Examensarbeit, 2014
76 Seiten, Note: 1,0
Geschichte Deutschlands - Nationalsozialismus, Zweiter Weltkrieg
1. Einleitung
2. Begriffsbestimmung: Widerstand
3. Widerstand aus dem Glauben: Die Zeugen Jehovas
Emil Rössler
Emilie Wickert
Adolf Wilhelm Mühlhäuser
Willi Seitz
4. Kirchlicher Widerstand
5. Kommunistischer Widerstand
Karl Friedrich Frei / Karoline Frei / Richard Albert Goldschmidt
Justus Leitz
Eugen Eckerlin
Karl Strober
Arthur Wiesemann
August Dosenbach
Otto Schneider / Adolf Schuler / Oskar Burgstahler
Albert Leopold und Max Leopold
Alwin Kutterer und Artur Perino
Karl Seib
Albert Brussel
Oskar Beneter
Ludwig Heinrich Friedrich Brieskorn / Elise Brieskorn / Karl Georg Ernst
Wilhelm Kunle
Johann Heinrich Wagenblaß
Karl Friedrich Wankmüller
Ernst Wunderle
Otto August Preiß / Erich Weingärtner
Gustav Kappler
Friedrich Karl Hans Dietz
6. Sozialdemokratischer Widerstand
Eugen Kern
Hermann Walter / Karl Konz / Hellmuth Stutz
Wilhelm Jakob Knobloch
Richard Zöller / Theodor Kunz
Friedrich Weick
Michael Lampert
7. Sonstiger Widerstand
Otto Hafner
8. Didaktische Umsetzung in der Sekundarstufe 1
9. Fazit
Die Arbeit untersucht den Widerstand gegen den Nationalsozialismus in Karlsruhe während der Anfangsjahre der NS-Herrschaft (1933–1934), um die vielfältigen Formen oppositioneller Aktivitäten sowie die Motive der beteiligten Gruppen und Einzelpersonen historisch aufzuarbeiten.
Arthur Wiesemann
Arthur Wiesemann, geboren im Jahr 1896, von Beruf Kaufmann und wohnhaft in Knielingen, war ein aktives Mitglied der Karlsruher Gruppen im Untergrund. Unter anderem durch ihn entstanden in Karlsruhe kommunistische Zeitungen, die direkt vor Ort hergestellt und verbreitet wurde: Mit einer Vervielfältigungsmaschine vervielfältigte er Texte, die von dem KPD-Mitglied Kropf aus Südbaden verfasst und von dem russischen Studenten der Technischen Hochschule Karlsruhe Herbert Paltschik auf Wachsmatrizen geschrieben worden waren, welche in einer Flasche im Hardtwald an einer bestimmten Stelle versteckt wurden. Von dort aus wurden sie eine bestimmte Zeit lang von dem Maler Artur Graf abgeholt.
Dies tat er immer dann, wenn ein Kreidekreis auf einer Band in der Nähe des Verstecks angebracht war. Sobald er die Matrizen mitgenommen hatte, machte er ein Kreuz in den Kreidekreis. Die Matrizen wurden daraufhin in die Gartenhütte des Zimmermanns Strobel im Beiertheimer Feld gebracht: „Dort standen, verborgen unter dem Bretterboden, zwei Abziehapparate und Saugpapier bereit.“
1. Einleitung: Die Einleitung skizziert den Beginn des NS-Regimes in Karlsruhe nach 1933 und die daraus resultierende erste Welle politischer Verfolgung sowie die Reaktionen der Arbeiterparteien.
2. Begriffsbestimmung: Widerstand: Dieses Kapitel erörtert die Definitionsschwierigkeiten und verschiedenen wissenschaftlichen Abstufungen von Widerstand im Nationalsozialismus.
3. Widerstand aus dem Glauben: Die Zeugen Jehovas: Hier wird der rein religiös motivierte Widerstand der als erste verbotenen Glaubensgemeinschaft gegen das totalitäre System analysiert.
4. Kirchlicher Widerstand: Das Kapitel beleuchtet die defensive Haltung der großen christlichen Volkskirchen gegenüber dem Regime und vereinzelte oppositionelle Stimmen von Geistlichen.
5. Kommunistischer Widerstand: Ein ausführliches Kapitel über die KPD, ihre konspirativen Strukturen, die Herstellung illegaler Medien und die Verfolgung ihrer Funktionäre.
6. Sozialdemokratischer Widerstand: Es wird die Arbeit der illegalen SPD-Gruppen in Karlsruhe beschrieben, die ihre Aktivitäten trotz massiven Drucks aufrechtzuerhalten versuchten.
7. Sonstiger Widerstand: Zusammenfassung weiterer, abseits der großen Parteien stattfindender Widerstandsaktionen, wie beispielsweise Fluchthilfe für jüdische Mitbürger.
8. Didaktische Umsetzung in der Sekundarstufe 1: Ein pädagogischer Leitfaden, wie lokale Widerstandsgeschichte projektorientiert und quellenbasiert in den Geschichtsunterricht integriert werden kann.
9. Fazit: Eine abschließende Betrachtung, die die Bedeutung des Widerstands kleinerer Gruppen und Einzelpersonen als Teil des gesellschaftlichen Ganzen hervorhebt.
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Die Arbeit analysiert den lokalen Widerstand gegen das nationalsozialistische Regime in Karlsruhe in den Jahren 1933 und 1934 und beleuchtet dabei die Motive sowie Arbeitsweisen verschiedener politischer und religiöser Gruppen.
Zu den Schwerpunkten gehören der kommunistische und sozialdemokratische Widerstand, die religiöse Opposition der Zeugen Jehovas, kirchliche Dissidenz sowie Ansätze zur Vermittlung dieser Themen im Schulunterricht.
Ziel ist es, die verschiedenen Formen oppositioneller Aktivitäten in einer Zeit intensiver Umwälzung und Gleichschaltung historisch aufzuarbeiten und die Aktivitäten lokaler Akteure in Karlsruhe zu dokumentieren.
Der Autor stützt sich primär auf eine Auswertung historischer Primärquellen, insbesondere Lageberichte der Geheimen Staatspolizei sowie Akten des Sondergerichts Mannheim.
Der Hauptteil gliedert sich in verschiedene Widerstandsgruppen (Kommunisten, Sozialdemokraten, Zeugen Jehovas, Kirche), deren organisatorische Untergrundaktivitäten und dokumentiert dabei zahlreiche individuelle Lebenswege.
Wichtige Begriffe sind unter anderem NS-Regime, Konspiration, Schutzhaft, Untergrundpresse, Zeitzeugenschaft und Geschichtsdidaktik.
Karlsruhe fungierte als Standort von Sondergerichten und Gestapo-Dienststellen, deren Akten heute einen detaillierten Blick auf die landesweite Verfolgung und den lokalen Widerstand ermöglichen.
Ihr Widerstand war rein religiös motiviert und führte zu einer besonders unerbittlichen Verfolgung durch die Nationalsozialisten, da die Glaubensleitsätze der Zeugen mit dem Absolutheitsanspruch des Staates kollidierten.
Die Arbeit mit Originaldokumenten im Archiv ermöglicht Jugendlichen einen konkreten, forschenden Zugang zur Geschichte vor Ort, der über das abstrakte Lernen mit Schulbüchern hinausgeht und Quellenkritik fördert.
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