Bachelorarbeit, 2022
18 Seiten, Note: 1.5
1 EINLEITUNG
2 SOPHIE VON LA ROCHE BIBLIOGRAPHIE
2.1 Sophie von La Roches Lebenshorizont
2.1.1 Sophie von La Roche in Offenbach am Main
3 WEIBLICHE BILDUNG IM 18. JAHRHUNDERT
3.1 Die Aufklärung und das weibliche Geschlecht
4 SOPHIE VON LA ROCHES BIOGRAFIE UNTER EINFLUSS DER GESELLSCHATLICHEN NORMEN DES 18. JAHRHUNDERTS UND DEREN WIRKUNG AUF DEN WERDEGANG
4.1 Der Mann an der Macht
4.2 Die Anfänge des Schreibens von Sophie von La Roche
5 FRAUENBILDER UND FRAUENBILDUNG IN ZUSAMMENHANG MIT DEM ROMAN VON SOPHIE VON LA ROCHE
5.1 Schreibmotivation
5.2 Die Geschichte des Fräuleins von Sternheim – Interpretation und Analyse
5.2.1 Frauenbilder
6 SCHLUSSWORT
7 QUELLEN- UND LITERATURVERZEICHNIS
7.1 Literaturverzeichnis
7.2 Quellenverzeichnis
Die vorliegende Proseminararbeit untersucht das Leben und Wirken der Schriftstellerin Sophie von La Roche im Kontext der gesellschaftlichen Normen des 18. Jahrhunderts. Dabei steht insbesondere die Frage im Mittelpunkt, wie sie unter den gegebenen patriarchalen Bedingungen des 18. Jahrhunderts den Weg zur erfolgreichen Autorin fand und welche Bedeutung ihr Hauptwerk „Geschichte des Fräuleins von Sternheim“ in Bezug auf die weibliche Identitätsfindung einnimmt.
Die Aufklärung und das weibliche Geschlecht
Das Leben einer weiblichen Person wird im 18. Jahrhundert im Grunde von ihrem blossen «Frau-Sein» bestimmt, so auch bei Sophie von La Roche. Es war eine Frage von «was gehört sich für ein junges Mädchen oder eine junge Frau» und alles andere wurde unterlassen, entgegen den eigenen Wünschen wurde gemacht. Alles andere wurde, entgegen der eigenen Interessen wie bei Sophie von La Roche, unterlassen. Erst jetzt beginnt das Bewusstsein der Gesellschaft, sich mit der Frage der Bildung für junge Mädchen auseinander zu setzen. Zuvor waren mögliche Voraussetzungen, welche erlernt werden mussten, wie der Umgang und Gebrauch mit Literatur, die Sprache, das Lesen oder der Gewinn von Wissen nicht selbstverständlich für das weibliche Geschlecht. Die Erkenntnisse der Notwendigkeit des Unterrichts von Mädchen kam erst im 18. Jahrhundert auf. Anwendung des Verstands und die Aneignung von Wissen stehen in Vordergrund, wenn man von der «Gelehrsamkeit» des weiblichen Geschlechts sprach. Die Grundlagen der Gelehrsamkeit lagen in der Familie. Bildungsgrad und Standeszugehörigkeit gingen Hand in Hand. In der Frühaufklärung wurde nach einer besseren Erziehung für alle, auch weibliche Personen, gefordert. Der Pietismus zog eine Verbesserung mit sich, was die Bildungsnot von Frauen im 17. Jahrhundert anging. Wenn wurden jedoch auch die andere Seite, welche dies nicht als nötig erachtete, vertreten. Wenn auf der einen Seite Schriften erschienen, welche sich mit der Frage befassten, ob Frauen wirklich Menschen sind, gab es auch die andere Seite, zum Beispiel Schriften zur Verteidigung des Frauenstudiums. Die Frühaufklärung sprach sich gegen den verbreiteten Grundsatz der «Unwissenheit» der Frau aus. Damit wurde die Erziehung von Mädchen und Frauen die Aufgabe des aufgeklärten Bürgertums. Mit der Zeit verlor sich der Fokus ein wenig und Wissen sowie angewandter Verstand wurden bei Frauen immer weniger Beachtung geschenkt. Das Bild der Öffentlichkeit veränderte sich nicht; die Frau galt weiterhin als unmündig und die Macht und Autorität des Vaters oder des Ehemannes wirkte weiter unbeschränkt.
1 EINLEITUNG: Einführung in das Leben und die Bedeutung von Sophie von La Roche sowie Darlegung der Zielsetzung, die Biografie und das Werk mit Hilfe von Sekundärliteratur zu beleuchten.
2 SOPHIE VON LA ROCHE BIBLIOGRAPHIE: Detaillierte Darstellung des familiären Hintergrunds, der Erziehung und der prägenden biografischen Stationen der Autorin.
3 WEIBLICHE BILDUNG IM 18. JAHRHUNDERT: Reflexion über die gesellschaftliche Wahrnehmung weiblicher Bildung und die Rolle der Frau im Zeitalter der Aufklärung.
4 SOPHIE VON LA ROCHES BIOGRAFIE UNTER EINFLUSS DER GESELLSCHATLICHEN NORMEN DES 18. JAHRHUNDERTS UND DEREN WIRKUNG AUF DEN WERDEGANG: Analyse der einflussnehmenden Faktoren durch Väter und Ehepartner auf die Entwicklung der Schriftstellerin.
5 FRAUENBILDER UND FRAUENBILDUNG IN ZUSAMMENHANG MIT DEM ROMAN VON SOPHIE VON LA ROCHE: Untersuchung der Schreibmotive und tiefgehende Interpretation des Romans „Geschichte des Fräuleins von Sternheim“.
6 SCHLUSSWORT: Zusammenfassende Einschätzung der persönlichen und pädagogischen Rolle von Sophie von La Roche als eine der ersten deutschen Schriftstellerinnen.
7 QUELLEN- UND LITERATURVERZEICHNIS: Auflistung der verwendeten Sekundärliteratur und Quellen für die vorliegende Arbeit.
Sophie von La Roche, 18. Jahrhundert, Aufklärung, weibliche Bildung, Gelehrsamkeit, Geschichte des Fräuleins von Sternheim, Frauenbild, Emanzipation, Literaturgeschichte, Biografie, Korrespondenz, gesellschaftliche Normen, Rollenverständnis
Die Arbeit befasst sich mit der literarischen Laufbahn von Sophie von La Roche und analysiert, wie persönliche Bildungsprozesse und gesellschaftliche Normen des 18. Jahrhunderts ihren Werdegang geprägt haben.
Die zentralen Themen sind weibliche Bildung in der Aufklärung, patriarchale Strukturen, die Rolle von Frauen als Schriftstellerinnen und die Analyse von Geschlechterrollen im Roman „Geschichte des Fräuleins von Sternheim“.
Das Ziel ist es, nachzuvollziehen, unter welchen Voraussetzungen Sophie von La Roche zur Vordenkerin und Autorin wurde und wie sie die Einschränkungen ihrer Zeit in literarische Arbeit umsetzte.
Die Arbeit nutzt die Methode der literaturwissenschaftlichen und historischen Analyse von Biografien sowie die Interpretation von Primär- und Sekundärquellen.
Der Hauptteil gliedert sich in die biografische Aufarbeitung, die theoretische Einbettung in das Bildungskonzept des 18. Jahrhunderts und die detaillierte Analyse der Romaninhalte bezüglich weiblicher Selbstbehauptung.
Wichtige Begriffe sind insbesondere Sophie von La Roche, Epoche der Aufklärung, weibliche Autorschaft, gesellschaftliche Normen und der Roman „Geschichte des Fräuleins von Sternheim“.
Der Pietismus prägte ihre frühe Erziehung stark, was sich in einer strengen religiösen Unterweisung und einem Fokus auf moralische Bildung äußerte, was sie später in ihrer Biografie als prägend beschreibt.
Der Roman gilt als einer der ersten autobiografisch beeinflussten Romane einer deutschen Frau und dient als Vorbild für zeitgenössische Leserinnen im Hinblick auf Leidbewältigung und Tugend.
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