Bachelorarbeit, 2021
48 Seiten, Note: 1,7
1. EINLEITUNG
2. ONLINEMOBBING
2.1 Theorien über Onlinemobbing
2.2 Rolle der sozialen Medien beim Onlinemobbing
2.3 Onlinemobbing gegen Frauen
3. NETZFEMINISMUS
3.1 Theorien über Netzfeminismus
3.2 Rolle der sozialen Medien beim Netzfeminismus
3.3 Moderner Netzfeminismus: Das Beispiel Shirin David
4. WECHSELVERHÄLTNIS VON ONLINEMOBBING UND NETZFEMINISMUS
4.1 Netzfeministische Reaktionen auf den Fall Kasia Lenhardt
4.2 Netzfeminismus als Reaktion auf Onlinemobbing
5. SCHLUSSBETRACHTUNG
5.1 Fazit
5.2 Ausblick
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht das Verhältnis zwischen Onlinemobbing in sozialen Medien und dem modernen Netzfeminismus. Das primäre Ziel ist zu beantworten, inwiefern Netzfeminismus als eine Reaktion auf die gegen Frauen gerichtete digitale Gewalt fungiert.
2.1 Theorien über Onlinemobbing
Mobbing entsteht laut Stallybrass und White, wenn Individuen von gesellschaftlichen oder ideologischen Normen abweichen: „Rather it is to acknowledge that the grotesque tends to operate as a critique of a dominant ideology which has already set the terms, designating what is high and low.“10 Oftmals wird dieses abweichende Verhalten von der Gesellschaft als normverletzend wahrgenommen und abgewertet.11
Fawzi unterscheidet bei Angriffen auf Individuen oder Personengruppen zwischen Klatsch und Mobbing und beschreibt Klatsch als „eine Form der Alltagskommunikation, bei der der Klatschproduzent mit dem Rezipienten Neuigkeiten über persönliche Angelegenheiten des Klatschobjektes austauscht.“12 Der Unterschied zum Mobbing bestehe darin, dass Klatsch in Abwesenheit des Klatschobjektes ausgetauscht werde und einen Kommunikationszweck erfülle, während sich Mobbing durch intendierte, verletzende Angriffe äußere.13 Im Unterschied zum Mobbing erfüllt Klatsch also, obwohl er gesellschaftlich verpönt und teilweise auch gefürchtet wird, „wichtige soziale Funktionen, wie beispielsweise den Erhalt von Gruppennormen.“14 Klatsch kann jedoch nicht mehr in Abwesenheit des Klatschobjektes erfolgen, sondern in Anwesenheit des Klatschobjektes erfolgt, wie es beispielsweise beim Klatsch unter Kindern oftmals der Fall ist.15 Auch beim Mobbing findet kein aktiver Dialog zwischen Täter und Opfer statt: der Täter greift das Opfer nicht in einem privaten, direkten Rahmen an, sondern verlagert dies in einen öffentlichen Diskurs.16 Dabei beachtet der Täter nicht, in welchem Ausmaß die diffamierenden Informationen oder Gerüchte verbreitet werden können, sondern nimmt die wahllose Vertreibung dieser in Kauf.17 Klatsch kann ebenso zu Onlinemobbing führen, wenn er im digitalen Raum öffentlich kommuniziert und verbreitet wird.18
1 EINLEITUNG: Die Einleitung führt in die Relevanz der digitalen Welt und die Problematik der geschlechtsspezifischen digitalen Gewalt ein und skizziert das Forschungsziel.
2 ONLINEMOBBING: Dieses Kapitel definiert Mobbing theoretisch, erläutert die Entwicklung vom analogen zum digitalen Raum und beleuchtet die Mechanismen digitaler Gewalt.
3 NETZFEMINISMUS: Hier werden die Ziele und Strategien des Netzfeminismus als Antwort auf gesellschaftliche Missstände, insbesondere unter Nutzung sozialer Medien, analysiert.
4 WECHSELVERHÄLTNIS VON ONLINEMOBBING UND NETZFEMINISMUS: Dieses Kapitel prüft, wie sich die beiden Phänomene gegenseitig beeinflussen und ob Netzfeminismus als direkte Reaktion auf Mobbing agiert.
5 SCHLUSSBETRACHTUNG: Die Arbeit fasst ihre Erkenntnisse zusammen, betont die gegenseitige Abhängigkeit der Phänomene und gibt einen Ausblick auf künftige Entwicklungen.
Onlinemobbing, Netzfeminismus, digitale Gewalt, soziale Medien, geschlechtsspezifische Gewalt, Cyber-Mobbing, Opfer-Täter-Beziehung, Victim Blaming, Empowerment, Internetaktivismus, Empowerment, Diskurs, Kommunikation, Anonymität, Digitale Identität.
Die Arbeit analysiert die Dynamik zwischen Onlinemobbing in sozialen Medien und den Praktiken des modernen Netzfeminismus.
Zentral sind die Formen digitaler Gewalt, die Rolle sozialer Medien als Tatort und als Plattform für aktivistischen Widerstand sowie Konzepte wie feministisches Empowerment.
Die Forschungsfrage lautet, inwieweit der heute präsente Netzfeminismus als eine Reaktion auf das gegen Frauen gerichtete Mobbing in den sozialen Medien zu verstehen ist.
Die Autorin nutzt eine theoretische Aufarbeitung der Fachliteratur in Kombination mit Fallbeispielen wie Kasia Lenhardt und Shirin David, um die Theorie mit der medialen Praxis zu verknüpfen.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung des Mobbings und Netzfeminismus sowie deren praktische Anwendung in aktuellen gesellschaftspolitischen Debatten.
Begriffe wie digitale Gewalt, Netzfeminismus, Online-Aktivismus, geschlechterkritische Diskurse und virtuelle Identität strukturieren die Arbeit.
Der Fall dient als konkrete Fallstudie, um zu zeigen, wie öffentliches Onlinemobbing extreme psychische Folgen haben kann und welche Rolle mediale Vorverurteilungen spielen.
David dient als Repräsentantin, die ihr öffentliches Auftreten strategisch nutzt, um gegen sexistische Anfeindungen und Vorurteile im Internet zu argumentieren.
Sie kommt zu dem Schluss, dass das Internet zwar Räume für Diskriminierung bietet, aber gleichzeitig eine notwendige Infrastruktur für feministische Gegenstimmen darstellt.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

