Masterarbeit, 2022
68 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
1.1 Relevanz des Themas
1.2 Problemstellung und Zielsetzung
1.3 Aufbau der Arbeit
2. Die Europäische Zentralbank (EZB)
2.1 Historie und Struktur der Europäischen Zentralbank
2.1.1 Grundlagen der europäischen Wirtschafts- und Währungsunion
2.1.2 Konvergenzkriterien zum Beitritt
2.1.3 Organisatorischer Aufbau der Europäischen Zentralbank
2.2 Grundsätze, Aufgaben und Zielstellung der EZB
2.2.1 Unabhängigkeit
2.2.2 Preisniveaustabilität
2.2.3 Grundlegende Aufgaben der EZB
2.3 Geldpolitische Instrumente
2.3.1 Mindestreserve
2.3.2 Offenmarktpolitik
2.3.3 Ständige Fazilitäten
3. Die Geldpolitik und Geldmarktsteuerung der EZB von 2008 bis 2021
3.1 Unkonventionelle Maßnahmen der EZB
3.2 Konventionelle Maßnahmen der EZB
3.3 Geldmarktsteuerung
3.3.1 Tagessatz als operatives Ziel
3.3.2 Taylor Rule
3.3.3 Transmissionsmechanismen der Geldpolitik
3.3.4 Transmissionsprobleme in der Europäischen Währungsunion
4. Wirtschaftliche Ungleichheit
4.1 Definition und Ebenen wirtschaftlicher Ungleichheit
4.1.1 Einkommensungleichheit
4.1.2 Vermögensungleichheit
4.2 Statistische Ungleichheitsmaße
4.2.1 Gini Koeffizient
4.2.2 Theil Index
5. Folgen der expansiven Geldpolitik der EZB seit 2008
5.1 Auswirkungen auf die wirtschaftliche Ungleichheit der Euro Zone
5.1.1 Finanzmarktwirtschaftliche Entwicklung
5.1.1.1 Geldmarkt
5.1.1.2 Anleihenmarkt
5.1.1.3 Aktienmarkt
5.1.1.4 Immobilienmarkt
5.1.2 Realmarktwirtschaftliche Entwicklung
5.1.2.1 Konjunktur
5.1.2.2 Arbeitsmarkt
5.1.2.3 Preisniveaustabilität
5.2 Auswirkungen auf die wirtschaftliche Ungleichheit innerhalb der Euro Zone
5.2.1 Auswirkungen auf die Einkommensverteilung
5.2.2 Auswirkungen auf die Vermögensverteilung
6. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen der Entwicklung wirtschaftlicher Ungleichheit in der Euro Zone und der expansiven Geldpolitik der Europäischen Zentralbank seit der Finanz- und Wirtschaftskrise 2008. Das Ziel ist zu analysieren, ob die Geldpolitik der EZB zur Veränderung der Einkommens- und Vermögensverteilung innerhalb der Währungsunion beigetragen hat.
3.2 Konventionelle Maßnahmen der EZB
Die konventionellen Maßnahmen der EZB reichten während und nach der Weltfinanzkrise nicht mehr aus, um die Finanzmärkte zu stabilisieren und dem Marktversagen des Interbankenmarktes gegenzusteuern. Dennoch waren sie Grundlage für die unkonventionellen Maßnahmen und fokussierten sich insbesondere auf den Leitzins.
Alleine zwischen Juli 2008 und Mai 2009 wurde der Leitzins von 4,25 % auf 1,00 % gesenkt (Abb. 3). Dieses historisch niedrige Niveau lieferte die Basis für die Stabilisierung des Preisniveaus. Außerdem beschloss die EZB den Mindestreservesatz 2012 von 2 % auf 1 % zu senken, was einen weiteren Schritt zur Erleichterung der Kreditvergabe darstellte. Begründet wurde dieses Vorgehen über die Vollzuteilung der Refinanzierungsgeschäfte und die daraus resultierenden veränderten Umstände. Als die Inflationsrate in den Jahren 2011 bis 2015 wieder abflachte (Abb. 11), wurde der Zinskanal komplett ausgeschöpft und weitere Zinssenkungen unternommen. Die Inflationsrate sollte dem übergeordneten Ziel von 2 % durch die Leitzinssenkung auf 0 % wieder näherkommen (Abb. 11). Darüber hinaus hat die EZB im Rahmen der ständigen Fazilitäten im Juni 2014 Negativzinsen auf Einlagenfazilitäten beschlossen. Dadurch werden die Reserveguthaben der Geschäftsbanken, die das Mindestreserve-Soll überschreiten, mit diesen Negativzinsen unterlegt. Dieser außergewöhnliche Schritt sorgte für Kritik.
1. Einleitung: Dieses Kapitel motiviert die Relevanz des Themas, stellt die zentrale Forschungsfrage und gibt einen Überblick über den Aufbau der Arbeit.
2. Die Europäische Zentralbank (EZB): Es erfolgt eine detaillierte Darstellung der Historie, Struktur und der geldpolitischen Instrumente der EZB.
3. Die Geldpolitik und Geldmarktsteuerung der EZB von 2008 bis 2021: In diesem Teil werden sowohl unkonventionelle als auch konventionelle Maßnahmen sowie die Mechanismen der Geldmarktsteuerung erläutert.
4. Wirtschaftliche Ungleichheit: Hier werden der Begriff der Ungleichheit definiert und die methodischen Grundlagen zur statistischen Bewertung mittels Gini-Koeffizient und Theil-Index hergeleitet.
5. Folgen der expansiven Geldpolitik der EZB seit 2008: Das Kapitel analysiert die konkreten Auswirkungen der Geldpolitik auf Finanzmärkte, Realwirtschaft und die Verteilung von Einkommen und Vermögen.
6. Fazit: Zusammenfassung der wichtigsten Erkenntnisse und Beantwortung der zentralen Forschungsfrage zur Korrelation zwischen EZB-Geldpolitik und wirtschaftlicher Ungleichheit.
Europäische Zentralbank, Geldpolitik, expansive Geldpolitik, Euro Zone, Wirtschaftliche Ungleichheit, Einkommensungleichheit, Vermögensungleichheit, Transmissionsmechanismen, Leitzins, Finanzkrise, Konvergenzkriterien, Stabilitäts- und Wachstumspakt, Geldmarktsteuerung, Gini-Koeffizient.
Die Arbeit beleuchtet den Zusammenhang zwischen der Geldpolitik der EZB von 2008 bis 2021 und der Entwicklung der wirtschaftlichen Ungleichheit in der Euro Zone.
Die zentralen Felder sind die Struktur und die Instrumente der EZB, die geldpolitische Steuerung während der Krisenjahre sowie die statistische Erfassung von Einkommens- und Vermögensverteilung.
Die Forschungsfrage lautet, ob die expansive Geldpolitik der EZB zu einer messbaren Vergrößerung der wirtschaftlichen Ungleichheit innerhalb der Euro Zone geführt hat.
Die Arbeit nutzt eine Zusammenhanganalyse, die theoretische Grundlagen der EZB-Geldpolitik mit statistischen Kennzahlen zur Ungleichheit sowie empirischen Transmissionsmessen verknüpft.
Der Hauptteil analysiert die konventionellen und unkonventionellen Maßnahmen (wie Quantitative Easing), deren Transmissionswege über Zins-, Banken- und Vermögenskanäle sowie deren jeweilige Wirkung auf die Realwirtschaft.
Wichtige Begriffe sind EZB, expansive Geldpolitik, Transmissionsmechanismen, Wirtschaftsungleichheit, Gini-Koeffizient und Preisniveaustabilität.
Nein, das Fazit der Analyse zeigt, dass die Politik im untersuchten Zeitraum zu keiner signifikanten Vergrößerung der Einkommensungleichheit innerhalb der Euro Zone geführt hat.
Die Analyse zeigt, dass insbesondere vermögende Haushalte und jene mit mittlerem bis hohem Vermögen durch die expansiven Maßnahmen und die damit verbundenen steigenden Preise bei Vermögenswerten (Aktien, Immobilien) profitiert haben, was die Vermögensungleichheit verstärkte.
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