Bachelorarbeit, 2021
46 Seiten, Note: 1,0
1 Permanente Herausforderung des Zeitwerts in der Bilanzierungspraxis
2 Zugrunde liegende Zwecksetzungen
2.1 Grundlagen der Bilanzierung nach HGB
2.2 Grundlagen der Bilanzierung nach IFRS
3 Wertpapiere
4 Zeitwert als Wertmaßstab
4.1 HGB
4.2 IFRS
5 Zeitwertbilanzierung von Wertpapieren nach HGB
5.1 Ansatz und Ausweis
5.2 Bewertung
5.2.1 Zugangsbewertung
5.2.2 Folgebewertung
5.2.3 Sonderfall: Finanzinstrumente des Handelsbestands bei Banken
5.3 Kritische Würdigung der bestehenden handelsrechtlichen Regelungen
6 Zeitwertbilanzierung von Wertpapieren nach IFRS
6.1 Zielsetzung und Anwendungsbereich
6.2 Zugangsbewertung und relevante Bewertungsmaßstäbe
6.3 Folgebewertung und die Klassifizierungen
6.3.1 Klassifizierung
6.3.2 Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten (amortised cost)
6.3.3 Erfolgsneutrale Bewertung zum beizulegenden Zeitwert (fair value through other comprehensive income)
6.3.4 Erfolgswirksame Bewertung zum beizulegenden Zeitwert (fair value through profit and loss)
6.4 Wertminderung nach IFRS 9
6.5 Kritische Würdigung der bestehenden IFRS-Regelungen
7 Zusammenfassung der Ergebnisse mit einem kurzen Ausblick
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht die Unterschiede in der Zeitwertbilanzierung von Wertpapieren zwischen dem deutschen Handelsgesetzbuch (HGB) und den internationalen Rechnungslegungsstandards (IFRS), wobei der Fokus insbesondere auf der Anwendung des Standards IFRS 9 liegt, um deren Zweckmäßigkeit kritisch zu hinterfragen.
6.3.1 Klassifizierung
Unternehmen erwerben Wertpapiere aufgrund unterschiedlicher Zwecke. Folglich erfüllen diese eine Vielzahl von Aufgaben. Abhängig von ihrer beabsichtigten Verwendung wird die Klassifizierung vorgenommen, welche Vorschriften zur Folgebewertung enthält. Die Eingliederung in die jeweilige Klasse ist bindend. Nur, wenn sich das Geschäftsmodell für die Steuerung der finanziellen Vermögenswerte ändert, darf eine Reklassifizierung nach IFRS 9.4.4.1 vorgenommen werden.
Die Grundlage für die Einordnung in die Klassen bilden zwei unterschiedliche Bedingungen, die Zahlungsstrom- und die Geschäftsmodellbedingung. Vermögenswerte, die ausschließlich zu zeitlich festgelegten Zahlungsströmen führen, welche Zins- und Tilgungszahlungen darstellen, erfüllen das Zahlungsstromkriterium. Das Kriterium des Geschäftsmodells ist in drei unterschiedliche Charakteristiken aufgeteilt. Typ eins erfüllen alle Vermögenswerte, die gehalten werden, um ausschließlich die vertraglichen Zahlungsströme während einer bestimmten Laufzeit zu vereinnahmen. Einzelveräußerungen sind unschädlich für den Typ eins, wenn sie hinsichtlich der Höhe unwesentlich sind; sie dazu dienen, das Kreditrisiko zu vermeiden oder die Verkäufe kurz vor Endfälligkeit erfolgen. In den Typ zwei werden alle Vermögenswerte zugeordnet, welche zusätzlich zu den vertraglichen Zahlungsströmen auch noch die der beabsichtigten Veräußerung mit sich bringen werden. Vermögenswerte, die gehandelt werden, um durch Veräußerungen Gewinne zu generieren, gehören zum Typ drei des Geschäftsmodellkriteriums. Hierbei werden den Zahlungsströmen aus vertraglichen Bedingungen keine eigenständige Bedeutung zugesprochen. Ausschlaggebend zur Beurteilung des Geschäftsmodells ist die Absicht des Managements in Verbindung mit dem Gesamtbild. Hierzu werden Verkaufsverhalten der Vergangenheit und die Berichterstattung des Managements analysiert.
1 Permanente Herausforderung des Zeitwerts in der Bilanzierungspraxis: Dieses Kapitel veranschaulicht anhand der Finanzmarktkrise die Relevanz einer korrekten Zeitwertbilanzierung und legt die Zielsetzung sowie den Aufbau der Arbeit dar.
2 Zugrunde liegende Zwecksetzungen: Es werden die unterschiedlichen bilanztheoretischen Grundlagen zwischen HGB (Gläubigerschutz, Vorsicht) und IFRS (Adressatenorientierung, Investoreninformation) erläutert.
3 Wertpapiere: Hier werden Definitionen und wirtschaftliche Eigenschaften von Wertpapieren wie Aktien und Anleihen dargelegt, die für das Verständnis der weiteren Bilanzierung entscheidend sind.
4 Zeitwert als Wertmaßstab: Das Kapitel differenziert zwischen den Begrifflichkeiten und Ermittlungsmethoden des beizulegenden Werts (HGB) und des Fair Value (IFRS) inklusive der Bemessungshierarchie.
5 Zeitwertbilanzierung von Wertpapieren nach HGB: Es wird die handelsrechtliche Behandlung von Wertpapieren von der Zugangsbewertung über die Folgebewertung unter Anwendung des Niederstwertprinzips bis hin zu Sonderbestimmungen im Bankensektor analysiert.
6 Zeitwertbilanzierung von Wertpapieren nach IFRS: Dieses zentrale Kapitel behandelt die Klassifizierung und Bewertung von Finanzinstrumenten nach IFRS 9 sowie die spezifischen Wertminderungsvorschriften und die damit verbundenen Herausforderungen.
7 Zusammenfassung der Ergebnisse mit einem kurzen Ausblick: Diese abschließende Sektion fasst die wesentlichen Erkenntnisse der Analyse zusammen und gibt einen Ausblick auf mögliche zukünftige Entwicklungen im Bereich der internationalen Rechnungslegung.
Zeitwertbilanzierung, HGB, IFRS 9, Fair Value, Wertpapiere, Niederstwertprinzip, Finanzinstrumente, Bilanzierung, Gläubigerschutz, Investoreninformation, Klassifizierung, Folgebewertung, Wertminderung, Finanzkrise, Unternehmensrechnung.
Die Arbeit analysiert die Unterschiede und Herausforderungen bei der Bilanzierung von Wertpapieren nach den deutschen HGB-Vorschriften und den internationalen IFRS-Standards mit einem speziellen Fokus auf den Standard IFRS 9.
Die Themen umfassen die grundlegenden Zwecksetzungen der Rechnungslegung, die Definition und Einordnung von Wertpapieren, die Bewertungsproblematik (beizulegender Zeitwert vs. Anschaffungskosten) sowie die kritische Auseinandersetzung mit den jeweiligen Regelwerken.
Das Ziel der Arbeit ist es, die Unterschiede der Zeitwertbilanzierung für Wertpapiere zwischen HGB und IFRS herauszuarbeiten und zu prüfen, ob die Regelungen im Hinblick auf ihre jeweiligen Zielsetzungen als zweckmäßig erachtet werden können.
Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf einer umfassenden Literaturanalyse und einem systematischen Vergleich der gesetzlichen Rechnungslegungsvorschriften basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung des HGB-Systems (Ansatz, Ausweis, Bewertung) sowie die detaillierte Darstellung des IFRS-Systems, inklusive der Klassifizierung von Finanzinstrumenten und des dreistufigen Modells zur Wertminderung.
Die zentralen Begriffe sind Zeitwertbilanzierung, HGB, IFRS 9, Fair Value, Niederstwertprinzip und Finanzinstrumente.
Das HGB verfolgt primär das Vorsichtsprinzip und die Anschaffungskosten, während die IFRS (insbesondere IFRS 9) auf einen am Markt orientierten Fair-Value-Ansatz setzen, der eine höhere Ergebnisvolatilität mit sich bringen kann.
Kritisiert werden insbesondere die hohe Komplexität, die Anwendungsunsicherheiten durch Schätzwerte, die Gefahr einer prozyklischen Wirkung (Krisen-Katalysator) und die mangelnde Objektivität mangels aktiver Märkte.
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