Masterarbeit, 2014
113 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Konzeption der Arbeit
2.1 Suchprozess
2.2 Selektionsprozess
2.3 Deskriptive Auswertungen der Literatur
3. Erkenntnisse der Forschung
3.1 Hedonistischer Konsum
3.1.1 Vorstellung des Hedonistischen Konsums
3.1.2 Sporterlebnisse als hedonistische Güter
3.1.3 Einkaufen als hedonistisches Erlebnis
3.1.4 Anpassung an hedonistische Erfahrungen und Produkte
3.1.5 Zwischenfazit
3.2 Messungen der Verbrauchereinstellungen
3.2.1 Skalen zur Differenzierung der Dimensionen
3.2.2 Messbarkeit der Dimensionen bei Einkauf und Konsum
3.2.3 Zwischenfazit
3.3 Bevorzugung hedonistischer oder utilitaristischer Güter: Situationen und Bedingungen
3.3.1 Zeitlicher Aspekt
3.3.2 Einfluss von Sortimentsgröße und Sortimentsvielfalt
3.3.3 Beeinflussung der Kaufentscheidung durch Affekt, Kognition und den Fokus der Konsumenten
3.3.4 Weitere Forschungsfelder
3.3.5 Zwischenfazit
3.4 Hedonistische und utilitaristische Güter in der Werbung
3.4.1 Effektivität von Werbemaßnahmen
3.4.2 Differenzierung nach affektiver und rationaler Werbung
3.4.3 Gebrauch von Sprache zwischen den Dimensionen
3.4.4 Zwischenfazit
3.5 Rechtfertigungen des hedonistischen Konsums
3.5.1 Situationen und Möglichkeiten der Rechtfertigung
3.5.2 Alternative Möglichkeiten der Rechtfertigung
3.5.3 Einfluss von Rechtfertigungen auf den hedonistischen Konsum
3.5.4 Zwischenfazit
3.6 Selbstkontrolle im Kontext des hedonistischen Konsums
3.6.1 Informationsverarbeitung
3.6.2 Einflussfaktoren der Selbstkontrolle
3.6.3 Möglichkeiten und Strategien zur Selbstkontrolle
3.6.4 Zwischenfazit
4. Abschließende Betrachtung
4.1 Zusammenfassung
4.2 Limitationen
4.3 Implikationen
4.4 Zukünftige Forschungen
Ziel dieser Arbeit ist es, eine systematische Literaturanalyse zu erstellen, die den Forschungsstand zu hedonistischen und utilitaristischen Gütern der letzten 30 Jahre aufarbeitet. Die zentrale Forschungsfrage untersucht, welche Ergebnisse und Fortschritte in der Forschung in Bezug auf Produktpräferenzen, Einflussfaktoren auf Kaufentscheidungen sowie die Rolle der Selbstkontrolle und Rechtfertigungsstrategien erzielt wurden.
3.1.1 Vorstellung des Hedonistischen Konsums nach Hirschman und Holbrook
Die Idee des Konsums von bestimmten Gütern nicht aus einer Notwendigkeit heraus, sondern aus Freude an dem Gut selbst, ist im Jahr 1982 keine grundlegend Neue (siehe Levy 1959). Hirschman und Holbrook sind zu Beginn der 1980er Jahre jedoch die ersten Autoren, die hierzu ein umfassendes Konzept präsentieren. Darüber hinaus formulieren sie mehrere Definitionen zu diesem Thema, die noch heute von Forschern verwendet werden, um etwa einleitend das Verständnis vom hedonistischem Konsum und hedonistischen Gütern festzuhalten (u.a. Voss et al. 2003, Ryu et al. 2010, Palazon/ Delgado-Ballester 2013). Konkret lautet die Definition Hirschmans und Holbrooks für hedonistischen Konsum wie folgt: „Hedonic consumption designates those facets of consumer behavior that relate to the multisensory, fantasy and emotive aspects of one`s experience with products“ (Hirschman/ Holbrook 1982, S. 92).
In ihren 1982 veröffentlichten Artikeln “Hedonic Consumption: Emerging Concepts, Methods and Propositions“ und “The Experiential Aspects of Consumption: Consumer Fantasies, Feelings, and Fun“ präsentieren Hirschman und Holbrook ihr Konzept des hedonistischen Konsums als Ergänzung und Erweiterung der traditionellen Konsumententheorie vom nutzenorientierten und rational entscheidenden Konsumenten. Dabei betonen die Autoren, dass sie etwa das bis dato in der Wissenschaft vorherrschende Informationsverarbeitungsmodell nach Bettman (1979) nicht negieren, sondern durch die hedonistische Perspektive das Verständnis vom Konsum durch die Bestandteile Fantasie, Gefühl und Spaß komplementieren (Hirschman/ Holbrook 1982).
1. Einleitung: Dieses Kapitel legt die Motivation der Arbeit dar und definiert die grundlegenden Begriffe hedonistischer und utilitaristischer Konsum.
2. Konzeption der Arbeit: Es wird erörtert, wie die Literatur gesucht und nach festgelegten Kriterien für die Analyse selektiert wurde.
3. Erkenntnisse der Forschung: Hier werden auf Basis der ausgewerteten Quellen die verschiedenen Forschungszweige wie Konsummotive, Messmethoden, Einflussfaktoren und Rechtfertigungsstrategien detailliert diskutiert.
4. Abschließende Betrachtung: Das Kapitel fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen, diskutiert Limitationen und leitet Implikationen sowie zukünftige Forschungsansätze ab.
Hedonistischer Konsum, Utilitaristischer Konsum, Literaturanalyse, Konsumentenverhalten, Marketing, Kaufentscheidung, Rechtfertigung, Selbstkontrolle, Produktpräferenzen, affektive Wahrnehmung, kognitive Verarbeitung, Werbemaßnahmen, Konsummotive, Consumer Choice, Bedürfnisstruktur.
Die Arbeit befasst sich mit einer systematischen Literaturanalyse zum Konsum von hedonistischen (Freude stiftenden) und utilitaristischen (nutzenorientierten) Gütern im Marketingkontext.
Die zentralen Themen umfassen die Messbarkeit der beiden Güterklassen, die Faktoren, die Kaufentscheidungen beeinflussen, sowie Strategien zur Rechtfertigung hedonistischen Konsums und Mechanismen der Selbstkontrolle.
Das Ziel ist ein aktueller Überblick über 30 Jahre Forschung zu diesem Thema, um zu verstehen, wie und warum Konsumenten zwischen diesen Produktklassen wählen.
Es handelt sich um eine systematische Literaturanalyse (Inhaltsanalyse) von 81 ausgewählten, wissenschaftlichen Fachartikeln aus dem Zeitraum 1982 bis 2014.
Der Hauptteil gliedert sich in verschiedene Forschungszweige, von der Definition hedonistischen Konsums über die Skalenentwicklung zur Messung bis hin zu Einflussfaktoren auf Kaufabsichten und Werbung.
Hedonistischer Konsum, utilitaristischer Konsum, Kaufentscheidung, Selbstkontrolle, Rechtfertigung und Marketingstrategien.
Ihre Arbeit von 1982 gilt als wegweisend und hat das grundlegende Verständnis von Konsum als affektive, multisensorische Erfahrung in die Wissenschaft eingeführt.
Selbstkontrolle dient oft dazu, den inneren Konflikt zwischen dem Wunsch nach Genuss (hedonistisch) und der Notwendigkeit von Vernunft (utilitaristisch) zu managen.
Konsumenten nutzen verschiedene Rechtfertigungsstrategien, um Schuldgefühle zu reduzieren, wie etwa die Verknüpfung mit harter Arbeit, wohltätigen Aspekten oder die Nutzung von Bonusprogrammen.
Studien zeigen, dass affektive Werbung besser für hedonistische Produkte funktioniert, während rationale Werbung eher utilitaristische Kundenerwartungen anspricht.
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