Bachelorarbeit, 2023
40 Seiten, Note: 1,0
Diese Hausarbeit analysiert die soziale Konstruktion von Geschlecht in MINT-Fächern. Sie untersucht, wie Lehrkräfte und Schülerinnen und Schüler durch ihre Interaktionen Geschlechterunterschiede im Unterricht reproduzieren. Dabei wird das Konzept des Doing Gender nach West und Zimmerman sowie dessen Weiterentwicklung durch Hirschauer und Butler herangezogen. Die Arbeit konzentriert sich auf zwei Studien, die den Umgang mit Geschlecht in MINT-Fächern beleuchten: Buddes/Faulstich-Wieland 2005/06 und Pauli/Lipowsky 2007.
Die Einleitung führt in das Thema Geschlechterunterschiede in MINT-Fächern ein und stellt die Relevanz des Doing Gender-Konzepts für die Analyse dieser Unterschiede heraus. Kapitel 2 präsentiert den aktuellen soziologischen Forschungsstand zum Thema Doing Gender in MINT-Fächern und beleuchtet die Bedeutung des Konzepts für die Erklärung von Geschlechterdifferenzen. In Kapitel 3 wird die Konzeption des Doing Gender ausführlich vorgestellt, indem verschiedene Theorien zur Geschlechterkonstruktion von Garfinkel, Goffman, West/Zimmerman, Hirschauer und Butler diskutiert werden.
Kapitel 4 untersucht schulische Geschlechterdifferenzen in der historischen Betrachtung und beleuchtet die Entwicklung des Geschlechterverständnisses im Laufe der Zeit. Kapitel 5 analysiert zwei Studien, die sich mit Doing Gender in MINT-Fächern befassen. Abschnitt 5.1 behandelt die Studie von Buddes/Faulstich-Wieland 2005/06, die den Einfluss von Lehrkräften auf die soziale Konstruktion von Geschlecht im Werkunterricht untersucht. Abschnitt 5.2 analysiert die Studie von Pauli/Lipowsky 2007, die sich mit der Unterrichtsbeteiligung von Schülerinnen und Schülern im Mathematikunterricht beschäftigt.
Die zentralen Schlüsselwörter dieser Arbeit sind Doing Gender, soziale Konstruktion von Geschlecht, MINT-Fächer, Geschlechterunterschiede, Unterrichtsbeteiligung, Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler, Stereotype, Studien von Buddes/Faulstich-Wieland 2005/06 und Pauli/Lipowsky 2007.
Das Konzept "Doing Gender" beschreibt die soziale Konstruktion von Geschlecht durch alltägliche Interaktionen. In der Schule bedeutet dies, dass Lehrkräfte und Schüler durch ihr Verhalten Geschlechterunterschiede aktiv reproduzieren.
Die Forschung zeigt, dass Lehrkräfte oft unbewusst Geschlechterstereotype einbringen, indem sie Jungen stärker motivieren und bei Mädchen den Unterricht auf einem niedrigeren Niveau halten.
Jungen neigen dazu, sich häufiger zu melden und Defizite zu kaschieren, während Mädchen sich oft passiver verhalten und Fehler weniger verstecken, was oft eine Reaktion auf die Erwartungen der Lehrkräfte ist.
Die Arbeit basiert auf Theorien von West und Zimmerman (1987), Hirschauers "Un/doing Differences", Butlers poststrukturalistischer Theorie sowie Ansätzen von Goffman und Garfinkel.
Es wurden insbesondere die Studien von Buddes/Faulstich-Wieland (2005/06), Pauli/Lipowsky (2007) und Jungwirth (1991) herangezogen.
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