Diplomarbeit, 2023
48 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
1.1 Hinführung zum Thema
1.2 Zielsetzung und Aufbau
2 Demografischer Wandel
2.1 Entwicklung in Deutschland – Von der Pyramide zur Urne
2.2 Herausforderung für die Personalwirtschaft
2.2.1 Fachkräftemangel
2.2.2 Ende des Generationenvertrags?
3 Age – Management als Gegenmaßnahme
3.1 Allgemeines
3.1.1 Bedeutung
3.1.2 Definition der Zielgruppe
3.2 Gesundheitsmanagement – Arbeit und Gesundheit
3.2.1 Arbeitsfähigkeit
3.2.2 Gesundheitsförderung vs. BGM
3.2.2.1 Sinn und Zweck
3.2.2.2 Gesundheitsförderung
3.2.2.3 Betriebliches Gesundheitsmanagement
3.2.3 Rechtlicher Rahmen durch das ArbSchG
3.2.4 Betriebliches Eingliederungsmanagement
3.3 Altersgerechte Personalführung
3.3.1 Relevanz einer altersgerechten Führung
3.3.2 Lebensphasen im Wandel
3.3.3 Veränderte Werte und Bedürfnisse
3.3.4 Altersstereotypen
3.3.5 Motivation
3.3.6 Altersgemischte Teams
3.4 Altersgerechte Arbeitszeitgestaltung
3.5 Lebenslanges Lernen
3.5.1 Notwendigkeit
3.5.2 Kompetenzen entwickeln
3.5.3 Wissenstransfer
4 Fazit
Die Arbeit untersucht, ob die Implementierung von Age-Management eine effektive Strategie für Unternehmen darstellt, um den personalwirtschaftlichen Herausforderungen des demografischen Wandels – insbesondere dem Fachkräftemangel – zu begegnen.
3.1.2 Definition der Zielgruppe
Um eine richtige Anwendung von Age-Management gewährleisten zu können, muss zunächst bestimmt werden, wer in seinen Wirkungsbereich fallen soll. Auf eine eindeutige Definition eines „älteren Arbeitnehmers“ konnte sich die gängige Literatur bisher nicht einigen. Für die OECD sind es die Personen, „die in der zweiten Hälfte ihres Berufslebens stehen, aber das Pensionsalter noch nicht erreicht haben und noch gesund, das heißt arbeitsfähig sind“. Für die EU-Kommission hingegen reicht es das 55. Lebensjahr zu überschreiten, um zur älteren Belegschaft zu gehören.
Hinzu kommt, dass das Alter anhand verschiedener Kriterien wie die Branche oder die Art der Tätigkeit unterschiedlich ausgelegt werden kann. Im Bereich des Profi-Fußballs würde ein 30-jähriger Spieler beispielsweise bereits als „alt“ bezeichnet werden, wohingegen derselbige in der Funktion eines Managers wiederum als sehr jung angesehen werden kann. Dieses Dilemma zeigt auf, dass eine pauschale Begriffsdefinition daher niemals allen Einzelfällen gerecht werden kann. Der Altersbegriff erstreckt sich über das chronologische Alter, welches die Zeitspanne ab der Geburt an bezeichnet, hinaus.
Eine andere Betrachtungsweise wird mit dem subjektiven Alter impliziert. Dieses zielt auf das eigene Empfinden einer Person ab, sich mit einem Lebensalter zu identifizieren. Das chronologische und das subjektive Alter können unterschiedlich hoch sein. In Unternehmen, in denen die Belegschaft überwiegend durch ein jüngeres subjektives Alter gekennzeichnet ist, kann eine höhere Produktivität nachgewiesen werden wie in Unternehmen mit einem höheren subjektiven Alter. Somit macht es für Unternehmen Sinn auch dieses im Blick zu halten, denn im Gegensatz zum chronologischen Alter lässt es sich durch spezifische Förderungen nach unten oder nach oben lenken. Insgesamt wird vor diesem Hintergrund deutlich, dass es wenig zweckmäßig ist, bestimmte Altersgruppen anhand des chronologischen Alters aus der Zielgruppe auszugrenzen. Der Fokus sollte vielmehr darauf liegen, jede Altersgruppe entsprechend ihrer Stärken in die Arbeitsorganisation einzubinden. Um dennoch eine grobe Vorstellung über einen älteren Arbeitnehmer im Unterschied zu den jüngeren zu haben, wird sich für die weitere Diplomarbeit auf die Definition der OECD gestützt.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den demografischen Wandel als zentrale Herausforderung für die Wirtschaft, skizziert die Problematik des Fachkräftemangels und definiert die Zielsetzung sowie die methodische Vorgehensweise der Arbeit.
2 Demografischer Wandel: Das Kapitel analysiert die demografische Entwicklung in Deutschland, insbesondere den Übergang von der Bevölkerungspyramide zur Urnenform und die daraus resultierenden Herausforderungen für die Personalwirtschaft, wie den Fachkräftemangel und die Stabilität des Generationenvertrags.
3 Age – Management als Gegenmaßnahme: Dieser Hauptteil widmet sich dem Age-Management als zentralem Lösungsansatz. Er umfasst dabei Themen wie Gesundheitsmanagement, altersgerechte Personalführung, Arbeitszeitgestaltung und die Bedeutung des lebenslangen Lernens.
4 Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und bestätigt die Relevanz von Age-Management als individuelles und notwendiges Instrument zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen vor dem Hintergrund des demografischen Wandels.
Age-Management, demografischer Wandel, Fachkräftemangel, Personalwirtschaft, Arbeitsfähigkeit, Betriebliches Gesundheitsmanagement, BGM, Gesundheitsförderung, Personalführung, Lebenslanges Lernen, Altersstrukturanalyse, Generationenvertrag, Arbeitszeitgestaltung, Altersstereotypen.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, ob "Age-Management" ein geeignetes Instrument für Unternehmen ist, um den personalpolitischen Risiken zu begegnen, die durch den demografischen Wandel, wie z.B. den Fachkräftemangel, entstehen.
Die Arbeit deckt schwerpunktmäßig die Bereiche Gesundheitsmanagement, altersgerechte Führung, Arbeitszeitmodelle sowie Kompetenzentwicklung und lebenslanges Lernen ab.
Ziel ist es zu ergründen, ob durch die Implementierung von Age-Management-Maßnahmen die Risiken für die Personalpolitik, die sich aus der demografischen Entwicklung in Deutschland ergeben, wirksam abgemildert werden können.
Die Autorin nutzt eine systematische Literaturrecherche, bei der einschlägige Fachliteratur zusammengetragen und analysiert wird, um die verschiedenen Aspekte des Age-Managements zu beleuchten.
Der Hauptteil gliedert sich in die Bereiche Gesundheitsmanagement (inklusive rechtlicher Rahmenbedingungen), Instrumente der altersgerechten Personalführung, verschiedene Arbeitszeitmodelle sowie Ansätze zur Förderung und zum Wissenstransfer in alternden Belegschaften.
Die Arbeit wird durch zentrale Begriffe wie Age-Management, demografischer Wandel, Fachkräftemangel, Betriebliches Gesundheitsmanagement, Arbeitsfähigkeit und altersgerechte Führung geprägt.
Das chronologische Alter beschreibt die Zeitspanne ab der Geburt, während das subjektive Alter das persönliche Empfinden einer Person widerspiegelt, sich mit einem bestimmten Alter zu identifizieren, was laut Arbeit durch gezielte Förderung positiv beeinflusst werden kann.
Der Ansatz der Salutogenese wird genutzt, da er sich auf die Faktoren konzentriert, die einen Menschen gesund erhalten, und damit den Fokus von der reinen Krankheitsbekämpfung (Pathogenese) auf präventive und resilienzstärkende Maßnahmen verschiebt.
Altersgemischte Teams bergen ein hohes Erfolgspotenzial, da sie den Wissensaustausch zwischen verschiedenen Generationen fördern und es ermöglichen, unterschiedliche Stärken und Perspektiven für die Problemlösung im Arbeitsalltag zu nutzen.
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