Masterarbeit, 2023
202 Seiten, Note: 1.3
Einleitung
1. Theoretischer Rahmen
1.1 Begriffsdefinitionen
1.1.1 Architektur
1.1.2 Architekturpsychologie
1.1.3 Wohlbefinden
1.2 Geschichte der Schulbaugestaltung
1.2.1 16. Jahrhundert
1.2.2 19. und 20. Jahrhundert
1.3 Theorie
1.3.1 Der Raum als dritter Erzieher
1.4 Notwendigkeit und Motivation der Umgestaltung von Schulen
1.4.1 Ganztagsschulen
1.4.2 Ganztagsschule und Berufskolleg
1.4.3 Inklusion
1.5 Psychologie der Architektur
1.5.1 Farbpsychologie
1.5.2 Psychologie des Lichts
1.5.3 Psychologische Wirkung von Baumaterialien
2. Aktueller Forschungsstand zur Schulhausarchitektur
2.1 Bisherige Modelle von Schulraumgestaltung
2.1.1 Klassenraum-Plus-Modell
2.1.2 Cluster-Modell
2.1.3 Lernlandschaft
2.2 Musterschulen
2.2.1 Laborschule Bielefeld
2.2.2 Ørestad Gymnasium Kopenhagen
2.2.3 Alemannenschule Wutöschingen
2.2.4 Erzbischöfliches Berufskolleg Köln
3. Projekt-Design
3.1 Forschung und Zielsetzung
3.2 Methode und Vorgehen
3.3 Durchführung
3.4 Konzeption und Erläuterung des Fragebogens
3.5 Auswertung des Fragebogens
4. Ergebnisdarstellung
5. Diskussion der Ergebnisse
6. Fazit und Ausblick
Diese Masterarbeit untersucht den Einfluss der Schulhausarchitektur auf das Wohlbefinden von Schülern eines kaufmännischen Berufskollegs. Basierend auf der Theorie „Der Raum als dritter Erzieher“ und einer quantitativen Untersuchung bei zwei unterschiedlichen Bildungsgängen, wird analysiert, inwiefern bauliche Gestaltungen der Lernumgebung die Wahrnehmung und das Befinden der Lernenden beeinflussen.
1.3.1 Der Raum als dritter Erzieher
Die Theorie des Raums als dritten Erzieher basierend auf der Reggio-Pädagogik, welche von dem italienischen Erziehungswissenschaftler Loris Malaguzzi mitentwickelt wurde, akzentuiert den Raum als dritten Erzieher, schreibt diesem somit eine große Bedeutung zu und fungiert als Rahmen- und Impulsträger. Der erste Erzieher ist das Kind selbst, während das soziale Umfeld, darunter auch die Lehrkraft als zweiter Erzieher apostrophiert wird (vgl. Beek 2001).
Die verschiedenartig interpretierbare und teils missverständliche Metapher des Raumes als dritten Erzieher wird von einigen anderen Wissenschaftlern in Frage gestellt (vgl. Dreier 1994, zitiert nach Knauf 2010). Trotz der in der Theorie immanenten großen Importanz des Raumes sei hier nicht eindeutig, ob sich dieser den ersten beiden Erziehern unterordnet und somit an Wichtigkeit verliert (vgl. Knauf 2010). Im klassischen Sinne des Aufzählungscharakters steht die Lehrperson nach dieser Theorie an zweiter Stelle und somit hierarchisch gesehen über dem Raum, was konträr zum eigentlichen Kern der Theorie wäre. Diese plädiert an erster Stelle für das selbstständige Lernen der Schüler*innen, wofür der Raum vor der Lehrperson stehen müsste.
Piagets Ansatz des Konstruktivismus ergänzt diese Theorie und untermauert die Wichtigkeit des Zusammenspiels von Raum und Mensch, geht auf die Andersartigkeit eines jeden Individuums ein, spricht sich somit gegen die herkömmliche Wissensvermittlung der meisten Schulen aus und plädiert für die Wichtigkeit selbstverantwortlicher Lernprozesse (vgl. Klaßen 2005).
Die Zweitrangigkeit der Lehrperson und die Bedeutsamkeit des Raums, mit dem damit einhergehenden selbstständigen Lernen der Schüler*innen, steckt den Rahmen dieser Arbeit.
1. Theoretischer Rahmen: Hier werden die zentralen Begriffe, wie Architektur und Architekturpsychologie, sowie die historische Entwicklung und die Theorie des Raumes als dritter Erzieher als Basis der Arbeit erörtert.
2. Aktueller Forschungsstand zur Schulhausarchitektur: Dieser Abschnitt analysiert verschiedene Modelle wie das Klassenraum-Plus-Modell oder die Lernlandschaft und stellt Musterschulen als praktische Beispiele vor.
3. Projekt-Design: Beschreibung der Forschungsziele sowie der verwendeten quantitativen Methode zur Erhebung und Auswertung des Online-Fragebogens an einem kaufmännischen Berufskolleg.
4. Ergebnisdarstellung: Präsentation der empirischen Daten und statistischen Auswertung der Wahrnehmung von Architektur durch die Schüler.
5. Diskussion der Ergebnisse: Kritische Reflexion der Untersuchungsergebnisse und deren Rückkopplung zum theoretischen Teil.
6. Fazit und Ausblick: Zusammenfassende Bewertung des Einflusses der Architektur auf das Wohlbefinden und Empfehlungen für künftige Schulbauplanungen.
Schularchitektur, Architekturpsychologie, Wohlbefinden, Berufskolleg, Lernlandschaft, Cluster-Modell, Raum als dritter Erzieher, Farbpsychologie, Schulentwicklung, Gestaltung der Lernumgebung, Inklusion, Ganztagsschule, Raumwahrnehmung, Schülerbefragung, quantitative Forschung.
Die Arbeit untersucht den Einfluss der Schularchitektur auf das Wohlbefinden von Schülern an einem kaufmännischen Berufskolleg und hinterfragt dabei die pädagogische Bedeutung der Gestaltung von Lernräumen.
Die Arbeit deckt die Grundlagen der Architekturpsychologie, die historische Entwicklung von Schulbauten, moderne Raummodelle sowie die psychologische Wirkung von Farben, Licht und Materialien ab.
Das primäre Ziel ist es herauszufinden, ob die Schulbaustruktur signifikante Auswirkungen auf das Wohlbefinden der Lernenden hat und wie sich Wahrnehmungen zwischen verschiedenen Bildungsgängen unterscheiden.
Die Autorin verwendet eine quantitativ-standardisierte Methodik in Form eines selbst entwickelten Online-Fragebogens, der an Schüler eines kaufmännischen Berufskollegs gerichtet wurde.
Der Hauptteil widmet sich dem Projekt-Design, der Konzeption des Fragebogens sowie der anschließenden Ergebnisdarstellung und Diskussion basierend auf den statistischen Auswertungen.
Schlüsselbegriffe sind unter anderem Architekturpsychologie, Schularchitektur, Lernumgebungen, Wohlbefinden und Berufskolleg.
Die Arbeit geht der Frage nach, ob die unterschiedliche Nutzungsdauer des Schulgebäudes (Vollzeit vs. Ausbildungsklassen) zu einer veränderten Wahrnehmung der architektonischen Umgebung führt.
Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Lichtverhältnisse im Raum einen hohen Stellenwert einnehmen, teilweise sogar über dem Aspekt der Farbgestaltung stehen.
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