Examensarbeit, 2008
94 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Beschreibung der Forschungsmethodik und Untersuchungsdurchführung
2.1 Das Untersuchungsdesign
2.2 Die Auswahl geeigneter empirischer Studien
2.3 Methoden der Untersuchungsdurchführung
3 Theoretischer Begriffsrahmen: Der Zusammenhang von Bewegung und Lernen
3.1 Bewegung - Möglichkeiten einer Begriffsbestimmung
3.1.1 Bewegung als Gegenstand der Sportpädagogik
3.1.2 Zusammenfassung und Begriffsbestimmung von Bewegung
3.2 Lernen - Möglichkeiten einer Begriffsbestimmung
3.2.1 Lernen als Gegenstand der Sportpädagogik
3.2.2 Zusammenfassung und Begriffsbestimmung von Lernen
3.3 Der Zusammenhang von Bewegung und Lernen
4 Darstellung und Interpretation der Forschungsergebnisse
4.1 Einleitung in die Untersuchung der empirischen Studien
4.2 Die Kategorisierung der empirischen Studien
4.2.1 Charakterisierung der Kategorien
4.2.2 Exemplarische Beispiele der empirischen Studien für die einzelnen Kategorien
4.2.2.1 Exemplarische Studie für Kategorie I - Physiologische Voraussetzungen
4.2.2.2 Exemplarische Studie für Kategorie II - Lernvorbereitung
4.2.2.3 Exemplarische Studie für Kategorie III - Lernergebnisse
4.2.2.4 Exemplarische Studie für Kategorie IV - Persönlichkeit
4.3 Tabellarische Übersicht aller untersuchten empirischen Studien
4.4 Auswertung und Interpretation der Untersuchung
5. Pädagogische Konsequenzen der Untersuchung
Die vorliegende Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen körperlicher Bewegung und Lernprozessen im Kindes- und Jugendalter aus einer sportpädagogischen Perspektive, um zu klären, welche empirischen Studien einen Beitrag zur Aufklärung dieser Wechselwirkung leisten können.
3.1.1 Bewegung als Gegenstand der Sportpädagogik
Im physikalischen Sinne ist Bewegung eine Lage- bzw. Ortsveränderung eines Objektes im Vergleich zu seiner Umgebung. Dazu gehören auch die Komponenten Zeit, Raum und Energie um Bewegungen zu beschreiben. Bezogen auf sich entwickelnde Kinder und Jugendliche kann festgestellt werden: „Bewegung lehrt den Umgang mit Zeit, die Bewältigung von Raum und den rechten Einsatz von Energie“ (DIETRICH 2005, S. 36).
Aus sportpädagogischer Perspektive greift diese Beschreibung allerdings zu kurz, denn Bewegung hat immer ihren Sinn, ihre Beweggründe und ihre Bedeutung und ist damit intentional. Ausgehend von dieser wissenschaftstheoretischen Position wird die menschliche Bewegung aus einer „anthropologischen, phänomenologischen sowie ganzheitlichen Perspektive“ (RÖTHIG/ PROHL et al. 2003, S. 83) gedeutet. Nach Tamboer ist „Bewegung eine fachspezifische Kategorie, über die unterschiedliche Auffassungen existieren“ (TAMBOER 1979, S. 60). Um für die sport-pädagogische Perspektive dieser Untersuchung ein relevantes Begriffsverständnis des Bewegungsbegriffs zu erschließen, ist ein Überblick über die unterschiedlichen Auffassungen von Bewegung unerlässlich. Es lassen sich vier wesentliche Auffassungen von Bewegung verifizieren:
• Bewegung als existentielle Grundlage des Mensch-Seins
Alle Bewegungen werden durch den menschlichen Körper gesteuert, beeinflusst und vollzogen. Der Körper konstituiert somit unsere Existenz und ist die Basis unseres Lebens. Für die sportpädagogische Herangehensweise ist Bewegung jedoch besonders aus einer anthropologischen Perspektive heraus noch mehr:
Der Körper ermöglicht durch Bewegung, dass wir uns räumlich und zeitlich orientieren können und „integriert uns in jenes System von Situationen, Gegebenheiten, Bedingungen und Zusammenhängen, das Welt heißt“ (GRUPE 1982, S. 46).
1 Einleitung: Darstellung der Problematik von Bewegungsmangel bei Kindern und Jugendlichen sowie die Formulierung der Forschungsfrage.
2 Beschreibung der Forschungsmethodik und Untersuchungsdurchführung: Erläuterung des gewählten Forschungsdesigns der Dokumentenanalyse und der Kriterien für die Auswahl empirischer Studien.
3 Theoretischer Begriffsrahmen: Der Zusammenhang von Bewegung und Lernen: Fundierte Analyse und Begriffsbestimmung von Bewegung und Lernen sowie theoretische Einbettung in den ganzheitlichen Lernprozess.
4 Darstellung und Interpretation der Forschungsergebnisse: Kategorisierung und detaillierte Analyse der ausgewählten Studien in vier Kategorien zur Darstellung ihrer Auswirkungen auf Lernprozesse.
5. Pädagogische Konsequenzen der Untersuchung: Reflexion über die Bedeutung der Untersuchungsergebnisse für die Schulpraxis und zukünftige Forschungsansätze.
Sportpädagogik, Bewegung, Lernen, Kognitive Entwicklung, Bewegte Schule, Körperliche Aktivität, Lernvoraussetzungen, Neurodidaktik, Persönlichkeitsentwicklung, Dokumentenanalyse, Lernleistungen, Schulerfolg, Ganzheitliche Erziehung, Gesundheitsförderung, Psychomotorik
Die Arbeit beleuchtet den Zusammenhang zwischen körperlicher Bewegung und Lernprozessen bei Kindern und Jugendlichen aus sportpädagogischer Sicht.
Die Schwerpunkte liegen auf der physiologischen Bedeutung von Bewegung, den Lernvoraussetzungen, dem Einfluss auf Lernergebnisse und der Persönlichkeitsentwicklung.
Ziel ist es, empirische Belege für den Zusammenhang zwischen Bewegung und Lernen zu sichten, zu strukturieren und pädagogische Handlungsempfehlungen abzuleiten.
Die Autorin nutzt die Methode der Dokumentenanalyse, um bestehende empirische Studien systematisch zu sichten, zu kategorisieren und zu interpretieren.
Der Hauptteil analysiert den theoretischen Begriffsrahmen und stellt Forschungsergebnisse in vier Kategorien vor, die von physiologischen Voraussetzungen bis hin zur Persönlichkeitsbildung reichen.
Zentrale Begriffe sind Sportpädagogik, Bewegte Schule, ganzheitliches Lernen, kognitive Entwicklung und Bewegungsneurowissenschaft.
Lernen mit Bewegung dient eher der Herstellung lernbegünstigender Verhältnisse (z. B. durch Pausen), während Lernen durch Bewegung das Erschließen von Lerninhalten durch handelndes Tun beschreibt.
Das Konzept dient als praktisches Modell, um den Schulalltag als Lern- und Bewegungsraum ganzheitlich zu gestalten und somit den negativen Folgen von Bewegungsmangel entgegenzuwirken.
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