Diplomarbeit, 2009
95 Seiten, Note: 3
1. Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Ziel und Aufbau der Arbeit
2. Theoretische Grundlagen
2.1 Begriff und Funktion der Marke
2.2 Charakterisierung der Handelsmarken im Einzelhandel
2.2.1 Funktionen der Handelsmarken
2.2.2 Typologisierung der Handelsmarken
2.2.3 Nutzenbringende Einflussgrößen für die Etablierung der Handelsmarken
2.2.4 Handelsmarkenentwicklung
2.3 Einordnung, Klassifikation und Zielgrößen des Handelsmarkenmanagements
2.4 Profilierung: Definition und Relevanz
3. Handelsmarkenprofilierung
3.1 Basismarkenstrategien
3.2 Markenpositionierungsstrategien
3.2.1 Handelsmarkenprofilierung unter Zuhilfenahme der Preis - Mengen - Strategie
3.2.2 Handelsmarkenprofilierung unter Zuhilfenahme der Imitationsstrategie
3.2.3 Handelsmarkenprofilierung unter Zuhilfenahme der Präferenzstrategie
3.3 Ausgewählte Detailstrategien und Konzepte
3.3.1 Handelsmarken als Fair Trade Produkte
3.3.2 Lizenzierungskonzepte für Handelsmarken am Beispiel „Walt Disney“
3.3.3 Handelsmarken im Bio-Segment
3.4 Der Stellenwert des Betriebstypenmarkenkonzepts für die Handelsmarkenprofilierung
3.5 Die Bedeutung des Konsumentenvertrauens für die Handelsmarkenprofilierung
4. Die Profilierung einer Premium-Handelsmarke mit Hilfe ausgewählter Marketinginstrumente
4.1 Produktpolitik
4.2 Kontrahierungspolitik
4.3 Präsentationspolitik
4.4. Kommunikationspolitische Maßnahmen am POS
5. Schlussbetrachtung und Ausblick
Die Arbeit analysiert das Phänomen der Handelsmarkenprofilierung im Lebensmitteleinzelhandel (LEH). Ziel ist es, Strategien und Handlungsempfehlungen zu erarbeiten, wie Händler durch professionelles Markenmanagement ihre Eigenmarken vom preisorientierten Segment abheben, das Betriebstypen-Image stärken und die Kundenbindung an ihre Einkaufsstätten nachhaltig festigen können.
3.2.1 Handelsmarkenprofilierung unter Zuhilfenahme der Preis - Mengen – Strategie
Die Preis-Mengen-Strategie, auch als Niedrigpreiskonzept bezeichnet, richtet sich in erster Linie an die Preiskäufer. Potenzielle Kunden sollen dabei über den geringen Preis der Produkte angesprochen werden. „Da der Niedrigpreis das zentrale und zugleich einzige Stimulierungselement dieser Strategie darstellt, wird auch von einer eindimensionalen Profilierung gesprochen […]“ Bei dieser Strategieausrichtung wird der Fokus auf die Konzentration der Kostensenkungspotenziale gelegt. Die Produkte werden ohne jegliche Extras angeboten, sie bieten dem Kunden keinen Zusatznutzen und erfüllen somit lediglich Grundbedürfnisse.
Rationalisierungsmaßnahmen in der Produktion können beispielsweise durch die Standardisierung der Produkte und die Automatisierung des Produktionsprozesses erreicht werden. Je größer dabei die Ausbringungsmenge ist, desto besser können Skaleneffekte genutzt werden, die dabei helfen, die Produktionskosten zu verringern. Der dadurch entstehende Kostenvorteil kann infolgedessen als Preisvorteil an die Kunden weitergegeben werden. Es ist jedoch ausgesprochen wichtig, dass die Qualität dieser Produkte den Ansprüchen der jeweiligen Käufergruppen voll und ganz gerecht wird, damit ein positives Produktimage langfristig aufgebaut werden kann.
1. Einleitung: Beleuchtet den Bedeutungszuwachs von Handelsmarken und die Notwendigkeit ihrer professionellen Profilierung im LEH zur Kundenbindung.
2. Theoretische Grundlagen: Definiert den Markenbegriff, charakterisiert Handelsmarken im Einzelhandel, klassifiziert Handelsmarkenmanagements und analysiert Einflussfaktoren wie Konsumentenverhalten und Qualitätsniveau.
3. Handelsmarkenprofilierung: Analysiert Basismarken- und Positionierungsstrategien sowie spezifische Detailkonzepte wie Fair Trade, Lizenzierung und das Bio-Segment unter Berücksichtigung von Konsumentenvertrauen.
4. Die Profilierung einer Premium-Handelsmarke mit Hilfe ausgewählter Marketinginstrumente: Erläutert die operative Umsetzung der Premium-Strategie durch Produkt-, Kontrahierungs-, Präsentations- und Kommunikationspolitik am Point of Sale.
5. Schlussbetrachtung und Ausblick: Fasst die Ergebnisse zusammen und unterstreicht die wachsende Relevanz von Premium-Handelsmarken für die Differenzierung und den Erfolg von Handelsunternehmen.
Handelsmarken, Einzelhandel, Markenprofilierung, Markenmanagement, Premium-Handelsmarken, Preis-Mengen-Strategie, Konsumentenvertrauen, Betriebstypenmarken, Positionierungsstrategie, Marketinginstrumente, Fair Trade, Markenloyalität, Sortimentspolitik, Lebensmitteleinzelhandel, Handelsmarkenstrategie.
Die Arbeit befasst sich mit der strategischen Bedeutung und der operativen Profilierung von Handelsmarken im deutschen Lebensmitteleinzelhandel.
Im Fokus stehen die Einordnung von Handelsmarken in Markenstrategien, die Rolle von Preis- und Qualitätsdimensionen sowie die professionelle Gestaltung von Handelsmarken zur Differenzierung gegenüber Herstellermarken.
Das Ziel ist die Erarbeitung von Strategien, wie Händler Handelsmarken über den reinen Preiswettbewerb hinaus als Differenzierungsmerkmal nutzen können, um Kundenbindung und Ertrag zu steigern.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse und einer deskriptiven Auseinandersetzung mit aktuellen Entwicklungen und Strategiekonzepten im Handelsmarketing.
Der Hauptteil analysiert die Typologisierung von Handelsmarken (Gattungs-, klassische und Premiummarken), Positionierungsstrategien sowie den Einfluss von Marketinginstrumenten und dem Konsumentenvertrauen.
Zentrale Begriffe sind Handelsmarkenprofilierung, Premium-Handelsmarken, Betriebstypenmarken, Markenarchitektur und Handelsmarketing.
Die Strategie zielt primär auf Kostenführerschaft und Standardprodukte ab, wodurch die Produkte austauschbar wirken und keine identitätsstiftende Markenpersönlichkeit in den Köpfen der Konsumenten aufbauen können.
Vertrauen fungiert als entscheidende Prämisse für den Erfolg, da Konsumenten bei Lebensmitteln oft auf Marken als Qualitätsindikatoren angewiesen sind, um Kaufrisiken zu minimieren.
Lizenzierung (z.B. Disney Magic bei Real) wird als Markentransferstrategie genutzt, um durch etablierte Markennamen Aufmerksamkeit zu gewinnen und Zusatznutzen für spezifische Zielgruppen zu bieten, erfordert jedoch eine hohe Übereinstimmung (Fit) zwischen Lizenz und Handelsmarke.
Bio-Produkte bieten eine Möglichkeit zur nachhaltigen Differenzierung, bedienen ein wachsendes Umweltbewusstsein der Kunden und ermöglichen die Stärkung der Kompetenzwahrnehmung der gesamten Betriebstypenmarke.
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