt wird.
2.4.1 Herkömmliche BWL-Ausbildung
Betrachtet man die Entwicklung der BWL-Ausbildung, so muss man weit in die Vergangenheit reisen. Bereits im alten Orient rund 3.000 v. Chr. konnte man erste Belege für kaufmännische Zwecke in Form von Tontafeln finden. Seit dieser Zeit häuften sich die Funde solcher Art. Bei den alten Griechen konnte man im 5. und 4. Jahrhundert v. Chr. erste Schriften zur Lehre der Wirtschaft finden. Darunter auch ein Werk, welches heute noch immer eine immense Bedeutung hat. Die damaligen Mitschriften von Pacioli stellten einen Meilenstein dar, da diese die älteste und systematischste Darstellung der doppelten Buchführung darstellt.
Damit einhergehend stellt man sich die Frage, wann die Lehre der Betriebswirtschaft als wissenschaftliches Forschungs- und Lehrgebiet entstanden ist. In Orten wie Aachen, Leipzig, St. Gallen und Wien konnte im D-A-CH-Raum um 1898 die ersten Handelshochschulen entdecken werden. Kurz danach folgten die Städte Frankfurt am Main, Köln und Berlin im Jahre 1906.
Die damalige Bezeichnung der Handelshochschule verdeutlicht, dass die Handelsbetriebe bzw. die Handelswissenschaften im Vordergrund standen. Die Herausforderungen, welche sich der industriellen Produktion zuschreiben lassen, wurden damals noch der Ingenieurwissenschaft zugewiesen. Erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts erfolgte durch Prof. Schmalenbach eine Berücksichtigung dieser Probleme. Zudem machte er sich für die Fachbezeichnung Betriebswirtschaftslehre stark, da er sich als erster Prof. dieser angesehen hat und nicht, wie bis dato üblich, die der Handelstechnik. Das löste damals einen riesigen Streit zwischen den Vertretern des Fachgebietes aus. Prof. Schmalenbach machte sich für den Begriff Betriebswirtschaftslehre, wie sie heute noch vertreten ist, stark, in der er eine praxisnahe Kunstlehre sah, wohingegen Prof. Rieger sich für den Begriff der Privatwirtschaftslehre und eine theoretische Wissenschaft stark machte.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Bedeutung des deutschen Mittelstands ein und definiert die zentrale Forschungsfrage nach der Verfügbarkeit spezialisierter BWL-Studiengänge.
2 Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel erläutert zentrale Begrifflichkeiten, die volkswirtschaftliche Relevanz des Mittelstands und die historische Entwicklung der BWL-Ausbildung.
3 Methodische Herangehensweise: Hier wird das Vorgehen der Desk-Research-Analyse sowie die Durchführung semistrukturierter Experteninterviews mit Vertretern aus Wissenschaft und Wirtschaft detailliert beschrieben.
4 Empirische Ergebnisse: Dieses Kapitel präsentiert die Ergebnisse des Studiengang-Vergleichs sowie die aus den Experteninterviews gewonnenen qualitativen Erkenntnisse zur Nachfrage und den Herausforderungen.
5 Schlussbetrachtung: Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung der Ergebnisse, einer kritischen Reflexion der Ausbildungslage und Handlungsempfehlungen für die Zukunft der BWL-Ausbildung.
Betriebswirtschaftslehre, BWL-Ausbildung, Mittelstand, KMU, Studiengänge, Hochschulen, Fachhochschulen, Management, Experteninterviews, Sekundärforschung, Praxisnähe, Berufsqualifizierung, Bildungsangebot, Qualifizierung, Kompetenzentwicklung
Die Arbeit analysiert den Stellenwert der Ausbildung von Betriebswirten mit speziellem Fokus auf kleine und mittlere Unternehmen (KMU) im deutschsprachigen Raum.
Die Untersuchung umfasst die Definition des Mittelstands, dessen volkswirtschaftliche Bedeutung, die historische Genese der BWL-Lehre und eine Analyse aktueller spezialisierter Studiengänge.
Das Ziel ist die Klärung, ob ausreichend Studienmöglichkeiten für den Mittelstand existieren und wie der Bedarf an speziell geschulten Fachkräften in der Zukunft gedeckt werden kann.
Es wird eine Kombination aus Desk-Research (Analyse von Studiengangsdaten) und einer qualitativen Primärforschung mittels semistrukturierter Experteninterviews angewandt.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, eine methodische Darlegung der Forschung, die Präsentation und Auswertung der Ergebnisse aus dem Studiengang-Vergleich und den Experteninterviews.
Zentrale Begriffe sind KMU-Orientierung, BWL-Ausbildung, Mittelstandsmanagement und akademische Spezialisierung.
Mit 99,5% aller Unternehmen in Deutschland und über der Hälfte aller Arbeitsplätze sowie einer hohen Nettowertschöpfung bildet er die wichtigste Basis der nationalen ökonomischen Stabilität.
Die Experten erwähnen insbesondere den hohen organisatorischen und administrativen Aufwand innerhalb der Hochschulen sowie die Notwendigkeit, speziell qualifizierte Dozenten und Lehrkräfte zu gewinnen.
Absolventen finden ein breites Aufgabenspektrum vor, das von der Unternehmensnachfolge in Familienbetrieben über Start-up-Gründungen bis hin zur beratenden Tätigkeit in der mittelständisch geprägten Industrie reicht.
Die Experten äußern sich vorsichtig; obwohl ein hoher Bedarf auf dem Arbeitsmarkt besteht, ist die Planung neuer eigenständiger Studiengänge bisher an vielen Institutionen noch nicht in großem Maßstab erkennbar.
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