Diplomarbeit, 2009
29 Seiten, Note: 6
1 Einleitung
2 Gebäudesanierung
2.1 Wann ist eine Gebäudesanierung notwendig?
2.2 Arten von Gebäudesanierungen und ihre Vor- und Nachteile
2.2.1 Dachsanierung
2.2.2 Fassadensanierung
2.2.3 Fenstersanierung
2.2.4 Sanierung der Kellerdecke
2.3 Wärmebrücken
2.4 Zusammenfassung
3 Wärmedämmung im einzelnen
3.1 Definition
3.2 Funktionen
3.2.1 Thermische Behaglichkeit und Wärmeschutz
3.2.2 Brandschutz
3.2.3 Feuchteschutz
3.2.4 Schallschutz
3.3 Zusammenfassung
4 Baustoffe für Wärmedämmung
4.1 Übersicht
4.2 Dämmstoffe aus anorganischen Rohstoffen
4.2.1 Glaswolle
4.2.2 Steinwolle
4.2.3 Schaumglas
4.3 Dämmstoffe aus organisch synthetischen Rohstoffen
4.3.1 Expandiertes Polystyrol (EPS)
4.3.2 Polyurethan (PUR)
4.3.3 Polyester
4.3.4 Extrudiertes Polystyrol (XPS)
4.4 Dämmstoffe aus organisch natürlichen Rohstoffen
4.4.1 Baumwolle
4.4.2 Holzfaser
4.4.3 Kork
4.4.4 Zellulosefaser
4.5 Transparente Wärmedämmung
4.5.1 Definition
4.5.2 Befestigung
4.5.3 Wärmeleitfähigkeit
4.6 Vakuumdämmung
4.6.1 Herstellung
4.6.2 Anwendung
4.6.3 Wärmeleitfähigkeit
5 Wichtigste Kriterien zur Auswahl des geeigneten Dämmstoffs
5.1 Allgemeines
5.2 Befestigung und Wiederverwertbarkeit
6 Umweltauswirkungen
6.1 Ressourcen- und Klimaschutz
6.2 Ökologische Aspekte bei der Bewertung von der Dämmstoffen
6.2.1 Dämmstoffe aus anorganischen Rohstoffen
6.2.2 Dämmstoffe aus organisch synthetischen Rohstoffen
6.2.3 Dämmstoffe aus organisch natürlichen Rohstoffen
6.3 Wärmedämmung in der Zukunft (Ausblick)
6.3.1 Innovative Dämmstoffe
6.4 Wahl des geeigneten Dämmstoffs
6.5 Exkurs: Förderung von nachhaltigen Gebäudesanierungen durch Bund und Kantone
6.5.1 Rechtliche Grundlagen
6.5.2 Nationales Gebäudesanierungsprogramm
6.5.3 Gebäudeenergieausweis
7 Wärmedämmung als Sanierungsmassnahme in Gyrischachen
7.1 Entstehungsgeschichte Gyrischachen
7.2 Aktuelle bauliche Probleme
7.3 Sanierung der Gebäude in Gyrischachen mittels Wärmedämmung
7.3.1 Dachsanierung
7.3.2 Fassadensanierung
7.3.3 Sanierung der Kellerdecke
8 Erkenntnisse
9 Schlussbemerkungen
10 Quellenverzeichnis
Diese wissenschaftliche Arbeit hat das primäre Ziel, verschiedene Wärmedämmungssysteme unter ökologischen, ökonomischen und technischen Aspekten zu vergleichen und diese Erkenntnisse für eine nachhaltige Sanierung der Siedlung Gyrischachen anzuwenden.
4.2.1 Glaswolle
Herstellung:
Bei der Herstellung von Glasfasern werden die aus der Glasindustrie bekannten Grundstoffe Quarzsand, Soda und Kalkstein eingesetzt. Den Rohstoffen wird zwischen 60 und 70% Altglas zugegeben, die Schmelze wird zu Fasern geschleudert. Dem Dämmstoff werden bis zu 7% Kunstharze als Bindemittel zugegeben, um die Formstabilität zu gewährleisten. Anschliessend wird der Mineralwolle-Dämmstoff im Heissluftstrom ausgehärtet, wobei flüchtige Bestandteile (Phenol, Formaldehyd) entfernt werden. Zurück bleibt das ausgehärtete Kunstharz (z.B. Bakelit). Als weitere Zusätze können Öle, die den Staubanteil verringern, und wasserabweisende Stoffe enthalten sein.
Eigenschaften:
Glaswolle ist leicht zu verarbeiten und vielseitig einsetzbar. Sie ist diffusionsoffen, nichtbrennbar und gegen Schimmel, Fäulnis und Ungeziefer resistent. Glaswolle besitzt eine gute Wärmeleitfähigkeit, jedoch geringe Wärmespeicherfähigkeit, kann keine Feuchtigkeit aufnehmen und die Dämmfähigkeit wird durch Feuchte stark herabgesetzt.
1 Einleitung: Die Arbeit erläutert das Ziel, Dämmungssysteme zu vergleichen und als Grundlage für nachhaltige Sanierungen in der Siedlung Gyrischachen zu nutzen.
2 Gebäudesanierung: Es wird die Notwendigkeit energetischer Sanierungen und deren Einfluss auf den Werterhalt von Gebäuden sowie die verschiedenen Bauteile wie Dach, Fassade und Keller beleuchtet.
3 Wärmedämmung im einzelnen: Dieses Kapitel definiert die Funktionen von Wärmedämmstoffen hinsichtlich thermischer Behaglichkeit, Brand-, Feuchte- und Schallschutz.
4 Baustoffe für Wärmedämmung: Eine detaillierte Übersicht über die Herstellung, Eigenschaften und Anwendungen verschiedener Dämmstoffarten von anorganischen bis hin zu innovativen Vakuumdämmstoffen.
5 Wichtigste Kriterien zur Auswahl des geeigneten Dämmstoffs: Die Auswahl wird anhand von bauphysikalischen Kennwerten, Montagearten und Aspekten der Wiederverwertbarkeit strukturiert.
6 Umweltauswirkungen: Eine ökologische Bewertung der Dämmstoffe unter Einbeziehung der grauen Energie und der Nachhaltigkeit von Produktion sowie Entsorgung.
7 Wärmedämmung als Sanierungsmassnahme in Gyrischachen: Ein konkretes Sanierungskonzept für die spezifischen Gebäudetypen des Quartiers Gyrischachen unter Verwendung von Steinwolle und XPS.
8 Erkenntnisse: Zusammenfassende Bewertung der gewählten Materialien unter Berücksichtigung der energetischen Effizienz und ökologischen Verträglichkeit.
9 Schlussbemerkungen: Ein Fazit zur Bedeutung der Energieeffizienz für den Klimaschutz und die langfristige Rentabilität von Gebäudesanierungen.
10 Quellenverzeichnis: Auflistung der verwendeten Literatur und Internetquellen zur wissenschaftlichen Fundierung der Arbeit.
Wärmedämmung, Gebäudesanierung, Energieeffizienz, Dämmstoffe, Steinwolle, Polystyrol, Nachhaltigkeit, Bauphysik, U-Wert, graue Energie, Sanierungskonzept, Gyrischachen, ökologische Bewertung, Wärmeschutz, Umwelteinwirkungen.
Die Arbeit befasst sich mit der energetischen Sanierung von Gebäuden, wobei der Fokus auf dem Vergleich und der Auswahl geeigneter Wärmedämmungssysteme liegt.
Die zentralen Felder umfassen die Gebäudehülle, die bauphysikalischen Anforderungen an Dämmstoffe, ökologische Aspekte bei der Materialwahl sowie konkrete Sanierungsmethoden.
Ziel ist es, verschiedene Dämmstoffe zu vergleichen, um daraus ein nachhaltiges Sanierungskonzept für die Siedlung Gyrischachen abzuleiten.
Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse sowie eine zielgerichtete Bewertung von Dämmmaterialien, um eine begründete Empfehlung für die Sanierungspraxis zu formulieren.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen der Wärmedämmung, eine detaillierte Materialkunde der Dämmstoffe sowie eine ökologische Bewertung und ein praktisches Anwendungsbeispiel.
Wichtige Begriffe sind Wärmedämmung, Energieeffizienz, Gebäudesanierung, Nachhaltigkeit und graue Energie.
Die Wahl orientiert sich an der Art der Nutzung der Gebäude (Eigentums- vs. Mietwohnungen) sowie an den spezifischen baulichen Eigenschaften der Haustypen AB und C.
Die graue Energie dient als wichtiger Indikator für die Umweltbelastung, da sie die gesamte aufgewendete Primärenergie von der Herstellung bis zur Entsorgung eines Dämmmaterials widerspiegelt.
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