Bachelorarbeit, 2019
65 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
1.1 Problemstellung und Zielsetzung
1.2 Aufbau der Arbeit
2 Ist-Situation in den Destinationen
3 Theoretische Grundlagen
3.1 Definition des Overtourism-Begriffs
3.2 Geschichtliche Entwicklung zum Overtourism
3.3 Gast-Gastgeber-Beziehung
4 Ursachen und Treiber des Overtourism und deren Auswirkungen
4.1 Ursachen
4.1.1 Angebotsseite
4.1.2 Nachfrageseite
4.2 Treiber des Overtourism
4.3 Auswirkungen auf die Destination
5 Praktische Anwendung
5.1 Analyse der Einflussfaktoren anhand der Stadt Venedig
5.1.1 Präsentation der Destination
5.1.2 PESTEL-Analyse
5.1.3 Auswertung
5.2 Handlungsempfehlungen: Strategien und Maßnahmen
6 Fazit und Ausblick
Diese Arbeit analysiert die Einflussfaktoren des Phänomens Overtourism und entwickelt basierend auf der PESTEL-Analyse der Stadt Venedig konkrete Handlungsempfehlungen, um den Herausforderungen der touristischen Überfüllung entgegenzuwirken.
3.1 Definition des Overtourism-Begriffs
Die UNWTO gibt an, dass das touristische Medienunternehmen Skift den Begriff „Overtourism“ 2016 erfand.17 Grund dafür war die von Gründer Rafat Ali insbesondere in Island bemerkte Entwicklung.18 Seither ist es ein Schlagwort in der Branche.
Schon seit den 1930er Jahren, beschäftigt sich die Branche mit den Herausforderungen des Managements von Destinationen zum beiderseitigen Vorteil von Besuchern und Bevölkerung. Dies wurde von der UNWTO unter Tourism´s Carrying Capacity19 (TCC) als „the maximum number of people that may visit a tourist destination at the same time, without causing destruction of the physical, economic and sociocultural environment and an unacceptable decrease in the quality of visitors’ satisfaction” definiert.20 Da jede Destination eine spezifische Struktur aufweist, wird die Tragfähigkeit in folgende Aspekte untergliedert:
1 Einleitung: Beschreibt die Problemstellung der touristischen Überlastung und definiert die Zielsetzung sowie den formalen Aufbau der Arbeit.
2 Ist-Situation in den Destinationen: Gibt einen Status Quo über weltweit betroffene Orte und verdeutlicht die Dringlichkeit des Themas durch aktuelle Daten und Beispiele.
3 Theoretische Grundlagen: Schafft das wissenschaftliche Fundament durch Begriffsdefinitionen, historische Zusammenhänge und die Analyse der Gast-Gastgeber-Beziehung.
4 Ursachen und Treiber des Overtourism und deren Auswirkungen: Analysiert die ökonomischen und strukturellen Ursachen sowie die ökologischen und sozialen Konsequenzen des Phänomens.
5 Praktische Anwendung: Untersucht die Stadt Venedig mittels PESTEL-Analyse und erarbeitet Handlungsempfehlungen für ein nachhaltiges Management.
6 Fazit und Ausblick: Führt die Ergebnisse zusammen und bewertet die Notwendigkeit eines ganzheitlichen Umdenkens in der Destinationspolitik.
Overtourism, Massentourismus, Venedig, PESTEL-Analyse, Tragfähigkeit, Destinationsmanagement, Kreuzfahrtindustrie, Sharing Economy, Nachhaltigkeit, Tourismuspolitik, soziale Auswirkungen, ökologische Folgen, Besucherlenkung, Stadtentwicklung, Standortfaktoren
Die Arbeit untersucht das Phänomen Overtourism, analysiert dessen Ursachen und Treiber und zeigt anhand der Stadt Venedig auf, wie Destinationen durch zielgerichtetes Management mit Überfüllung umgehen können.
Zur ganzheitlichen Betrachtung der Makroumwelt Venedigs wird die PESTEL-Analyse angewandt, welche politische, ökonomische, sozio-kulturelle, technologische, ökologische und rechtliche Faktoren untersucht.
Overtourism konzentriert sich stärker auf die resultierenden Nutzungskonflikte sowie die Auswirkungen auf Anwohner und die Lebensqualität innerhalb einer Destination, während Massentourismus primär als bloße Organisationsform von Reisen verstanden wird.
Venedig dient als prominentes Beispiel für die extreme Belastung durch Kreuzfahrttourismus und massive Besucherströme, die das ökologische Gleichgewicht sowie die soziale Struktur der Stadt maßgeblich beeinträchtigen.
Die Politik trägt durch regulatorische Rahmenbedingungen (z.B. Lizenzen für Hotels, Zweckentfremdungsverbote) eine entscheidende Verantwortung, um das Gleichgewicht zwischen wirtschaftlichen Interessen und dem Erhalt der Lebensqualität zu sichern.
Die Arbeit empfiehlt einen holistischen Ansatz aus einer Fact-Base-basierten Planung, zeitlicher und geografischer Lenkung der Besucherströme, innovativen Finanzierungsmodellen und der Einbeziehung der lokalen Bevölkerung.
Ja, laut der Studie bieten Technologien wie Smart-City-Konzepte, Echtzeit-Besucherinformationen und digitale Besucherlenkung signifikante Potenziale, sofern sie in ein langfristiges Tourismusmanagement eingebettet sind.
Die Arbeit identifiziert die Sharing Economy als einen Treiber, der durch die touristische Vermietung von Wohnraum zum Schrumpfen des bezahlbaren Wohnraums für Einheimische und zur Veränderung des Stadtcharakters beiträgt.
Obwohl Kreuzfahrten touristische Einnahmen bringen, zeigt die Analyse, dass die negativen ökologischen Folgen und die Belastung der Bausubstanz sowie der Verlust an lokaler Lebensqualität in einem kritischen Kosten-Nutzen-Verhältnis stehen.
Die Vielzahl der Initiativen signalisiert, dass sich die Bevölkerung nicht ausreichend in die Gestaltung der Stadt einbezogen fühlt und die negativen Auswirkungen des Tourismus die positiven ökonomischen Effekte für die breite Masse überwiegen.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

