Examensarbeit, 2009
29 Seiten, Note: 1,5
1. Einleitung
2. Theoretischer Exkurs
2.1. Der Anfangsunterricht und seine Funktion
2.2. Die Erarbeitung der kyrillischen Schrift vor dem Hintergrund der vier Sprachtätigkeiten
2.2.1. Lautrichtiges Hören
2.2.2. Lautrichtiges Sprechen
2.2.3. Elementares Lesen
2.2.4. Kalligrafisch und orthografisch richtiges Schreiben
3. Lehrwerkanalyse
3.1. Das Lehrbuch als zentrales Unterrichtsmittel
3.2. „Мост 1“
3.3. „Привет 1“
3.4. Fazit
4. Darstellung einer Konzeption zur Vermittlung der kyrillischen Schrift
4.1. Vorbemerkungen
4.2. Kopiervorlagen und Hinweise zur Verwendung im Unterricht
5. Bibliographie
Die vorliegende Arbeit untersucht didaktische Ansätze zur Einführung des kyrillischen Alphabets im Russisch-Anfangsunterricht der Jahrgangsstufe 11, um auf dieser Grundlage eine eigene unterrichtspraktische Konzeption zu entwickeln.
2.2.4. Kalligrafisch und orthografisch richtiges Schreiben
„Das Schreiben als eine produktive kommunikative Tätigkeit setzt die Befähigung voraus, Bewußtseinsinhalte und deren leise (innere) sprachlich-phonetische Realisierung mit Hilfe grafischer Zeichen zu fixieren“ (BUCHBINDER 1986: 211). Da das grafische System des Russischen von dem des Deutschen abweicht, erfordert der Russischunterricht zu Beginn die Einführung in die kyrillische Schrift und eine akzentuierte Entwicklung der Schreibfertigkeit.
Vordergründiges Ziel ist es von Anfang an, die kyrillischen Buchstaben kalligrafisch angemessen und schnell zu schreiben, wobei der Schreibende die grafischen Zeichen mit den ihnen entsprechenden Lautwerten assoziieren können muss. Der Rahmenlehrplan für das Fach Russisch (Sek I) des Landes Brandenburg gibt zielgerichtete Hinweise für die Erarbeitung von Schreibleistungen in der Anfangsphase:
Spätestens bis zum Ende des ersten Lernjahres sollen die grundlegenden Voraussetzungen für die Ausführung von Schreibhandlungen geschaffen sein. Dazu zählen Buchstabensicherheit, orthografisches Schreiben mit Hilfsmitteln, Anwendung der Regeln der Interpunktion in Analogie zur Muttersprache, entwickelte Schreibtechnik und flüssiges Schreibtempo. (2002: 39)
Für den schriftlichen Gebrauch des Russischen sind eine Reihe spezifischer Leistungsdispositionen notwendige Voraussetzung. Dazu zählen die Kenntnis der grafischen Zeichen (Buchstaben und Buchstabenverbindungen des fremden Alphabets), die weitgehend automatisierte Assoziation dieser Buchstaben bzw. Buchstabenverbindungen mit den sie in der Regel repräsentierenden Lautwerten und die Kenntnis der orthographischen Form der einzelnen sprachlichen (lexikalischen) Einheiten, soweit sie von regelmäßigen Phonem-Graphem-Beziehungen abweichen, wie in den Wörtern конечно, здравствуйте, счастье (vgl. BUCHBINDER 1986: 212).
Die Spezifik des Russischen besteht zudem darin, dass im Anfangsunterricht keine umfangreichen Schreibleistungen erwartet werden können, da ein neues Schriftsystem wie das Kyrillische aufgrund von teilweise ungewohnter Linienführung neue motorische Fertigkeiten bzw. Bewegungsabläufe der Hand erfordern, die nur durch die Tätigkeit des Schreibens mittels isolierter Übungen zu erwerben sind. Allerdings bietet das Russische den großen Vorteil, dass Schreibung und Aussprache im Vergleich zum Englischen oder Französischen kaum divergieren und somit weniger Aufwand um orthografische Korrektheit betrieben werden muss.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Bedeutung der Erstbegegnung mit der kyrillischen Schrift ein und umreißt das Ziel der Arbeit, zwei Lehrwerke für den Russisch-Anfangsunterricht kritisch zu analysieren.
2. Theoretischer Exkurs: Dieses Kapitel erläutert die Funktion des Anfangsunterrichts und die Bedeutung der vier Sprachtätigkeiten – Hören, Sprechen, Lesen und Schreiben – für den Erwerb der kyrillischen Schrift.
3. Lehrwerkanalyse: Hier erfolgt eine detaillierte Untersuchung und Gegenüberstellung der Lehrwerke „Мост 1“ und „Привет 1“ hinsichtlich ihres methodischen Aufbaus und ihrer didaktischen Konzeption.
4. Darstellung einer Konzeption zur Vermittlung der kyrillischen Schrift: In diesem Teil wird ein konkretes Konzept vorgestellt, das den Ansatz des „Lernens im kommunikativen Kontext“ verfolgt und durch Kopiervorlagen ergänzt wird.
5. Bibliographie: Das abschließende Literaturverzeichnis listet die für die Untersuchung herangezogenen Primär- und Sekundarquellen auf.
Russischunterricht, kyrillisches Alphabet, Anfangsunterricht, Lehrwerkanalyse, Sprachtätigkeiten, Phonetik, Orthografie, Schreibfertigkeit, Sprachkompetenz, Fremdsprachenlernen, Didaktik, Modellierung, Russisch als Fremdsprache, Sekundarstufe II, Schriftsystem.
Die Arbeit befasst sich mit der didaktischen Einführung des kyrillischen Alphabets für Lernende des Russischen in der gymnasialen Oberstufe.
Im Hauptteil werden die Lehrwerke „Мост 1“ (2008) und „Привет 1“ (2009) hinsichtlich ihrer methodischen Struktur untersucht.
Ziel ist es, den Vermittlungsprozess der kyrillischen Schrift zu bewerten und ein eigenes, lehrbuchbegleitendes Konzept für die Jahrgangsstufe 11 zu erstellen.
Die Arbeit basiert auf der didaktischen Verknüpfung der vier Sprachtätigkeiten (Hören, Sprechen, Lesen, Schreiben) in der Initialphase des Sprachlernens.
Der praktische Teil bietet eine Handlungsanleitung mit fünf Stoffeinheiten, die Dialoge und Übungen zur gezielten Vermittlung der Schrift enthalten.
Die zentralen Themen sind Russisch als Fremdsprache, Anfangsunterricht, Schriftvermittlung, Didaktik und die kommunikative Kompetenzentwicklung.
Während „Мост 1“ stärker auf isoliertes Sprachmaterial und phonetische Sicherheit setzt, integriert „Привет 1“ den Spracherwerb von Beginn an in kommunikative Kontexte und vergleichende Sprachreflexion.
Da das kyrillische Schriftsystem neue motorische Fertigkeiten erfordert, ist die stufenweise und bewusste Vermittlung der grafischen Zeichen entscheidend, um den Schülern Sicherheit bei der Textproduktion zu geben.
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