Forschungsarbeit, 2022
140 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
1.1 Problemhintergrund
1.2 Ziel der Arbeit
1.3 Forschungsstand zu den Auswirkungen der gesamtwirtschaftlichen Störung auf die Sozialwirtschaft
1.4 Struktur und methodisches Vorgehen der Arbeit
2 Emergenz der Sozialwirtschaft
2.1 Die Heuristik der Sozialwirtschaft
2.2 Subsidiaritätsprinzip und Wohlfahrtspluralismus als Grundlage des sozialwirtschaftlichen Geschehens
2.3 Die institutionellen Akteure der Sozialwirtschaft und ihre Bedeutung
2.3.1 Die volkswirtschafte Bedeutung der Sozialwirtschaft – ein Bewertungsversuch
2.3.2 Die Bundesarbeitsgemeinschaft der freien Wohlfahrtspflege – ein Kurzüberblick
3 Gesamtwirtschaftliche Störung – eine Krise ohne Frühindikatoren
3.1 Historie der Covid-19-bedingten gesamtwirtschaftlichen Störung
3.2 Auswirkungen der gesamtwirtschaftlichen Störung auf das nationale und internationale Bruttoinlandsprodukt
3.3 Angebot und Nachfrage als ökonomische Schockmomente
3.4 Nationale Auswirkungen der Covid-19-bedingten Störung in den Jahren 2020 und 2021
4 Methoden
4.1 Stichprobe und Stichprobenberechnung
4.2 Prämissen zum Forschungsvorhaben und dessen Ausprägungen
4.3 Fragebogenkonstruktion und Stellenwert der standardisierten Befragung in der empirischen Sozialforschung
4.4 Pretest und Inhalts- und Konstruktvalidität
5 Ergebnisse
5.1 Weiterführende Informationen zur Rücklaufquote, zur Prämissen-Anpassung und zur Auswertung
5.2 Effekte der gesamtwirtschaftlichen Störung auf die Geschäftsmodelle der privat-gemeinnützigen Träger
5.3 Zukunftserwartungen und Zukunftsorientierung der institutionellen Träger
5.4 Zusammenfassung der Umfrageergebnisse
6 Diskussion
6.1 Zusammenfassung der Ergebnisse
6.2 Schlussfolgerungen und Ausblick
6.3 Limitationen der Arbeit
7 Fazit
Ziel dieser Arbeit ist es, die Auswirkungen der gesamtwirtschaftlichen Störung durch die Covid-19-Pandemie auf die Geschäftsmodelle von freigemeinnützigen Trägern der Sozialwirtschaft in Deutschland zu untersuchen und bestehende statistische Lücken zu schließen.
Die Heuristik der Sozialwirtschaft
Um das Wesen der Sozialwirtschaft tiefgreifender und ganzheitlicher zu verstehen, müssen neben der Emergenz auch die entsprechenden Handlungslogiken berücksichtigt werden. Hierbei sind die Ebenen, in denen die Sozialwirtschaft wirkt, und die Modi ihrer Wirkung in den Fokus der Betrachtung zu stellen. Aus der Fachliteratur lassen sich sowohl bei Wendt, Schneiders und Becker als auch bei Siegler entsprechende fundierte Erklärungsversuche entnehmen, die die unterschiedlichen Differenzierungsmöglichkeiten und Wirkmechanismen erläutern.
Während Wendt auf insgesamt drei Analyseebenen abstellt, greift Siegler auf sogar fünf Ebenen zurück. Bei der Betrachtung von Schneiders rücken dagegen nur die institutionelle und instrumentelle Betrachtungsebene in den Fokus. Becker spricht gar von einem sozialwirtschaftlichen Sechseck, bestehend aus verschiedensten Orientierungen-, die die Sozialwirtschaft einnehmen muss, um deren Wesen zu definieren. Bei allen Autoren herrscht jedoch Konsens darüber, dass es einer Mehrebenen-Heuristik zur Analyse des sozialwirtschaftlichen Geschehens bedarf. Eine ausführliche Diskussion der Mehrdimensionalität wird an dieser Stelle nicht vorgenommen, da bereits eine Skizzierung der Mehrdimensionalität der Sozialwirtschaft als Basis für das weitere Vorgehen ausreicht.
1 Einleitung: Dieses Kapitel stellt den Problemhintergrund dar, identifiziert das Forschungsdefizit bezüglich der Auswirkungen von Krisen auf den Dritten Sektor und definiert das Ziel sowie die Forschungsfrage der Arbeit.
2 Emergenz der Sozialwirtschaft: Hier werden die theoretischen Grundlagen der Sozialwirtschaft erörtert, inklusive ihrer Heuristik, der Bedeutung institutioneller Akteure und der Rolle des Subsidiaritätsprinzips.
3 Gesamtwirtschaftliche Störung – eine Krise ohne Frühindikatoren: Dieses Kapitel liefert eine historische Einordnung der Covid-19-Krise als exogener Schock und analysiert dessen Auswirkungen auf das Bruttoinlandsprodukt sowie Angebot und Nachfrage.
4 Methoden: Es wird das empirische Forschungsdesign erläutert, welches ein deskriptives Survey-Modell nutzt, um Daten von freien Trägern der sozialen Arbeit zu erheben und zu analysieren.
5 Ergebnisse: Die gewonnenen Daten werden präsentiert, wobei die Effekte der Krise auf die Geschäftsmodelle, die Nutzung von Hilfsprogrammen und die Zukunftsorientierung der Träger aufgezeigt werden.
6 Diskussion: Dieses Kapitel interpretiert die erhobenen Daten, diskutiert sie im Kontext der theoretischen Erörterungen und benennt die Limitationen des Forschungsvorhabens.
7 Fazit: Das abschließende Kapitel fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und stellt fest, dass die Sozialwirtschaft zwar resilient agiert, aber vor strategischen Herausforderungen steht.
Sozialwirtschaft, Dritter Sektor, Covid-19-Pandemie, Geschäftsmodelle, freie Träger, Wohlfahrtspflege, gesamtwirtschaftliche Störung, Wirtschaftskrise, Resilienz, Subsidiaritätsprinzip, empirische Sozialforschung, Krisenmanagement, Sozialunternehmen, Digitalisierung, Finanzierungsrisiken.
Die Untersuchung analysiert, wie die ökonomischen Störungen infolge der Covid-19-Pandemie die Geschäftsmodelle und die Arbeit von frei-gemeinnützigen Trägern im Sozialwesen in Deutschland beeinflusst haben.
Im Zentrum stehen die Auswirkungen der Krise auf die Finanzstabilität, die Personalbelastung, die Digitalisierung von Arbeitsprozessen sowie die Rolle des Subsidiaritätsprinzips und die Bedeutung von Wohlfahrtsverbänden in Krisenzeiten.
Die Arbeit verfolgt das Ziel zu klären, welche qualitativen und quantitativen Effekte die gesamtwirtschaftliche Störung in den Jahren 2020 und 2021 auf die Geschäftsmodelle der privat-gemeinnützigen Träger der Sozialen Arbeit in Deutschland hatte.
Der Autor wählt einen empirischen Ansatz auf Basis eines deskriptiven Survey-Modells, bei dem standardisierte Online-Fragebögen eingesetzt wurden, um Daten von einem breiten Spektrum an Einrichtungen der freien Wohlfahrtspflege zu gewinnen.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zur Sozialwirtschaft, eine Analyse der gesamtwirtschaftlichen Krise, das methodische Vorgehen bei der Datenerhebung sowie eine detaillierte Auswertung und Diskussion der empirischen Ergebnisse.
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Sozialwirtschaft, Resilienz, Krisenmanagement, freie Träger, Subsidiaritätsprinzip, empirische Sozialforschung und digitale Transformation.
Komplexträger bieten den Vorteil, dass sie ein breites Spektrum an sozialen Dienstleistungen in verschiedenen Geschäftsfeldern abdecken, was eine tiefe und zugleich breite Analyse ihres Agierens unter Krisenbedingungen ermöglicht.
Der Autor kommt zu dem Schluss, dass die Einrichtungen trotz massiver Belastungen und Umsatzrückgängen eine hohe Resilienz zeigen und kaum Personal abgebaut haben, wobei insbesondere die Führungskräfte eine deutlich erhöhte Mehrbelastung während der Pandemie erfahren haben.
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