Bachelorarbeit, 2020
32 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Geschlechtsspezifische Einkommensunterschiede
2.1. Verdienstlücken innerhalb der Branchen und im branchenübergreifenden Vergleich
2.2. Jobcharakteristiken und deren Ausmaße
2.3. Linearität der Gehaltsstruktur und das Ausmaß der Lohneinbußen
3. Entwicklung der Gehaltshöhe
3.1. Branchenübergreifende Jobentscheidungen
3.2. Generationsübergreifende Präferenzenbildung
4. Bedürfnisse heutiger Arbeitnehmer
4.1. Erwerbstätigkeit
4.2. Partnerschaft, Haushalt und Familie
4.3. Karrierechancen
5. Maßnahmen und Lösungsansätze
5.1. Betriebliche Maßnahmen
5.2. Politische Maßnahmen
6. Fazit
Die Arbeit untersucht, wie die Geburt von Kindern die Karrierewege und das Einkommen von Müttern im Vergleich zu Vätern beeinflusst und welche Faktoren für geschlechtsspezifische Lohnunterschiede sowie ungleiche Berufschancen verantwortlich sind. Ziel ist es, auf Basis einer tiefgehenden Analyse der Gehaltsstrukturen und gesellschaftlichen Rollenbilder betriebliche sowie politische Handlungsempfehlungen für eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf abzuleiten.
2.2. Jobcharakteristiken und deren Ausmaße
Die negative Beziehung zwischen dem Faktor Frau und dem Jahresgehalt kann also als Strafe, eine Frau zu sein, interpretiert werden. Fraglich ist, ob hierbei auf Diskriminierung geschlossen werden kann oder andere relevante Faktoren in der Regression außer Acht gelassen wurden. Auffallend ist jedoch, dass es zwischen den Branchen große Unterschiede bezüglich des Ausmaßes dieser Einbußen gibt. Um dies genauer zu untersuchen, teilt Goldin den Arbeitsmarkt in die Sektoren Wirtschaft, Gesundheit, Technologie und Wissenschaft und Andere beziehungsweise Jura/Rechtswissenschaften ein. Anschließend untersucht sie die jeweiligen Sektoren spezifischer. Der Wirtschaftssektor weißt dabei die größte, negative Beziehung zwischen dem Frauenanteil und dem Jahresgehalt auf (− 0,24). Der Technologiesektor hingegen weißt die geringste Einbuße auf (− 0,114). Somit existiert in diesem Bereich eine höhere Lohngleichheit zwischen den Geschlechtern. Der Grund dafür liegt unter Anderem in der erhöhten Partizipationsrate, die sich aus den Möglichkeiten der Technologiebranche ergeben. So ist diese Branche für eine hohe Flexibilisierung der Arbeitsweise bekannt. Mütter mit sehr jungen Kindern können trotz ihrer Erziehungspflichten am Arbeitsmarkt teilnehmen und weisen höhere Beteiligungsraten als Mütter anderer Branchen auf. Dies wiederum äußert sich auf lange Sicht in niedrigeren Einbußen.
Goldin geht weiter, indem sie untersucht, ob diese Effekte allein branchenbedingt sind oder unterschiedliche Berufsstrukturen innerhalb dieser Branchen diese Flexibilisierung ermöglichen. Anders gesagt: Sie untersucht, ob die gesamte Technologiebranche oder nur einige technologische Berufe innerhalb der Branche dies verantworten. Dazu untersucht Goldin folgende Eigenschaften: Zeitdruck, Kontakt zu Kollegen, Aufbau und Pflege zwischenmenschlicher Beziehungen, strukturierte und unstrukturierte Arbeitsweisen und Freiheiten, eigene Entscheidungen zu treffen. Dabei möchte die Wissenschaftlerin herausfinden, wie relevant die Anwesenheitspflicht, der Grad der Flexibilität, die Anwesenheit zu bestimmten Zeiten und der Grad der Substituierbarkeit für die jeweiligen Berufe sind. Je höher dabei die Parameter ausfielen, desto relevanter sind die genannten Eigenschaften für den Beruf und desto konvexer ist die Beziehung zwischen geleisteten Arbeitsstunden und dem Verdienst.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den Wandel der Arbeitswelt und die anhaltende Lohnlücke, wobei die Forschungsfrage nach den Auswirkungen von Kindern auf die Karrieren von Müttern zentral gestellt wird.
2. Geschlechtsspezifische Einkommensunterschiede: Dieses Kapitel analysiert mittels Regressionsmodellen die Gründe für Einkommensunterschiede und zeigt auf, wie branchenspezifische Strukturen und Charakteristiken das Gehalt beeinflussen.
3. Entwicklung der Gehaltshöhe: Der Fokus liegt hier auf dem direkten Einfluss von Geburten auf die Gehaltsentwicklung, Arbeitsstunden und Beteiligungsraten durch einen internationalen Vergleich.
4. Bedürfnisse heutiger Arbeitnehmer: Basierend auf Interviews werden die Wünsche und Einstellungen jüngerer Generationen zu Erwerbstätigkeit, Familie und Rollenverteilung untersucht.
5. Maßnahmen und Lösungsansätze: Hier werden betriebliche und politische Strategien diskutiert, um eine vereinbarkeitsfreundliche Unternehmenskultur zu schaffen.
6. Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und betont die Notwendigkeit eines gesellschaftlichen Umdenkens sowie aufeinander abgestimmter Maßnahmen.
Lohnlücke, Kinder, Karriere, Berufschancen, Mütter, Gehaltseinbußen, Arbeitswelt, Vereinbarkeit, Geschlechterrollen, Jobcharakteristiken, Erwerbstätigkeit, Arbeitsbedingungen, Lohndiskriminierung, Teilzeitarbeit, Familienpolitik.
Die Arbeit untersucht die geschlechtsspezifische Lohnlücke und die Herausforderungen, die für Mütter im Hinblick auf ihre berufliche Laufbahn und Gehaltsentwicklung nach der Geburt von Kindern entstehen.
Zentrale Themen sind die Auswirkungen von Familienphasen auf das Einkommen, branchenspezifische Gehaltsstrukturen, unterschiedliche Arbeitsmarktkontexte im internationalen Vergleich sowie die Gestaltung besserer Rahmenbedingungen für Eltern.
Das Hauptziel ist es, die Ursachen für die benachteiligende Lohnentwicklung von Müttern zu identifizieren und auf dieser Basis Handlungsempfehlungen für Unternehmen und Politik zu formulieren, um eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu ermöglichen.
Die Autorin nutzt eine Literaturanalyse renommierter Studien sowie die statistische Auswertung von Regressionsmodellen (insbesondere von Goldin und Kleven) und Interviews, um Gehaltgefüge und gesellschaftliche Einstellungen zu beleuchten.
Der Hauptteil analysiert die Lohnlücke nach Branchen, die Langzeitauswirkungen von Kindern auf das Gehalt (Child Penalties) sowie die Bedürfnisse heutiger Arbeitnehmer und existierende betriebliche sowie politische Hindernisse.
Die Arbeit ist insbesondere durch Begriffe wie Lohnlücke, Vereinbarkeit, Geschlechterrollen, Gehaltseinbußen und Karrierechancen charakterisiert.
Die Differenzen sind auf die Struktur der jeweiligen Berufe zurückzuführen: In Branchen mit hoher Flexibilität und guter Substituierbarkeit, wie der Pharmazie, entstehen geringere Opportunitätskosten für Eltern, während in Rechts- oder Wirtschaftsbranchen die Anwesenheit zu bestimmten Zeiten entscheidend für den Erfolg ist.
Es zeigt sich eine Korrelation zwischen dem Arbeitsmarktverhalten der Großmutter mütterlicherseits und der späteren Präferenzenbildung der Enkel, was darauf hindeutet, dass Mädchen ihre Rollenbilder stark an der mütterlichen Familienlinie ausrichten.
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