Bachelorarbeit, 2009
30 Seiten, Note: 1,15
1. Einleitung
2. Die Wahrheit der sinnlichen Gewissheit: Widerlegung des Nominalismus
3. Die Wahrnehmung: Widerlegung des erkenntnistheoretischen Skeptizismus
4. Kraft und Verstand: Der Beweis des Idealismus
4.1. Die Kraft
4.2. Das Gesetz
4.3. Die verkehrte Welt
4.4. Das Selbstbewusstsein
5. Schlusswort
Die vorliegende Bachelor-Thesis untersucht den Beweis des Idealismus, wie er im Kapitel „Kraft und Verstand“ in Hegels „Phänomenologie des Geistes“ implizit angelegt ist. Ziel ist es, durch die Analyse der dialektischen Bewegung des Bewusstseins nachzuweisen, dass das Endliche lediglich vorgestellt ist und das Unendliche als das einzig Wahre und Reale erkannt werden muss.
4. Kraft und Verstand: Der Beweis des Idealismus
"Das Kapitel über die Phänomenologie des Bewußtseins ist letzten Endes durch die Frage beherrscht: Wie wird Bewußtsein Selbstbewußtsein oder wie wird dem Bewußtsein bewußt, dass es Selbstbewußtsein ist?" schreibt Gadamer über den Bewusstseinsabschnitt der Phänomenologie des Geistes. Ist dies aber die Frage, die zu Beginn des Bewusstseinsabschnitts gestellt wird oder vielmehr eines der Ergebnisse des Bewusstseinsabschnitts? Dem Bewusstsein geht es primär darum, die Wahrheit zu erfassen, die zuerst als ein Gegenstand außerhalb des Bewusstseins vorgestellt wird; es will nicht seiner Selbst, sondern der Wahrheit bewusst werden, die es außerhalb seiner Selbst vermutet. Damit, dass nur eines der Ergebnisse des Bewusstseinsabschnitts als Antwort auf eine angeblich im Bewusstseinsabschnitts primär gestellte Frage beahauptet wird, verliert man das Wesentliche, was der Bewusstseinsabschnitt der Phänomenologie des Geistes eigentlich leistet, aus dem Sinn. Das Bewusstsein fragt nach der Wahrheit und gelangt zum Idealismus als der absoluten Wahrheit, einer Wahrheit, die kein Gegenstand außerhalb des Bewusstseins sein kann, sondern nur von einem Bewusstsein, welches Selbstbewusstsein ist, erfasst wird.
Was Idealismus bedeutet, sagt Hegel in der Wissenschaft der Logik: "Der Satz, daß das Endliche ideell ist, macht den Idealismus aus ". Der Beweis, dass das Endliche nur vorgestellt ist, kann durch eine Beschäftigung mit der Mannigfaltigkeit des Endlichen nicht geführt werden - ein solches Vorgehen wäre immer an bestimmtem Endlichen verhaftet und blind für das Ganze des Endlichen, welches nur im Lichte des Unendlichen zu erfassen ist. Indem aber bewiesen wird, dass allein das Unendliche das Wahre ist, wird der Idealismus bewiesen.
1. Einleitung: Die Einleitung führt in Hegels Wissenschaft der Erfahrung des Bewusstseins ein und setzt das Ziel der Arbeit, den Idealismus durch die Analyse spezifischer Kapitel zu beweisen.
2. Die Wahrheit der sinnlichen Gewissheit: Widerlegung des Nominalismus: Dieses Kapitel zeigt, dass das vermeintlich unmittelbar Gegebene in Wahrheit ein Allgemeines ist, wodurch der naive Empirismus und der Nominalismus als unhaltbar erwiesen werden.
3. Die Wahrnehmung: Widerlegung des erkenntnistheoretischen Skeptizismus: Hier wird untersucht, wie das Bewusstsein die Einheit der Eigenschaften eines Dings reflektiert, wobei sich die Möglichkeit der Täuschung als Ausgangspunkt für eine höhere, reflexive Erkenntnis erweist.
4. Kraft und Verstand: Der Beweis des Idealismus: Dieses Kernkapitel analysiert das Spiel der Kräfte und das Gesetz, um zu zeigen, dass das Endliche ideell ist und das Selbstbewusstsein die Wahrheit der Erscheinung darstellt.
5. Schlusswort: Das Schlusswort fasst zusammen, dass die untersuchten Stadien des Bewusstseins notwendige Schritte auf dem Weg zum Verständnis des Absoluten und damit zum Idealismus sind.
Hegel, Phänomenologie des Geistes, Idealismus, Bewusstsein, Selbstbewusstsein, Erfahrung, Kraft und Verstand, Unendlichkeit, Endlichkeit, Dialektik, Erkenntnistheorie, Nominalismus, Skeptizismus, Übersinnliche Welt, Verkehrte Welt.
Die Arbeit untersucht den Beweis des Idealismus innerhalb Hegels „Phänomenologie des Geistes“, konkret fokussiert auf das Kapitel „Kraft und Verstand“.
Zentrale Themen sind das Verhältnis von Bewusstsein und Gegenstand, die Kritik am erkenntnistheoretischen Dualismus und die Herleitung des Begriffs der Unendlichkeit.
Das primäre Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Hegel im Kapitel „Kraft und Verstand“ implizit den Idealismus beweist, indem er das Endliche als bloß vorgestellt und das Unendliche als die absolute Wahrheit darstellt.
Die Arbeit nutzt eine philosophische Textanalyse, insbesondere die dialektische Methode der Hegelschen Phänomenologie, um den Prozess der Erkenntnisgewinnung nachzuvollziehen.
Der Hauptteil analysiert die Stufen der sinnlichen Gewissheit, der Wahrnehmung sowie das Spiel der Kräfte und das Gesetz, um schließlich den Übergang zur „verkehrten Welt“ und zum Selbstbewusstsein zu erläutern.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Hegel, Idealismus, Bewusstsein, Dialektik, Unendlichkeit und Phänomenologie charakterisiert.
Weil der Idealismus nach Hegel gerade darin besteht, das Endliche nicht als wahrhaft Seiendes anzuerkennen, sondern als ideell und damit als Produkt der Vorstellung zu entlarven.
Die „verkehrte Welt“ dient als notwendiger Übergangspunkt, an dem die Erscheinung und das Innere zusammenfallen und das Bewusstsein zur Unendlichkeit und damit zum Selbstbewusstsein gelangt.
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