Masterarbeit, 2023
85 Seiten
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung
1.3 Aufbau der Arbeit
2 Grundlagen des Selbstwirksamkeitskonzeptes
2.1 Allgemeine Selbstwirksamkeitserwartung
2.1.1 Historische Entwicklung
2.1.2 Allgemeine und spezifische Selbstwirksamkeitserwartung
2.2 Spezifische Selbstwirksamkeitserwartung von Schülerinnen und Schülern im schulischen Kontext
2.3 Definition und Abgrenzung des Begriffs
2.4 Quellen der Entstehung der Selbstwirksamkeitserwartung
2.4.1 Eigene Handlungserfahrung
2.4.2 Stellvertretende Erfahrungen
2.4.3 Verbale Äußerungen
2.4.4 Emotionale Erregung
2.4.5 Beeinflussungen
3 Schulnoten
4 Status Quo der Forschung
5 Zusammenhang von Selbstwirksamkeitserwartungen und Schulnoten
5.1 Methodik
5.2 Erhebungsinstrument
5.3 Charakteristik der Stichprobe
5.4 Ergebnisse der empirischen Erhebung und Analyse
5.5 Analyse, Interpretation und Handlungsanleitungen
5.6 Limitationen
6 Conclusio und Ausblick
Diese Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen der Selbstwirksamkeitserwartung (SWE) von Schülerinnen und Schülern und deren schulischen Leistungen, insbesondere in kaufmännischen Fächern. Ziel ist es, auf Basis einer quantitativen Befragung zu klären, inwiefern spezifische schulbezogene Kompetenzüberzeugungen mit Schulnoten korrelieren und welche Implikationen sich daraus für die pädagogische Praxis ableiten lassen.
2.4.1 Eigene Handlungserfahrung
Die eigenen Handlungserfahrungen sind die in der Vergangenheit erlebten Erfolge oder Misserfolge, die einen selbst betreffen. Erfolge wirken sich positive auf die Bildung von SWE aus, wohingegen sich Misserfolge negativ auf ebendiese auswirken. Wir bereits erläutert, stellen diese tatsächlich erlebten Handlungserfahrungen den wirksamsten Aspekt zur Bildung von SWE dar (Bund 2001).
Ein Beispiel hierfür ist eine Schülerin oder ein Schüler, welche(r) während der schulischen Laufbahn feststellt, dass sie bzw. er gute Noten in Mathematik und Naturwissenschaften schreibt, wohingegen sich Fremdsprachen, Grammatik und Vokabellernen als Problemfächer herausstellen. Diese Schülerin oder dieser Schüler wird aufgrund der eigenen Handlungserfahrungen verallgemeinernd annehmen, dass ihre bzw. seine Kompetenzen in Mathematik und Naturwissenschaften höher sind als in Fremdsprachen, Grammatik und Vokabellernen, wodurch auch die Selbstwirksamkeitserwartung in den ersteren beiden höher ausfällt. Aufgaben im mathematisch-naturwissenschaftlichen Bereich wird sie oder er aufgeschlossener und motivierter angehen (Bäßler 1997).
Eigene Handlungserfahrungen wirken sich allerdings nicht zwingend erhöhend auf die SWE aus. Die Interpretation und Gewichtung von weiteren Einflussfaktoren, welche kognitiv durch die Person erfolgt, müssen mit berücksichtigt werden, da weitere Sachverhalte an der Bewältigung der oder des Scheiterns an der Aufgabe Einfluss nehmen. Außerdem wirken sich weitere Einflussfaktoren wie beispielsweise die eingesetzte Anstrengung, der gefühlte Schwierigkeitsgrad der Aufgabe sowie die Konsistenz der vorherigen Leistungsergebnisse auf die Bildung von SWE aus. Einfach erzielte Erfolge führen zu einem unsicheren Bild der eigenen Fähigkeiten, welches bei negativen Erfahrungen leicht erschüttert wird. Im Gegensatz dazu werden besonders robuste Selbstwirksamkeitserwartungen gebildet, wenn auftretende Hindernisse und Schwierigkeiten durch Anstrengung sowie Ausdauer überwunden werden können (Bund 2001).
1 Einleitung: Beschreibt die Relevanz der Qualitätssicherung im Schulwesen und führt die Forschungsfrage zu Selbstwirksamkeit und Schulerfolg ein.
2 Grundlagen des Selbstwirksamkeitskonzeptes: Erläutert das theoretische Konstrukt nach Bandura sowie die vier Quellen der Entstehung von Selbstwirksamkeit.
3 Schulnoten: Analysiert die Funktion und Problematik von Schulnoten als Indikatoren für Bildungserfolg und Selektion.
4 Status Quo der Forschung: Gibt einen Überblick über den aktuellen wissenschaftlichen Stand zu Selbstwirksamkeit und Lernmotivation.
5 Zusammenhang von Selbstwirksamkeitserwartungen und Schulnoten: Stellt das methodische Design, die Stichprobe und die statistischen Korrelationen zwischen SWE und Noten dar.
6 Conclusio und Ausblick: Fasst die Ergebnisse der empirischen Studie zusammen und diskutiert Implikationen für die weitere Forschung.
Selbstwirksamkeitserwartung, SWE, Schulerfolg, Schulnoten, pädagogische Psychologie, Lernmotivation, Handlungsfähigkeit, kaufmännische Bildung, quantitative Befragung, Kompetenzüberzeugung, Schüler, Unterricht, Leistungsbeurteilung, schulbezogene Selbstwirksamkeit, Korrelationsanalyse.
Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen der Selbstwirksamkeitserwartung (SWE) und den schulischen Leistungen von Schülern einer österreichischen Handelsakademie.
Die Arbeit befasst sich mit der psychologischen Theorie der Selbstwirksamkeit, der Bedeutung von Schulnoten als Selektionsinstrument und der empirischen Messung von Korrelationen zwischen psychologischen Überzeugungen und akademischen Leistungen.
Die leitende Fragestellung lautet: „Welche Zusammenhänge bestehen zwischen den Selbstwirksamkeitserwartungen von Schülerinnen und Schülern und ihren Schulnoten?“
Die Arbeit nutzt eine quantitative Befragung mittels bewährter Fragebögen (WIRKALL und WIRKSCHUL), um mittels Korrelationsanalyse nach Pearson Daten über Selbstwirksamkeit und Schulnoten zu vergleichen.
Der Hauptteil widmet sich der empirischen Untersuchung, der Charakteristik der Stichprobe von 121 Schülern sowie der detaillierten statistischen Analyse der Korrelationen in verschiedenen Schulfächern.
Die Kernbegriffe sind Selbstwirksamkeitserwartung (SWE), Schulerfolg, Schulnoten, pädagogische Psychologie und Korrelationsanalyse.
Die Studie konnte zeigen, dass die allgemeine SWE nicht signifikant mit den Noten korreliert, während die schulbezogene (spezifische) SWE einen signifikanten und zum Teil mittelstarken Zusammenhang aufweist.
Der Autor empfiehlt, gezielt die schulbezogene Selbstwirksamkeit durch pädagogische Interventionen zu fördern, da insbesondere hier ein positiver Zusammenhang zur Leistungsverbesserung empirisch belegbar ist.
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