Bachelorarbeit
49 Seiten
Diese Bachelorarbeit beschäftigt sich mit dem Sozialistischen Patientenkollektiv (SPK), einer selbstorganisierten Patientengruppe, die in den 1970er Jahren in der Bundesrepublik Deutschland entstand. Die Arbeit analysiert die Entstehung, die Entwicklung und die Radikalisierung des SPK vor dem Hintergrund der Antipsychiatrie-Bewegung, der Studentenbewegung und der politischen und gesellschaftlichen Umbrüche der späten 1960er und frühen 1970er Jahre.
Das erste Kapitel führt in die Thematik der Arbeit ein und stellt das Sozialistische Patientenkollektiv (SPK) als eine Gruppe vor, die das Thema „Krankheit“ in einen politischen Kontext stellt. Es werden die Ursprünge der Antipsychiatrie-Bewegung und deren Einfluss auf das SPK beleuchtet, sowie die Bedeutung von „Psychiatrie“ aus einer kulturwissenschaftlichen Perspektive diskutiert.
Das zweite Kapitel beleuchtet die Entstehung des SPK in der Poliklinik Heidelberg und dessen Entwicklung vor dem Hintergrund der Studentenbewegung der späten 1960er Jahre. Es werden die Schlüsselfiguren und die frühen Aktivitäten des SPK vorgestellt.
Das dritte Kapitel befasst sich mit den theoretischen Grundlagen und der Praxis des SPK. Es werden die zentralen Ideen des SPK, die sich auf die Rolle des „Kranken als revolutionäres Subjekt“ konzentrieren, analysiert. Des Weiteren werden die therapeutische und politische Praxis des SPK sowie die internen Faktoren, die zur Radikalisierung des Kollektivs führten, untersucht.
Das vierte Kapitel befasst sich mit der Verbindung zwischen dem SPK und der Roten Armee Fraktion (RAF) und untersucht die Frage nach der „Psycho-RAF“. Es wird die Rolle des SPK im Kontext des politischen Terrors der frühen 1970er Jahre diskutiert.
Die Arbeit beschäftigt sich mit den Schlüsselbegriffen Antipsychiatrie, Patientenkollektiv, Radikalisierung, politische Praxis, Studentenbewegung, 1968er-Bewegung, therapeutische Gemeinschaft, Sozialismus, Krankheit, Normalität, Machtstrukturen, und „der Kranke als revolutionäres Subjekt“.
Das SPK war eine 1970 in Heidelberg gegründete, selbstorganisierte Patientengruppe, die psychische Krankheit als politisches Problem und Folge kapitalistischer Verhältnisse ansah.
Er drückt die Überzeugung des SPK aus, dass Kranke ein revolutionäres Subjekt sind und ihre Krankheit nutzen sollten, um das herrschende System zu bekämpfen.
Die Antipsychiatrie kritisierte ab den 1950er Jahren die traditionelle Psychiatrie als Unterdrückungsinstrument und forderte eine gesellschaftliche Betrachtung psychischer Leiden.
Die Radikalisierung wurde durch interne Faktoren wie Gruppendynamik und Sprache sowie durch äußere Konflikte mit der Universität Heidelberg und staatlichen Behörden vorangetrieben.
Nach der Auflösung des SPK schlossen sich einige Mitglieder der Terrororganisation Rote Armee Fraktion (RAF) an, was zur Bezeichnung "Psycho-RAF" führte.
Die 1968er-Bewegung bot den ideologischen Nährboden und die personelle Vernetzung für die Entstehung des Kollektivs in der Heidelberger Poliklinik.
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