Masterarbeit, 2022
119 Seiten, Note: 2,0
1. Der japanische Weg – eine philosophische Gesellschaft
2. Die Logik der Sprache – Auswirkung und Kritik
2.1 Der Tod ist kein Ende – japanische Sprache, Kultur und Literatur
2.1.1 Die Logik außerhalb des Subjekts
2.1.2 Das Subjekt in der Gesellschaft
2.1.3 Der Geist der japanischen Phantastik
2.2 La pensée du dehors – Hinterfragen von Sprache und Gesellschaft
2.2.1 Das Zeichen und seine Spur
2.2.2 Die Existenz eines Ursprungs
3. Entfremdung im Industriestaat in Kaijû no Kodomo
3.1 Natur-Stadt-Dichotomie
3.2 Das autonome Subjekt
4. Bedeutungsverschiebung in Kaijû no Kodomo
4.1 Verschiebung des Subjekts
4.1.1 Kaibutsu – die Vermischung von Menschen und Tieren
4.1.2 Der Geist der Sprache
4.2 Vom Mythos und Logos
4.2.1 Die Grenzen der Wissenschaft und ihre Überschreitung
4.2.2 Der Mythos entspringt dem Mund
4.2.3 Erlebnisse außerhalb der konsensbasierten Realität
5. Die wortlose Sprache in Kaijû no Kodomo
5.1 Die Natur des Verstehens
5.2 Ein Lied ohne Melodie
5.3 Vom Geist der Verbindungen
5.4 Die Geburt eines wortlosen Versprechens
6. Die Rolle des Meeres
Diese Masterarbeit untersucht Daisuke Igarashis Manga „Kaijû no Kodomo“ unter Anwendung von Dekonstruktion und japanischen philosophischen Ansätzen, um die Gesellschaftskritik des Werks hinsichtlich des Verlusts einer Verbundenheit zwischen Individuum und Umwelt aufzudecken.
Die Logik außerhalb des Subjekts
Jede Sprache besitzt ihre eigene Logik, die der Gesellschaft dieser Sprache folgt. Die Erklärung einer Sprache bedingt daher auch das Nachvollziehen dieser Logik. In Übersetzungen geht diese Logik meist verloren. Gerade in der Übersetzung von Kanji geht eine weitläufige Bedeutung durch die Festlegung auf ein einziges englisches Wort verloren, wie in der Einleitung gezeigt wird. Diese Arbeit versucht daher möglichst ausführlich diese Logik zu erklären, um die Bedeutung des Originals nicht zu sehr zu verfälschen. Daher liegt der Fokus in diesem Kapitel auf der Nachvollziehbarkeit der Sprache und nicht auf den grammatischen Regeln.
1. Der japanische Weg – eine philosophische Gesellschaft: Einführung in die Thematik der Verbindung von Meer, Mensch und japanischer Philosophie im Werk.
2. Die Logik der Sprache – Auswirkung und Kritik: Analyse der japanischen Sprachphilosophie, die das Subjekt weniger von seiner Umwelt abgrenzt, und Hinterfragung der Sprache durch dekonstruktive Theorien.
3. Entfremdung im Industriestaat in Kaijû no Kodomo: Darstellung des Bruchs zwischen Natur und Industriegesellschaft und die Entwicklung des autonomen Subjekts.
4. Bedeutungsverschiebung in Kaijû no Kodomo: Untersuchung der Vermischung von Menschen und Tieren ('Kaibutsu') sowie das Spannungsfeld zwischen Mythos und wissenschaftlichem Logos.
5. Die wortlose Sprache in Kaijû no Kodomo: Erläuterung der Bedeutung nonverbaler Kommunikation und der Suche nach echter Verbundenheit jenseits konventioneller Sprache.
6. Die Rolle des Meeres: Abschließende Betrachtung, wie das Meer als philosophische Verkörperung der Natur wirkt und die binären Oppositionen der Moderne entlarvt.
Kaijû no Kodomo, Daisuke Igarashi, Japanische Philosophie, Dekonstruktion, Poststrukturalismus, Sprache, Subjekt, Natur, Mythos, Wissenschaftstheorie, Phantastik, Manga, Umwelt, Verbundenheit, Identität
Die Arbeit analysiert Daisuke Igarashis Manga hinsichtlich seiner gesellschaftskritischen Dimensionen, primär durch die Brille japanischer Philosophie und dekonstruktiver Literaturtheorie.
Die Schwerpunkte liegen auf der Beziehung Mensch-Natur, der Kritik am autonomen Subjektbegriff, der Philosophie der Sprache und der Funktion des Übernatürlichen im Genre der japanischen Phantastik.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie das Werk mittels Dekonstruktion eine Rückkehr zu einer ganzheitlichen, in der japanischen Philosophie verwurzelten Weltanschauung anstößt und die industrielle Entfremdung kritisiert.
Die Arbeit nutzt Ansätze des Poststrukturalismus (insb. Jacques Derrida und Michel Foucault) in Kombination mit hermeneutischer Analyse japanischer Philosophien.
Der Hauptteil gliedert sich in Analysen zur Sprachlogik, die Entfremdung durch Industrialisierung, die Verschiebung von Identitäten ('Kaibutsu') und die Bedeutung einer wortlosen Kommunikation.
Wichtige Begriffe sind Dekonstruktion, Heteronomie, 'différance', 'Kûki o Yomu', Natur-Stadt-Dichotomie und die japanische Phantastik.
Es fungiert als Instrument der Sprachkritik, da es durch die Übersetzung und Fixierung der Sprache seine ursprüngliche, ganzheitliche Kraft verliert, die im Walgesang jedoch erhalten bleibt.
Der Geist wird nicht rein übernatürlich als Spukgestalt, sondern als eine über die Zeit persistierende Verbindung von Erlebnissen und Taten 'von Dingen' verstanden, wodurch die Trennung zwischen Schein und faktischer Realität aufgelöst wird.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

