Diplomarbeit, 2009
91 Seiten, Note: 1,3
1. Einführung in das Thema
1.1 Problemrelevanz
1.2 Zielsetzung und Aufbau der Arbeit
2. Theoretische Grundlagen zur Verhaltensorientierung im Controlling
2.1 Entwicklungsgeschichte
2.2 Begriffsdefinitionen
2.2.1 Verhaltenswissenschaften und Betriebswirtschaftslehre
2.2.2 Controllingbegriff und Controllingverständnis in der Literatur
2.2.3 Verhalten
2.2.3.1 Verhaltenstheorie
2.2.3.2 Handlungstheorie
2.2.4 Zugrunde liegendes Verhaltensverständnis
2.3 Psychologie und Controlling
2.3.1 Grundlagen
2.3.2 Psychologische Phänomene und deren Auswirkung auf Controlling
2.3.2.1 Informationsverarbeitung im Affekt
2.3.2.2 Soziale Einflüsse
2.3.2.3 Urteilsverzerrungen
3. Grundkonzeptionen der Verhaltensorientierung und ihre Relevanz für das Controlling
3.1 Ökonomischer Ansatz und Bezug zum homo oeconomicus
3.1.1 Grundlagen des ökonomischen Ansatzes
3.1.2 Annahmen des ökonomischen Verhaltensmodells
3.1.3 Relevanz für das Controlling
3.2 Prinzipal-Agenten-Theorie
3.2.1 Grundlagen
3.2.2 Relevanz für das Controlling
3.3 Konzept des internen Modells
3.3.1 Grundlagen
3.3.2 Relevanz für das Controlling
4. Verhaltensorientiertes Controlling in der heutigen Praxis
4.1 Eigenschaften und Fähigkeitsprofil von Controllern
4.1.1 Grundlagen
4.1.2 ICV Studie
4.1.3 DAX 30 Studie
4.1.3.1 Fachliche Fähigkeiten
4.1.3.2 Geschäftskenntnisse
4.1.3.3 Managementfähigkeiten
4.1.4 Beurteilung der Ergebnisse beider Studien
4.2 Information Overload
4.2.1 Problemstellung
4.2.2 Wesen, Modelle und Ursachen
4.2.3 Konsequenzen des Information Overload für Manager als Entscheidungsträger
4.2.4 Konsequenzen des Information Overload für das Controlling
4.2.4.1 Controllingrelevanz des Information Overload
4.2.4.2 Handlungsempfehlungen für das Controlling
4.3 Verhaltensrelevante Wirkungen ausgewählter Controlling Instrumente
4.3.1 Budgetierung
4.3.1.1 Definition
4.3.1.2 Problemstellung aus verhaltensorientierter Sicht und Konsequenzen für Controller
4.3.1.3 Praktische Erfahrungen ausgewählter Beispiele aus der Budgetierungspraxis
4.3.2 Investitionsentscheidungen
4.3.2.1 Definition
4.3.2.2 Problemstellung aus verhaltensorientierter Sicht und Konsequenzen für Controller
4.3.3 Kennzahlen
4.3.3.1 Definition
4.3.3.2 Problemstellung aus verhaltensorientierter Sicht und Konsequenzen für Controller
4.3.4 Target Costing als Beispiel für neuere Instrumente
4.3.4.1 Definition
4.3.4.2 Verhaltensorientierte Effekte und Konsequenzen für Controller
5. Schlussfolgerungen und Ausblick
Das Hauptziel dieser Diplomarbeit ist die Untersuchung der Verhaltensorientierung im Controlling vor einem theoretischen und praktischen Hintergrund. Die zentrale Forschungsfrage befasst sich mit den Gründen, warum verhaltensorientierte Aspekte im Controlling zunehmend an Bedeutung gewinnen und wie Controller diese in ihrer täglichen Praxis zur Rationalitätssicherung einsetzen können, um Fehlentscheidungen durch kognitive oder motivationale Verzerrungen zu minimieren.
4.2.4 Konsequenzen des Information Overload für das Controlling
In der bereits im vorhergehenden Kapitel erwähnten Studie konnte Waddington auch Beziehungen zum Controlling herstellen. So nahmen etwa 43% der befragten Manager wahr, dass ein Zuviel an Informationen ihre Entscheidungsfähigkeit erschwert und auch hinauszögert.
Mit steigender Anzahl an Informationen wird es immer schwieriger nur diejenigen Informationen herauszuziehen, die relevant sind. Somit wächst die Komplexität eines Entscheidungsproblems und es treten teils gravierende zeitliche Verzögerungen auf, bis eine Entscheidung tatsächlich getroffen werden kann.
Das Risiko eines Information Overloads spielt im Rahmen von Investitionsentscheidungen eine bedeutende Rolle, wenn man die Erkenntnisse von Waddington auf das tägliche Geschäft von Managern und Controllern bezieht. Damit ein Unternehmen erfolgreich sein kann, sind Investitionen sehr wichtig, die häufig einen hohen finanziellen Aufwand erfordern und deshalb zukünftig eine Belastung für das jeweilige Unternehmen bedeuten können. Der Alltag belastet jedoch den jeweiligen Manager bei seinen Entscheidungen zusätzlich mit einer großen Anzahl von Informationen, die relativ kurzfristig zu verarbeiten sind. So ist zum Beispiel die Gefahr eines Information Overload bei informationsgeladenen Präsentationen und Berichten sehr groß. Beide wirken auf den Entscheidungsverantwortlichen ein und bilden die Grundlage für Investitionsentscheidungen. Demnach versuchen sie das entsprechende Informationsvolumen möglichst komprimiert darzustellen.
Informationsüberlastung kann also zu Fehlentscheidungen führen. Diese haben auf den Erfolg oder darüber hinaus auf die Beständigkeit eines Unternehmens große Auswirkungen. Zu bezweifeln bleibt jedoch, ob die Entscheidungsverantwortlichen ausreichend Bewusstsein über diese Erscheinung besitzen, denn nur selten werden Konsequenzen gezogen. Dies resultiert daraus, dass sich entscheidungsverantwortliche Manager mit einer größeren Anzahl an Informationen sicherer und zufriedener fühlen als mit einem geringeren Informationsangebot. Für das Controlling bedeutet dies, dass das Phänomen Information Overload sensibel behandelt werden muss.
1. Einführung in das Thema: Dieses Kapitel motiviert die Themenstellung und erläutert die zunehmende Bedeutung der Verhaltensorientierung für das Controlling-Berufsbild.
2. Theoretische Grundlagen zur Verhaltensorientierung im Controlling: Hier werden die verhaltenswissenschaftlichen Hintergründe, die Entwicklungsgeschichte sowie psychologische Phänomene und deren Auswirkungen auf das Controlling theoretisch fundiert.
3. Grundkonzeptionen der Verhaltensorientierung und ihre Relevanz für das Controlling: Dieses Kapitel betrachtet den ökonomischen Ansatz, die Prinzipal-Agenten-Theorie sowie das Konzept des internen Modells als theoretische Basis für verhaltensorientiertes Controlling.
4. Verhaltensorientiertes Controlling in der heutigen Praxis: Es erfolgt eine Analyse des Anforderungsprofils an Controller anhand aktueller Studien sowie die Betrachtung verhaltensrelevanter Wirkungen moderner Controlling-Instrumente inklusive der Herausforderungen durch "Information Overload".
5. Schlussfolgerungen und Ausblick: Das Kapitel fasst die wesentlichen Erkenntnisse zusammen und diskutiert den zukünftigen Bedarf an verhaltensbezogenen Kompetenzen in der Controlling-Ausbildung.
Verhaltensorientierung, Controlling, Behavioral Accounting, Information Overload, Rationalitätssicherung, Prinzipal-Agenten-Theorie, homo oeconomicus, Budgetierung, Investitionsentscheidung, Controller-Fähigkeiten, Management-Psychologie, Entscheidungsqualität, Zielkostenmanagement, Target Costing, Verhaltensbarrieren.
Die Diplomarbeit untersucht die Verhaltensorientierung im Controlling, um zu verstehen, wie menschliche Faktoren und psychologische Phänomene das Entscheidungsverhalten im Unternehmen beeinflussen.
Zu den Schwerpunkten zählen die theoretische Fundierung des Behavioral Accounting, das Fähigkeitsprofil moderner Controller, der Umgang mit Information Overload und die psychologischen Effekte bei klassischen Controlling-Instrumenten.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, warum die Verhaltensorientierung im Controlling immer wichtiger wird und wie Controller als "Counterpart" des Managements zur Rationalitätssicherung beitragen können.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse bestehender verhaltenswissenschaftlicher Theorien sowie der Auswertung empirischer Studien (ICV-Studie und DAX 30-Studie) zum Controller-Anforderungsprofil.
Der Hauptteil analysiert theoretische Konzepte wie den homo oeconomicus und die Prinzipal-Agenten-Theorie sowie die praktische Umsetzung verhaltensorientierter Ansätze in Bereichen wie Budgetierung und Investitionsrechnung.
Zu den wichtigsten Begriffen gehören Verhaltensorientierung, Behavioral Accounting, Information Overload, Rationalitätssicherung und das Eigenschaftsprofil von Controllern.
Das Phänomen beschreibt die informatorische Überlastung von Managern, die zu Fehlentscheidungen führt; das Controlling hat hier die Aufgabe, Informationen zielgerichtet aufzubereiten und zu begrenzen.
Neben fachlichem Know-how gewinnen soziale Kompetenzen wie Kommunikationsfähigkeit, kritisches Hinterfragen und Standfestigkeit massiv an Bedeutung, um als strategischer Partner des Managements zu agieren.
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