Bachelorarbeit, 2023
54 Seiten, Note: 16.0 / 20
1. Einleitung
2. Variationen des Deutschen: Akzente und Dialekte
2.1 Der Akzent: Ein linguistisches Phänomen im deutschen Sprachraum
2.1.1 Einordnung des Begriffes ‘Akzent’ in die Variationslinguistik
2.1.2 Verbreitung des regionalen Akzents innerhalb Deutschlands
2.1.3 Verbreitung des Regionalakzents im gesamtdeutschen Sprachraum
2.2 Dialektaler Sprachraum: Phonetik und Akzent im Moselfränkischen
3. Luxemburg: Ein mehrsprachiger Staat
3.1 Die Stellung des Deutschen in Luxemburg: Gesetz, Öffentlichkeit, Alltag und Sprachkontakt
3.2 Luxemburgisch als Nationalsprache: Vom Dialekt zur Amtssprache
3.3 Das phonetische System im Luxemburgischen: Gegenüberstellung zum Standarddeutsch
4. Die Studie: Bestimmung des Luxemburger Akzents im Deutschen
4.1 Vorgehen der Studie
4.2 Erste phonologischen Beschreibung des Luxemburger Akzents: Herausarbeitung von Gemeinsamkeiten und Unterschieden der Testpersonen
4.2.1 Tabellarische Darstellung der Datenauswertung
4.2.2 Konsonantische Merkmale des Luxemburger Akzents
4.2.3 Vokalische Merkmale des Luxemburger Akzents
4.2.4 Lehn- und Fremdwörter im Luxemburger Akzent
4.2.5 Besondere Auffälligkeiten bei der freien Rede im Vergleich zum Lesetext
4.3. Kategorisierungen im Luxemburger Akzent
4.3.1 Altersklassen
4.3.2 Regelmäßiger und unregelmäßiger Sprachkontakt
4.3.3 Frankophil und germanophil aufgewachsene Proband_innen
4.4 Vergleich des luxemburgischen und des moselfränkischen Akzents
5. Fazit
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, eine erste phonetisch-phonologische Beschreibung des Luxemburger Akzents zu erstellen und dessen Varianz innerhalb der luxemburgischen Bevölkerung zu analysieren.
1. Einleitung
„Gleichwohl ist die Bewertung der Normabweichung nicht in der Norm selbst gelegen, sie muß nicht notgedrungen zu einer negativen Konsequenz, beispielsweise zu sozialer Benachteiligung führen.“
Viele Luxemburger_innen bewerten ihren fremdsprachlichen Akzent im Deutschen als negativ. Allerdings handelt es sich bei einem Akzent um etwas Unvermeidbares ab einem gewissen Sprachniveau, welches mit dem Deutschen als Alphabetisierungssprache und zumeist ersten Kontaktsprache in Luxemburg gegeben ist. Luxemburgisch, als primär erste mündliche Sprache, welche Kinder lernen, bringt ein gewisses phonetisch-phonologisches System mit sich. Dementsprechend festigt sich das luxemburgische Lautsystem in den ersten Lebensjahren luxemburgischer Kinder, bevor sie zumeist ab dem Kindergartenalter mit dem Deutschen, häufig durch Medien wie Fernsehen und Bücher, in Kontakt treten. Darüber hinaus ist die besondere trilinguale Situation in Luxemburg nicht zu vernachlässigen, denn Luxemburgisch, Deutsch und Französisch begegnen sich in allen Teilen des Landes auf gleicher Ebene, sodass keine der drei Sprachen einer Region zuzuordnen ist. Folglich dominiert Luxemburgisch, seit 1984 offizielle Nationalsprache, den mündlichen Kommunikationsraum, wobei Französisch, bedingt durch den hohen Ausländeranteil, als Ausweichsprache mit nicht-luxemburgisch Sprecher_innen verwendet wird und als Sprache der Justiz ebenfalls einen großen Raum einnimmt. Deutsch findet im mündlichen Kommunikationsraum daher wenig statt. Allerdings ist ihre Funktion nicht zu vernachlässigen, denn sie fungiert als Wissenschafts-, Presse- und Einschulungssprache. Dementsprechend geht der alltägliche Sprachkontakt, auch wenn er mit dem Abschluss der Schule weniger wird, der Luxemburger_innen mit dem Deutschen nie verloren.
1. Einleitung: Dieses Kapitel motiviert die Untersuchung zum Luxemburger Akzent im Deutschen, thematisiert die Einstellung der Sprecher dazu und skizziert die methodische sowie theoretische Ausrichtung der Arbeit.
2. Variationen des Deutschen: Akzente und Dialekte: Der theoretische Rahmen ordnet den variationslinguistischen Akzentbegriff ein und beleuchtet die Dialektlandschaften sowie spezifische phonetische Merkmale des Moselfränkischen.
3. Luxemburg: Ein mehrsprachiger Staat: Dieses Kapitel erläutert die komplexe Sprachsituation in Luxemburg sowie die spezifische Funktion und Geschichte der drei Amtssprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch.
4. Die Studie: Bestimmung des Luxemburger Akzents im Deutschen: Hier wird das methodische Vorgehen der empirischen Studie beschrieben, welche die phonetischen Merkmale und deren Varianz bei verschiedenen Probandengruppen auswertet.
5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bestätigt die Relevanz des Luxemburger Akzents als Resultat der trilingualen Sprachsituation, wobei die hohe Kompetenz der Sprecher hervorgehoben wird.
Luxemburger Akzent, Variationslinguistik, Mehrsprachigkeit, Phonetik, Sprachkontakt, Luxemburgisch, Standarddeutsch, Dialekt, Moselfränkisch, Sprachbiografie, Lautsystem, Sprachnorm, Probandenstudie, Akzentstärke, Tetraglossie.
Die Bachelorarbeit beschäftigt sich mit einer variationslinguistischen Analyse des Luxemburger Akzents im Standarddeutschen.
Zentrale Themen sind die linguistische Einordnung von Akzenten, die Sprachenpolitik in Luxemburg sowie der Einfluss von Mehrsprachigkeit auf die Aussprachekompetenz.
Das Hauptziel ist eine erste systematische phonetisch-phonologische Beschreibung des Luxemburger Akzents und der damit verbundenen Varianz innerhalb der Bevölkerung.
Es wurde eine empirische Studie durchgeführt, bei der 14 Gewährspersonen einen Lese- und einen freien Redetext vorgelesen haben, um phonologische Abweichungen zu erfassen.
Der Hauptteil befasst sich theoretisch mit dem Akzentbegriff und dem moselfränkischen Raum sowie praktisch mit einer detaillierten phonologischen Auswertung der Probandendaten.
Die Arbeit ist durch Begriffe wie Variationslinguistik, trilinguale Sprachsituation, phonologische Salienzen, Sprachkontakt und Standardvarietäten geprägt.
Da das Luxemburgische und das Moselfränkische typologisch eng verwandt sind, ermöglicht diese Abgrenzung, die spezifischen Eigenheiten des Luxemburger Akzents in der Studie präziser zu identifizieren.
Sie dient als Faktor zur Kategorisierung der Probanden, um zu untersuchen, ob Personen, die frankophil aufgewachsen sind, signifikante Unterschiede in ihrer deutschen Aussprache zeigen.
Eine negative Bewertung des Akzents als soziale Benachteiligung wird zurückgewiesen; stattdessen wird er als logische Folge der trilingualen Lebensrealität in Luxemburg gewertet.
Ja, die Studie zeigt, dass ein Aufenthalt in Deutschland oder ein deutschsprachiges Studium zu einer messbaren Reduktion phonologischer Abweichungen vom Standarddeutschen führen kann.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

