Doktorarbeit / Dissertation, 2008
304 Seiten, Note: 4/4
Die Dissertation analysiert die Darstellung von Gewalt in der afrikanischen Literatur, mit besonderem Fokus auf Ahmadou Kouroumas "En attendant le vote des bêtes sauvages", um aufzuzeigen, wie afrikanische Fiktion tragische Fakten kathartisch aufnimmt und als Akt des Widerstands gegen die Nachwirkungen des Kolonialismus und den Machtmissbrauch diktatorischer afrikanischer Regime seit der Unabhängigkeit fungiert.
Die Einleitung stellt die Forschungsfrage und den theoretischen Rahmen der Arbeit dar, indem sie die Rolle der afrikanischen Literatur als Widerstand gegen die Nachwirkungen des Kolonialismus und die Gewalt in postkolonialen Gesellschaften beleuchtet.
Das zweite Kapitel analysiert die Darstellung von Gewalt in "En attendant le vote des bêtes sauvages" und die Beziehung zwischen der afrikanischen Literatur und der Erfahrung der Gewalt.
Das dritte Kapitel untersucht die historische Rolle Europas in der Konstruktion von Gewalt, insbesondere im Hinblick auf die koloniale Vergangenheit und die Folgen des Ethnozentrismus und Rassismus.
Das vierte Kapitel analysiert die Gewalt in Afrika nach der Unabhängigkeit, die sowohl aus den Folgen des Kolonialismus als auch aus den Auswirkungen korrupter Regime resultiert.
Das fünfte Kapitel beleuchtet die literarischen Strategien, die von afrikanischen Autoren genutzt werden, um den Machtdiskurs zu untergraben. Hier werden die Theorien von Pierre Bourdieu und Achille Mbembe in den Kontext der afrikanischen Literatur eingeordnet.
Die Dissertation untersucht die Themen Gewalt, postkolonialismus, afrikanische Literatur, Widerstand, Macht, Subversion, Habitus, Banalität der Macht, Kolonialismus, Ethnozentrismus, Rassismus und afrikanische Regime.
Der Roman „En attendant le vote des bêtes sauvages“ thematisiert die Gewalt und den Machtmissbrauch diktatorischer Regime in Afrika nach der Unabhängigkeit.
Die Arbeit argumentiert, dass koloniale Politiken, Rassismus und die Installation korrupter Regime durch die Kolonialmächte den Grundstein für heutige Gewalt legten.
Es beschreibt die Art und Weise, wie Macht in postkolonialen Gesellschaften durch Symbole, Rituale und Gewalt in den Alltag der Menschen eindringt.
Afrikanische Fiktion nimmt tragische Fakten kathartisch auf und untergräbt offizielle Machtdiskurse durch kulturelle Subversion.
Sie erklärt, wie soziale Akteure Strategien entwickeln, die oft unbewusst und körperlich logisch auf die Gewalt ihrer sozialen Umwelt reagieren.
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