Examensarbeit, 2017
33 Seiten, Note: 5.5
1. Abstract
2. Einleitung
3. Gründe und Motivation für diese Vertiefungsarbeit
4. Die albanische Diaspora in der Schweiz
5. Faktoren bei Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund
5.1. Migrationsprojekt und Migrationslaufbahn
5.1.1. Migrationsmotiv
5.1.2. Inkorporationsmodus
5.1.3. Migrationsprojekt
5.1.4. Zusammenfassung
5.2. Familiäres Umfeld
5.2.1. Familienstruktur
5.2.2. Sozioökonomischer postmigratorischer Status
5.2.3. Art der sprachlichen Sozialisation
5.2.4. Zusammenfassung
5.3. Strukturen der (Aus-)Bildung
5.3.1 Eintrittsalter in das Schulsystem des Einwanderungslandes
5.3.2. Schulische Institutionen
5.3.2.1. Strukturen im Frühbereich
5.3.2.2. Mechanismen der schulischen Selektion
5.3.3. Zusammenfassung
5.4. Soziales Kapital
5.4.1. Familienkreis
5.4.1.1. Förderung durch die Eltern
5.4.1.2. Unterstützung durch ältere Geschwister und Cousins
5.4.2. Gemeinschaftlicher Kreis
5.4.2.1. Herkunftsgemeinschaft
5.4.2.2. Herkunfts-Peers
5.4.3. Institutioneller Kreis
5.4.3.1. Individuelle Förderung durch Lehrpersonen
5.4.3.2. Kommunikation zwischen institutionellen Akteuren und Eltern
5.4.4. Zusammenfassung
5.5. Psychosoziale Ressourcen
5.5.1. Resilienz
5.5.2. Proaktive und reaktive Motivation
5.5.3. Zusammenfassung
6. Faktoren bei Kindern und Jugendlichen mit Albanisch als Erstsprache
6.1. Erfolgsfaktoren beim Erwerb der Hochdeutschkompetenz
6.2. Erfolgsfaktor «HSK»(?)
6.3. Zusammenfassung
7. Schlussteil
7.1. Pädagogischer Bezug
7.2. Fragen und Ausblick
8. Bibliographie
Die Arbeit untersucht die Faktoren, die zum Bildungserfolg von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund in der Schweiz beitragen, mit einem spezifischen Fokus auf die albanische Diaspora. Ziel ist es, aus der Fachliteratur förderliche Bedingungen für den schulischen und nachobligatorischen Erfolg herauszuarbeiten und kritisch zu vergleichen.
5.2.1. Familienstruktur
Als erster Faktor im familiären Umfeld wird bei Bader und Fibbi die Familienstruktur erwähnt. Einelternfamilien sollen eher negative Effekte, wohingegen Kernfamilien, wo die Eltern zusammen sind und leben, den Schulerfolg eher positiv beeinflussen. Dies zeigen verschiedene, in Baders und Fibbis Arbeit erwähnte Studien (Bader u. Fibbi 2012, 16).
Zur Familienstruktur gehört ebenfalls die Anzahl und Reihenfolge der Geschwister. Während die Geschwisterzahl heute bei Migrantinnen und Migranten eine zu vernachlässigende Rolle spielt, weil kinderreiche Familien unter ihnen seltener geworden sind (Bader u. Fibbi 2012, 17), soll die Reihenfolge sehr wohl Auswirkungen haben. Wer Erstgeborene oder Erstgeborener der Familie ist, hat im Vergleich zu später Geborenen im Durchschnitt weniger gute Schulleistungen (Bader u. Fibbi 2012, 17). Diese Kinder übernehmen zwar im Einwanderungsland eine Pionierrolle, da sie die ersten Eingeschulten der Familie sind und somit ihre Erfahrungen in schulischen und sozialen Belangen mit Eltern und Geschwistern teilen können. Doch sie werden während ihrer Schullaufbahn auf mehr Hürden antreffen, da die Familie das Schulsystem zu Aufenthaltsbeginn noch nicht so gut kennt und es erst durch die Schulzeit des Erstgeborenen kennenlernt (Bader u. Fibbi 2012, 17). Das zweite Kind kann deshalb von diesen anfänglichen Erfahrungen der älteren Geschwister und von diesem sozialen Kapital profitieren.
Zuletzt gehört das Geschlecht ebenfalls zur Familienstruktur. Hier ist die Forschung noch nicht zu einheitlichen Ergebnissen gekommen und deshalb kann davon ausgegangen werden, dass das Geschlecht an sich wohl nicht so stark über den Schulerfolg entscheidet (Bader u. Fibbi 2012, 19).
1. Abstract: Kurze Zusammenfassung der Ausgangslage von Jugendlichen mit Migrationshintergrund und den zentralen Einflussfaktoren auf den Bildungserfolg.
2. Einleitung: Darstellung der demografischen Situation in der Schweiz und der Diskrepanz beim schulischen Erfolg von Migrantenkindern.
3. Gründe und Motivation für diese Vertiefungsarbeit: Erläuterung der persönlichen und pädagogischen Beweggründe für die Untersuchung.
4. Die albanische Diaspora in der Schweiz: Historischer Überblick und kritische Analyse des öffentlichen Bildes sowie der internen Vielfalt der albanischen Gemeinschaft.
5. Faktoren bei Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund: Detaillierte theoretische Analyse der Einflussfaktoren wie Migrationsprojekt, familiäres Umfeld, schulische Strukturen, soziales Kapital und psychosoziale Ressourcen.
6. Faktoren bei Kindern und Jugendlichen mit Albanisch als Erstsprache: Spezifische Untersuchung zu Erfolgsfaktoren beim Erwerb der Hochdeutschkompetenz und der Rolle des HSK-Unterrichts.
7. Schlussteil: Zusammenfassende Beantwortung der Forschungsfragen, Reflexion des pädagogischen Bezugs und Ausblick.
8. Bibliographie: Verzeichnis der verwendeten Literatur und Quellen.
Bildungserfolg, Migrationshintergrund, Schweiz, albanische Diaspora, familiäres Umfeld, soziale Integration, schulisches Selektionssystem, soziales Kapital, Lehrpersonen, Resilienz, Motivation, HSK-Unterricht, Hochdeutschkompetenz, Schullaufbahn, Migrationsprojekt.
Die Arbeit analysiert die verschiedenen Faktoren, die den Bildungserfolg von Kindern und Jugendlichen aus Migrantenfamilien in der Schweiz beeinflussen, wobei ein besonderer Fokus auf die albanische Diaspora gelegt wird.
Die zentralen Bereiche umfassen das familiäre Umfeld, das Migrationsprojekt der Eltern, die schulischen institutionellen Strukturen, das soziale Kapital (einschließlich Familie, Peers und Lehrpersonen) sowie psychosoziale Ressourcen wie Resilienz.
Das Ziel ist es, herauszufinden, welche Faktoren explizit dazu beitragen, dass Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund trotz bestehender Hürden erfolgreich die Schule abschließen und eine nachobligatorische Ausbildung absolvieren.
Es handelt sich um eine Literaturarbeit, die existierende Studien, Datenanalysen und Berichte verschiedener Autoren sammelt, strukturiert darstellt und kritisch miteinander vergleicht.
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Analyse der "Bildungsinputs" (Migration, Familie, Strukturen, Kapital, Ressourcen) und untersucht darauf basierend spezifische Erfolgsfaktoren für albanischsprachige Schülerinnen und Schüler.
Wichtige Begriffe sind unter anderem Bildungserfolg, soziale Integration, Migrationshintergrund, Schulklima, Elternpartizipation und spezifische Instrumente wie der HSK-Unterricht.
Sie dient als konkretes Fallbeispiel zur Veranschaulichung der allgemeinen Faktoren und wird gesondert betrachtet, da sie eine der größten Migrantengruppen in der Schweiz darstellt, deren Schulerfolg in der öffentlichen Wahrnehmung oft unter Vorurteilen leidet.
Lehrpersonen sind laut dem Autor zentrale Bezugspersonen, deren kollektives Verantwortungsbewusstsein und offene Kommunikation mit den Eltern den Bildungserfolg maßgeblich fördern können, indem sie Stereotypen aktiv entgegenwirken.
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