Examensarbeit, 2023
34 Seiten, Note: 12
Didaktik für das Fach Englisch - Pädagogik, Sprachwissenschaft
1. Einleitung
1.1. Problemstellung
2. Die Kommunikative Kompetenz
2.1. Die Kommunikative Kompetenz an Schulen
2.2. Die Sprechkompetenz und das Primat des Mündlichen
2.3. Das Rollenspiel und ihr Einsatz im Fremdsprachenunterricht
2.3.1. Möglichkeiten zur Umsetzung des Rollenspiels im Fremdsprachenunterricht
2.3.2. Vor- und Nachteile der Methode des Rollenspiels im Fremdsprachenunterricht
3. Unterrichtspraktische Umsetzung
3.1. Lernvoraussetzungen
3.1.1. Fachliche Lernvoraussetzungen
3.1.2. Überfachliche Lernvoraussetzungen
3.2. Sachanalytische Überlegungen
3.2.1. Unterrichtsstunde I: „Stand up against Bullying“
3.2.2. Unterrichtsstunde II: „Social Media - good or bad for us?“
3.3. Didaktisch-methodische Überlegungen zu den Unterrichtsstunden
3.3.1. Analyse der Lernaufgaben
3.3.2. Lernziele der Unterrichtsstunden I - „Stand up against Bullying“
3.3.3. Lernziele der Unterrichtsstunden II - „Social Media - good or bad for us?“
3.3.4. Methodische Überlegungen
3.3.5. Praktische Durchführung
3.3.5.1. Praktische Durchführung: ‚Stand up against Bullying‘
3.3.5.2. Beobachtung und Schüler*innenergebnisse: ‚Stand up against Bullying‘
3.3.5.3. Praktische Durchführung: ‚Social Media - good or bad for us?’
3.3.5.4. Beobachtung und Schüler*innenergebnisse: ‚Social Media - good or bad for us?‘
3.4. Reflexion des Unterrichtsvorhabens
4. Ausblick
Die vorliegende Facharbeit untersucht, inwiefern die Methode des Rollenspiels zur Förderung der kommunikativen Kompetenz, insbesondere der Sprechkompetenz (Speaking), in einer 7. Klasse einer Integrierten Gesamtschule (IGS) beitragen kann, um der im Englischunterricht häufig beobachteten Sprachlosigkeit entgegenzuwirken.
2.2. Die Sprechkompetenz und das Primat des Mündlichen
Der alltägliche Sprachgebrauch erfolgt mit 95 Prozent über die mündliche und mit fünf Prozent über die schriftliche Kommunikation. Mit der kommunikativen Wende und der Einführung der Kommunikativen Kompetenz in die Fremdsprachendidaktik wird das Primat des Mündlichen hervorgehoben, denn „language learning is language use“. Ohne Sprache zu sprechen kann Sprache nicht gelernt werden, denn Sprache leitet sich vom Sprechen ab. Der Teilkompetenz des Sprechen (speaking) wird in der Fremdsprachendidaktik somit eine besonderer Stellenwert verliehen. Damit erfolgt eine Verlagerung von der ehemals postulierten Sprachgenauigkeit (accuracy) auf die Sprachflüssigkeit (fluency). Der Sprachflüssigkeit wurde somit ein höherer Wert als der sprachlichen Richtigkeit im Hinblick auf die Grammatik gegeben.
Rebecca Huges definiert die Bedeutung des Sprechens im Fremdsprachenunterricht wie folgt: „In the realm of second language teaching there is (…) apparently high attention paid to the skill of speaking: to be fluent in a language is the (…) goal; the source of input in highly influential ‘communicative approaches’ is largely the spoken form”. In Anlehnung an diese Ausführungen besteht die zentrale Aufgabe des Fremdsprachenunterrichts in der Förderung der Kommunikativen Kompetenz im Bereich des Sprechens.
Dazu sollte der Fremdsprachenunterricht schüler*innenorientiert (learner-centredness) gestaltet werden und sich an den Interessen, Bedürfnissen sowie Kenntnissen und Fähigkeiten der S* richten. Über die Ebenen des Handlungskontinuums, des Sprachgenerierungsprozesses und der nonverbalen Begleitsignale kann ein solcher Fremdsprachenunterricht generiert werden und den Weg zu mehr Mündlichkeit ebnen.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die zunehmende Bedeutung der englischen Sprache und diskutiert die Problematik der „Sprachlosigkeit“ im Englischunterricht, wobei die Notwendigkeit authentischer Sprachanlässe betont wird.
2. Die Kommunikative Kompetenz: Dieses Kapitel definiert den Begriff der kommunikativen Kompetenz und erläutert die Bedeutung des Sprechens sowie die theoretischen Grundlagen der Rollenspiel-Methode im Fremdsprachenunterricht.
3. Unterrichtspraktische Umsetzung: Hier wird die praktische Erprobung der Rollenspiele in zwei Unterrichtseinheiten zu den Themen Mobbing und Soziale Medien beschrieben, inklusive der Analyse von Lernvoraussetzungen und Ergebnissen.
4. Ausblick: Das abschließende Kapitel fasst die Erkenntnisse zusammen und evaluiert den Nutzen der Rollenspiel-Methode zur Steigerung der Sprechzeit und Motivation der Schülerinnen und Schüler.
Kommunikative Kompetenz, Sprechkompetenz, Speaking, Fremdsprachenunterricht, Rollenspiel, Handlungsorientierung, Sprachflüssigkeit, Mündlichkeit, Mobbing, Soziale Medien, Schülerorientierung, Sprechzeit, Lernvoraussetzungen, Didaktik, Interaktion.
Die Arbeit untersucht den Einsatz der Methode des Rollenspiels im Englischunterricht einer 7. Klasse, um die Sprechkompetenz der Lernenden aktiv zu fördern.
Die zentralen Themen sind die Förderung der mündlichen Sprachproduktion, die Handhabung von Rollenspielen sowie die inhaltliche Auseinandersetzung mit den Themen Mobbing und soziale Medien.
Das Ziel ist es, durch eine handlungsorientierte Unterrichtsmethode (Rollenspiel) die Sprachlosigkeit im Fremdsprachenunterricht zu überwinden und die individuelle Sprechzeit der Schülerinnen und Schüler zu erhöhen.
Die Arbeit basiert auf fachdidaktischer Literaturrecherche und der praktischen Erprobung (Aktionsforschung) in einer eigenen Unterrichtspraxis an einer Integrierten Gesamtschule.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zur kommunikativen Kompetenz und eine detaillierte Auswertung der unterrichtspraktischen Umsetzung, inklusive Beobachtungen und Reflexion der Schülerergebnisse.
Die wichtigsten Schlagworte sind Kommunikative Kompetenz, Sprechkompetenz, Rollenspiel, Handlungsorientierung und Sprachflüssigkeit.
Viele Schülerinnen und Schüler empfanden das Agieren vor der Kamera als weniger beängstigend als das Sprechen im Plenum und identifizierten sich stark mit ihren Rollen, was die Sprechmotivation steigerte.
Da die Methode bereits bekannt war, entfiel die ausführliche Einführung; zudem wurden zur Bewältigung akustischer Probleme in den Videoaufnahmen Untertitel eingefordert.
Es wird festgestellt, dass die Lehrkraft Dialoge und Szenarien nach der Erarbeitungsphase aktiv Korrektur lesen sollte, um den Lernenden Sicherheit zu geben und grammatikalische Fehler zu minimieren.
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