Examensarbeit, 2002
83 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Die Bedeutung der Ernährung im Rahmen eines gesunden Lebensstils im Kindes- und im Jugendalter
2.1 Die Bedeutung verschiedener Nährstoffe für das Kind und den Jugendlichen
2.1.1 Eiweiß
2.1.2 Fett
2.1.3 Kohlenhydrate
2.1.4 Vitamine
2.1.5 Mineralstoffe und Spurenelemente
2.1.6 Ballaststoffe
2.1.7 Wasser
2.2 Der Ernährungskreis
2.2.1 Gruppe 1: Getreide, Getreideprodukte, Kartoffeln, Kartoffelprodukte
2.2.2 Gruppe 2: Gemüse und Hülsenfrüchte
2.2.3 Gruppe 3: Obst
2.2.4 Gruppe 4: Getränke
2.2.5 Gruppe 5: Milch und Milchprodukte
2.2.6 Gruppe 6: Fleisch, Wurst, Fisch und Eier
2.2.7 Gruppe 7: Fette und Öle
2.3 Die Bedeutung der einzelnen Mahlzeiten im Kindes- und Jugendalter
2.3.1 Das Frühstück
2.3.2 Die erste Zwischenmahlzeit: Das Frühstück in der Schule
2.3.3 Die zweite Zwischenmahlzeit: Der Nachmittagsimbiss
2.3.4 Das Mittag- und das Abendessen: Eine warme Mahlzeit und eine Brotmahlzeit
2.4 Spezielle Kinderlebensmittel und die Nährstoffanreicherung in der Ernährung von Heranwachsenden
2.5 Die Vor- und Nachteile einer vegetarischen Ernährung für Kinder und Jugendliche
2.6 Verschiedene ernährungsbedingte Krankheiten im Kindes- und Jugendalter als Folge einer Fehlernährung
2.6.1 Karies
2.6.2 Das Übergewicht
2.6.3 Bluthochdruck
2.6.4 Erhöhter Cholesterinspiegel
2.6.5 Diabetes
3. Das Rauchen im Kindes- und Jugendalter
3.1 Die gesundheitlichen Folgen des Passivrauchens
3.2 Die gesundheitlichen Auswirkungen des Rauchens
3.3 Primärprävention für Kinder und Jugendliche
4. Der Konsum von Alkohol im Kindes- und Jugendalter
4.1 Die gesundheitlichen Auswirkungen des Alkoholkonsums bei Kindern
4.2 Die gesundheitlichen Folgen des Konsums von Alkohol bei Jugendlichen
4.3 Primärprävention für Kinder und Jugendliche
5. Die Bedeutung von Bewegung im Rahmen eines gesunden Lebensstils im Kindes- und im Jugendalter
5.1 Die Bedeutung von Bewegung, Sport und Spiel für die kindliche Entwicklung
5.2 Der Bewegungsmangel als ein gesundheitliches Risiko im Kindesalter
5.3 Die gesundheitliche Bedeutung von Bewegung und Sport im Jugendalter
5.4 Das Sport- und Bewegungsverhalten im Kindes- und im Jugendalter – Über die aktuelle Lage
5.5 Der Sportunterricht und das sportliche Training in der Freizeit aus sportmedizinischer Sicht
5.6 Das Konzept der „Bewegten Schule“
6. Übergewicht bei Kindern und Jugendlichen - Der Einfluss von Fernsehgewohnheiten
7. Schlussbetrachtung
Diese Arbeit untersucht den Einfluss der Lebensstilfaktoren Ernährung und Bewegung auf die Gesundheit von Kindern und Jugendlichen, um aufzuzeigen, wie ein ausgewogener Lebensstil präventiv gegen Zivilisationskrankheiten wirkt.
2.1.2 Fett
Fett ist der Nährstoff, welcher die meiste Energie liefert. Ein Gramm Fett liefert doppelt so viel Energie wie Eiweiß oder Kohlenhydrate. Überschüssiges Fett, welches nicht als Energie verbraucht wird, speichert der Organismus als Körperfett.
Die Fette sind neben den Kohlenhydraten die wichtigsten Energieträger. Gesättigte Fettsäuren finden sich vorwiegend in tierischen Lebensmitteln als auch in gehärteten Pflanzenfetten. Bestimmte gesättigte Fettsäuren erhöhen die Konzentration des Cholesterins im Blut. Einfach und mehrfach ungesättigte Fettsäuren haben dagegen eine cholesterinsenkende Wirkung. Einige der mehrfach ungesättigten Fettsäuren kann der menschliche Organismus nicht selbst synthetisieren. Als essentielle Fettsäuren müssen sie daher mir der Nahrung aufgenommen werden.
Bei insgesamt nicht mehr als 30 Prozent der Gesamtkalorien in Form von Fett sollten je zehn Prozent durch gesättigte, einfach ungesättigte und mehrfach ungesättigte Fettsäuren gedeckt werden.
Der Fettkonsum in den Industrieländern ist generell mit mehr als 40 Kalorienprozent zu hoch. Zudem werden überwiegend gesättigte Fettsäuren, also den Cholesterin erhöhende Fettsäuren, verzehrt. In der DONALD-Studie, der Dortmund Nutritional and Anthropometric Longitudinally Designed-Study, durchgeführt vom Forschungsinstitut für Kinderernährung in Dortmund, wurde festgestellt, dass Kinder und Jugendliche im Rahmen der Familienernährung zu viel Fett und gesättigte Fettsäuren aufnehmen, etwa 130 Gramm pro Tag. Das ist deutlich zu hoch. Die Empfehlung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung liegt bei 60 bis maximal 80 Gramm pro Tag. Somit sind laut mehrerer Ernährungsberichte mehr als 20 Prozent der Schüler in Deutschland übergewichtig. Da nach wissenschaftlichen Erkenntnissen ausschließlich Nahrungsfett in Depotfett umgewandelt wird, ist auf eine frühzeitige fettreduzierte Ernährung der Kinder und Jugendlichen unbedingt zu achten. In der Praxis lässt sich diese Reduktion am einfachsten bei Streich-, Koch und Bratfetten erreichen. Bei Käse- und Wurstwaren, welche einen hohen Anteil an versteckten Fetten haben, sollten fettarme Produkte bevorzugt werden.
1. Einleitung: Vorstellung der zwei zentralen Lebensstilfaktoren Ernährung und Bewegung sowie deren Einfluss auf die körperliche Gesundheit im Kindes- und Jugendalter.
2. Die Bedeutung der Ernährung im Rahmen eines gesunden Lebensstils im Kindes- und im Jugendalter: Detaillierte Darstellung der Nährstoffbedarfe, des Ernährungskreises, der Mahlzeitenstruktur sowie kritische Betrachtung spezieller Kinderlebensmittel, vegetarischer Kost und ernährungsbedingter Krankheiten.
3. Das Rauchen im Kindes- und Jugendalter: Untersuchung der gesundheitlichen Folgen des Tabakkonsums, der Problematik des Passivrauchens sowie Ansätze zur Primärprävention.
4. Der Konsum von Alkohol im Kindes- und Jugendalter: Analyse des veränderten Konsumverhaltens bei Kindern und Jugendlichen sowie Darstellung der akuten und chronischen gesundheitlichen Auswirkungen.
5. Die Bedeutung von Bewegung im Rahmen eines gesunden Lebensstils im Kindes- und im Jugendalter: Erläuterung der Wichtigkeit von Bewegung für die Entwicklung, Analyse der Folgen von Bewegungsmangel und Vorstellung des Konzepts der „Bewegten Schule“.
6. Übergewicht bei Kindern und Jugendlichen - Der Einfluss von Fernsehgewohnheiten: Untersuchung des Zusammenhangs zwischen gesteigertem Medienkonsum, mangelnder Bewegung und der Zunahme von Übergewicht bei Heranwachsenden.
7. Schlussbetrachtung: Fazit der Arbeit mit dem Aufruf zu mehr Verantwortungsübernahme durch Eltern, Lehrer und Erzieher zur Förderung eines gesundheitsbewussten Lebensstils.
Ernährung, Bewegung, Kindesalter, Jugendalter, Gesundheit, Lebensstil, Übergewicht, Karies, Nährstoffe, Prävention, Fehlernährung, Bewegungsmangel, Medienkonsum, Schulverpflegung, Lebensqualität
Die Arbeit befasst sich mit der zentralen Bedeutung von Ernährung und Bewegung als zwei essenzielle Lebensstilfaktoren für die körperliche Gesundheit von Kindern und Jugendlichen.
Die Schwerpunkte liegen auf einer vollwertigen Ernährung (Nährstoffe, Mahlzeiten), den gesundheitlichen Risiken durch Fehlernährung, Rauchen, Alkoholkonsum sowie der Bedeutung von Sport und Bewegung zur Prävention von Übergewicht und Zivilisationskrankheiten.
Ziel ist es aufzuzeigen, wie eine ausgewogene Ernährung und ausreichende Bewegung die Gesundheit im Kindes- und Jugendalter maßgeblich positiv beeinflussen und welche langfristigen Folgen eine Vernachlässigung dieser Faktoren für das spätere Erwachsenenalter hat.
Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf ernährungswissenschaftlichen Grundlagen, verschiedenen Studien (wie der DONALD-Studie oder der WIAD-Studie) sowie pädagogischen Konzepten basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Nährstoffbedarfe, den Aufbau einer vollwertigen Mahlzeitenstruktur, die Risiken von Genussgiften wie Tabak und Alkohol sowie die kritische Betrachtung des modernen Bewegungsalltags und Medieneinflusses.
Die wichtigsten Begriffe sind Ernährung, Bewegung, Gesundheit, Prävention, Übergewicht, Kindes- und Jugendalter, Nährstoffe und Lebensstil.
Das Konzept zielt darauf ab, die Schule als Lebens- und Bewegungsraum zu gestalten, um durch Bewegungspausen und eine bewegungsfreundliche Unterrichtskultur den gesundheitlichen Defiziten durch Bewegungsmangel aktiv entgegenzuwirken.
Der Autor stuft diese Produkte als größtenteils überflüssig und oft ungesund ein, da sie häufig einen zu hohen Gehalt an Zucker und Fett aufweisen und lediglich durch geschicktes Marketing als „gesund“ beworben werden.
Eine ovolaktovegetabile Ernährung wird bei abwechslungsreicher Kombination als geeignet angesehen, während eine streng vegane Ernährung aufgrund von Risiken bei der Nährstoffversorgung (insb. Eisen, Vitamin B12, Kalzium) kritisch bewertet und strikt abgelehnt wird.
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