Bachelorarbeit, 2014
40 Seiten, Note: 1,3
1) Einleitung
1.1) Forschungsstand
1.2) Quellenlage
2) Die Reichskrise des dritten Jahrhunderts
3) Politischer Aufbau und Legitimation des tetrarchischen Systems
3.1) Iovius und Herculius
3.2) Dynastische Politik und Leistungsprinzip
4) Beispiele der Herrschaftsrepräsentation
4.1) Die tetrarchischen Porphyrgruppen
4.2) Die Repräsentation auf Münzen
4.2.1 Medaillons
4.3) Malerei im Kaiserkultheiligtum von Luxor
4.4) Der Galeriusbogens in Thessaloniki
4.5) Die Panegyrici Latini
5) Zeremoniell
5.1) Adorationszeremoniell
5.2) Adoration außerhalb des Kaiserpalastes
6) Die Neuerungen der Tetrarchie – Eine Beurteilung
7) Fazit
Diese Arbeit untersucht die Herrschaftslegitimation und Repräsentation unter Diokletian und der Tetrarchie vor dem Hintergrund der Erfahrungen der Reichskrise des dritten Jahrhunderts. Das Ziel ist es, die Motive und die sakrale Ideologie hinter der neuen Regierungsform zu analysieren, um aufzuzeigen, wie diese Stabilität garantieren und dynastische Kontinuität sichern sollte.
1) Einleitung
„Sed horum concordia maxime edocuit virtuti ingenium usumque bonae militiae, quanta his Aureliani Probique instituto fuit paene sat esse“1 Diese Zeile verfasste der spätantike römische Historiker Aurelius Victor im vierten Jahrhundert n. Chr. über die vier Tetrarchen. Die Einigkeit dieser Herrscher war für Aurelius Victor ein Beweis dafür, dass Charakterstärke und militärische Erfahrungen alleine beinahe ausreichten, tugendhaft zu regieren.
Die folgende Arbeit zum Thema „Die Elemente der Herrschaftslegitimation und Repräsentation Diokletians“ soll die wiederkehrenden Aspekte der sakralen Ideologie der Tetrarchie und häufigen Motive der medialen Präsentation erarbeiten. Besonderer Augenmerk liegt dabei auf der Frage, inwieweit die Erfahrungen der Reichskrise des dritten Jahrhunderts n. Chr. diese Motive beeinflussten, beziehungsweise notwendig machten.
1) Einleitung: Die Einleitung führt in die Thematik der tetrarchischen Herrschaftsideologie unter Diokletian ein und benennt die zentrale Fragestellung der Arbeit.
1.1) Forschungsstand: Dieser Abschnitt gibt einen Überblick über relevante Forschungsarbeiten zur Tetrarchie von Autoren wie Wolfgang Kuhoff und Frank Kolb.
1.2) Quellenlage: Hier werden die antiken schriftlichen Quellen und archäologischen Zeugnisse vorgestellt, die als Grundlage für die Analyse dienen.
2) Die Reichskrise des dritten Jahrhunderts: Das Kapitel erläutert die politischen und wirtschaftlichen Krisen, die dem System der Tetrarchie vorausgingen und dessen Entstehung bedingten.
3) Politischer Aufbau und Legitimation des tetrarchischen Systems: Hier wird dargelegt, wie Diokletian durch Usurpation und spätere sakrale Legitimation seine Herrschaft begründete.
3.1) Iovius und Herculius: Dieses Kapitel analysiert die göttliche Abstammung der Kaiser durch die Zuordnung zu Jupiter und Herkules.
3.2) Dynastische Politik und Leistungsprinzip: Hier wird der Übergang von familiärer Nachfolge zum Leistungsprinzip und die Rolle der Caesares untersucht.
4) Beispiele der Herrschaftsrepräsentation: Eine umfassende Untersuchung der visuellen und medialen Träger der tetrarchischen Ideologie.
4.1) Die tetrarchischen Porphyrgruppen: Analyse der berühmten Statuengruppen in Venedig und Rom bezüglich ihrer symbolischen Botschaft.
4.2) Die Repräsentation auf Münzen: Untersuchung der Münzprägung als Medium zur flächendeckenden Verbreitung sakraler Ideologie.
4.2.1 Medaillons: Vertiefende Betrachtung spezieller Münzprägungen und deren ikonografischer Aussage.
4.3) Malerei im Kaiserkultheiligtum von Luxor: Dokumentation der repräsentativen Malereien als Beleg für militärische Prozesse und kaiserkultische Verehrung.
4.4) Der Galeriusbogens in Thessaloniki: Beschreibung der Reliefs auf dem Galeriusbogen als Spiegelbild der tetrarchischen Eintracht.
4.5) Die Panegyrici Latini: Analyse der Lobreden als zeitgenössische Zeugnisse für die offizielle Herrschaftsauffassung.
5) Zeremoniell: Besprechung der neuen Repräsentationsnormen im Umgang mit dem Kaiser.
5.1) Adorationszeremoniell: Beschreibung der rituellen Verehrung und der sakralen Erhöhung des Kaisers durch kniefällige Adoration.
5.2) Adoration außerhalb des Kaiserpalastes: Untersuchung der rituellen Wahrnehmung des Kaisers bei Ankünften und öffentlichen Festlichkeiten.
6) Die Neuerungen der Tetrarchie – Eine Beurteilung: Eine kritische Bewertung der tetrarchischen Reformen im Vergleich zu früheren Herrschaftsmodellen.
7) Fazit: Zusammenfassende Betrachtung der Ergebnisse zur sakralen Legitimation und medienwirksamen Repräsentation der Tetrarchie.
Tetrarchie, Diokletian, Herrschaftslegitimation, sakrale Ideologie, Repräsentation, Münzprägungen, Panegyrici Latini, Iovius, Herculius, Kaiserkult, Adorationszeremoniell, Reichskrise, concordia, similitudo, Machtanspruch.
Die Arbeit befasst sich mit der sakralen Legitimierung und Repräsentation von Diokletian und seiner Tetrarchie als Reaktion auf die Instabilität des dritten Jahrhunderts.
Die Schwerpunkte liegen auf der göttlichen Ideologie des Kaiserpaares (Iovius und Herculius), der medialen Verbreitung durch Bildmedien wie Münzen und Statuen sowie den neu eingeführten Zeremonien.
Das Ziel ist es zu analysieren, wie durch diese Repräsentationsmittel ein stabiles, religiös untermauertes Herrschaftssystem geschaffen wurde, um Krisen zu vermeiden.
Die Arbeit verwendet eine Quellenanalyse antiker Literatur, wie etwa Panegyrici, sowie eine ikonografische Auswertung numismatischer Zeugnisse und archäologischer Denkmäler.
Im Hauptteil werden unter anderem die Porphyrstatuen, die Münzprägung als Propagandamittel, die Wandmalereien in Luxor und die Bedeutung der Lobreden detailliert untersucht.
Tetrarchie, Legitimation, sakrale Ideologie, Iovius und Herculius, Adoration und Repräsentation.
Es kennzeichnet ihn als den unter Jupiter stehenden Herrscher, was seine göttliche Legitimation untermauert.
Es markierte eine klare Distanzierung des Herrschers von seinen Untertanen und festigte seine sakrale Erhöhung und Machtstellung.
Die concordia (Eintracht) symbolisiert das ideale, harmonische Zusammenwirken der vier Herrscher und sollte dem Reich interne Stabilität demonstrieren.
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