Examensarbeit, 2021
116 Seiten, Note: 1,3
A PROBLEMSTELLUNG UND AUFBAU DER ARBEIT
1 GEGENSTAND DER ARBEIT
2 ZIELSETZUNG DER ARBEIT
3 AUFBAU DER ARBEIT
B THEORETISCHE GRUNDLAGEN DER FALLANALYSE
1 DIE AUDIOVISUELLE ÜBERSETZUNG
1.1 AUDIOVISUELLES ÜBERSETZEN ALS WISSENSCHAFT
1.2 MODALITÄTEN DER AUDIOVISUELLEN ÜBERSETZUNG ALS LÄNDERSPEZIFISCHE TRADITIONEN IN EUROPA
1.2.1 Untertitelungsländer
1.2.2 Synchronisationsländer
1.2.3 Synchronisation versus Untertitelung
1.3 RESTRIKTIONEN DER AUDIOVISUELLEN ÜBERSETZUNG
2 MEHRSPRACHIGKEIT IM AUSGANGSTEXT
2.1. BEGRIFFSBESTIMMUNG MEHRSPRACHIGKEIT
2.2 MEHRSPRACHIGKEIT IN FILMEN
2.2.1 Funktionen von Mehrsprachigkeit in Filmen
2.2.2 Mehrsprachigkeit und Code-Switching in Filmen
2.2.3 Spanisch und Quechua als Filmsprachen
2.2.4 Übersetzung und Kultur
3 MEHRSPRACHIGKEIT ALS HERAUSFORDERUNG
3.1 STRATEGIEN DER ÜBERSETZUNG VON L3-SEGMENTEN
3.2 TECHNIKEN BEI DER ÜBERSETZUNG VON L3-SEGMENTEN
3.3 MODALITÄTEN BEI DER ÜBERSETZUNG VON L3-SEGMENTEN
C FALLANALYSE DORA AND THE LOST CITY OF GOLD
1 MOTIVATION
2 KONTEXTUALISIERUNG UND INHALTSANGABE
2.1 KONTEXTUALISIERUNG DORA AND THE LOST CITY OF GOLD
2.2 INHALTSANGABE DORA AND THE LOST CITY OF GOLD
1 METHODOLOGIE UND KORPUS DER ANALYSE
1.1 METHODOLOGIE
1.2 KORPUS
2 UNTERSUCHUNG DER FREMDSPRACHLICHEN ELEMENTE
2.1 DARSTELLUNG DER L3 IN DORA AND THE LOST CITY OF GOLD
2.1.1 Spanisch
2.1.2 Quechua im Film
2.2 UMGANG MIT L3 BEI DER ÜBERTRAGUNG IN DIE ZIELSPRACHEN
2.2.1 Spanisch
2.2.2 Quechua
3 SPRACHE, KULTUR UND IDENTITÄT
4 (SPRACHLICH-KULTURELLE) DIVERSITÄT IN HOLLYWOODFILMEN
FAZIT UND AUSBLICK
BIBLIOGRAPHIE UND FILMOGRAPHIE
Ziel der Arbeit ist es, am Beispiel des Hollywood-Familienfilms "Dora and the Lost City of Gold" zu untersuchen, wie fremdsprachliche Elemente im Original und in den synchronisierten Fassungen (Deutsch, Italienisch, Spanisch, Französisch) behandelt werden. Dabei wird die Filmübersetzung als interdisziplinäres Forschungsfeld beleuchtet, das soziolinguistische, medienwissenschaftliche und interkulturelle Fragestellungen vereint, insbesondere im Hinblick auf Diversitätsbestrebungen in der modernen Filmproduktion und deren Auswirkungen auf die Sprachidentität der Rezipienten.
Die audiovisuelle Übersetzung als interdisziplinäres Forschungsfeld
Audiovisuelle Medien sind zu einem wichtigen Bestandteil der Unterhaltung, der Informationsübertragung und nicht zuletzt der Ausprägung von kulturellen Identitäten geworden. Die Ausprägung der neuen Formen medialer beziehungsweise multimedialer Kommunikationsformen beschäftigt seit Jahrzehnten auch den Bereich der Übersetzungswissenschaft (oder Translatologie) und werden zu ihrem Gegenstand. „Translation bedeutet, Fremdes zugänglich zu machen, Distanz und Alterität für ein Publikum, das eine Mitteilung, eine Äußerung, einen Text nicht verstehen kann, zu überwinden“ (Sandrini 2011: 1095). Die Filmübersetzung als Teil der Übersetzungswissenschaft mittels beispielsweise Synchronisation oder Untertitelung stellt spezifische Anforderungen und ist ein übersetzungsstrategisches und -methodisches Problem, das in der Wissenschaft zunehmend an Interesse gewinnt. Das kann besonders bei mehrsprachigen audiovisuellen Texten beobachtet werden.
Innerhalb dieser speziellen Textsorte sind es die fremdsprachlichen Segmente, deren Übertragung in andere Sprachen nicht nur eine zunehmend stärkere Herausforderung an den Übersetzer darstellen, sondern zudem von interdisziplinärem beziehungsweise multidisziplinärem Interesse sind (vgl. di Giovanni/Orero/Agost 2012: 9-22), denn die „[audiovisuelle] Translation [… ist] ein vielschichtiges multidimensionales Phänomen […], das Sprache und Kultur in Situation und im Vergleich aufeinander bezieht“ (Sandrini 2011: 1100). Die Gegenwärtigkeit der Mehrsprachigkeit in den nationalen und internationalen Medien und die Forschung diesbezüglich spiegelt die Notwendigkeit wider, Sprache als Teil der Kultur wahrzunehmen, weil sie Identität schafft. Es gibt keine Sprache ohne Kultur und keine Kultur ohne Sprache, denn die Sprache beeinflusst die spezifische Wahrnehmung von Lebenswirklichkeit. Ein reflektierter Umgang mit Mehrsprachigkeit stellt somit eine Bereicherung für jeden Einzelnen und jede Einzelne sowie für die ganze Gesellschaft dar.
1 Gegenstand der Arbeit: Einführung in die Bedeutung und Herausforderungen audiovisueller Medien sowie deren Rolle in der Übersetzungswissenschaft im Kontext von Mehrsprachigkeit.
2 Zielsetzung der Arbeit: Darlegung des Falls "Dora and the Lost City of Gold" zur Untersuchung von Strategien im Umgang mit fremdsprachlichen Segmenten unter Berücksichtigung von Diversitätsaspekten.
3 Aufbau der Arbeit: Überblick über die methodische Struktur, von der theoretischen Fundierung bis zur korpusbasierten Analyse und dem abschließenden Fazit.
1 Die audiovisuelle Übersetzung: Theoretische Einordnung der AVÜ als Disziplin, inklusive Abgrenzung von Modalitäten und Erläuterung der gängigen Verfahren wie Synchronisation und Untertitelung.
2 Mehrsprachigkeit im Ausgangstext: Analyse der soziolinguistischen Bedeutung von Mehrsprachigkeit, Code-Switching und der speziellen Verwendung von Spanisch und Quechua im Film.
3 Mehrsprachigkeit als Herausforderung: Erörterung der Strategien und Techniken, die Übersetzer bei der Behandlung multikultureller und multilingualer Texte anwenden müssen.
C Fallanalyse Dora and the Lost City of Gold: Praktische Anwendung der Theorie auf den ausgewählten Film mit Fokus auf die Motivation der Korpuswahl und Kontextualisierung.
1 Methodologie und Korpus der Analyse: Beschreibung des wissenschaftlichen Vorgehens bei der Datenerhebung des Korpus und der anschließenden Untersuchung der L3-Elemente.
2 Untersuchung der fremdsprachlichen Elemente: Detailreichste Analyse der Darstellung und Übertragung von Spanisch und Quechua in die Zielsprachen sowie die Rolle der Schauspieler.
3 Sprache, Kultur und Identität: Reflexion über die Interdependenz von Sprache, kultureller Identität und deren Sichtbarmachung in Mainstream-Hollywoodproduktionen.
4 (Sprachlich-kulturelle) Diversität in Hollywoodfilmen: Kritische Auseinandersetzung mit der Repräsentation ethnischer Minderheiten in der US-amerikanischen Filmindustrie.
Audiovisuelle Übersetzung, Synchronisation, Untertitelung, Mehrsprachigkeit, Code-Switching, Dora and the Lost City of Gold, Spanisch, Quechua, Sprachkontakt, Kulturelle Identität, Diversität, Hollywood, Übersetzungsstrategien, Translatologie, Filmübersetzung.
Die Arbeit untersucht den Übersetzungsumgang mit fremdsprachlichen Elementen in mehrsprachigen Filmen am Beispiel des Hollywood-Films "Dora and the Lost City of Gold".
Die zentralen Themen sind audiovisuelle Übersetzung, die soziolinguistische Untersuchung von Mehrsprachigkeit, Code-Switching sowie Fragen der kulturellen Repräsentation und Diversität in Hollywood.
Das Ziel ist es, Strategien und Techniken der Translation von L3-Segmenten (Fremdsprachen innerhalb eines Films) zu identifizieren und deren Auswirkungen auf die Sprachidentität und Authentizität zu evaluieren.
Die Autorin verwendet eine deskriptive, korpusbasierte Analyse, in der sie gezielt fremdsprachige Szenen im Original und deren Entsprechungen in vier Zielsprachen vergleicht.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung zur audiovisuellen Übersetzung, Mehrsprachigkeit und Kultur sowie eine detaillierte praktische Fallanalyse des gewählten Films.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Audiovisuelle Übersetzung, Mehrsprachigkeit, Code-Switching, Kulturelle Identität und Übersetzungsstrategien charakterisieren.
Quechua bleibt in allen untersuchten Synchronfassungen als Original-Audiospur erhalten und wird lediglich durch Untertitel oder Metakommunikation für das Publikum verständlich gemacht, um die Authentizität zu wahren.
Wörter wie verschiedene Essensbezeichnungen oder spezifische Begriffe werden oft nicht übersetzt, um das kulturelle Lokalkolorit zu erhalten und eine humoristische Wirkung oder Identifikation zu erzielen.
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