Masterarbeit, 2022
127 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Widerstand im Nationalsozialismus
2.1. Forschungsstand und Definition
2.2. Rezeption und Öffentlichkeit
2.3. Didaktische Perspektive
2.4. Forschungsstand: Widerstand gegen den Nationalsozialismus im Schulbuch
3. Forschungsfragen und Annahmen
4. Methodik und Materialien
4.1. Das Schulbuch als Medium von Geschichtsunterricht und Geschichtskultur
4.2. Vorstellung des Forschungsmaterials: Die Geschichtsschulbücher
4.3. Methodisches Vorgehen: Schulbuchanalyse
5. Ergebnisse
5.1. Umfang und Struktur
5.2. Quantitative Auswertung
5.2.1. Widerstandsgruppen
5.2.2. Widerständige Personen
5.3. I. Schulbuchgeneration
5.3.1. Widerstandsbegriff
5.3.2. Darstellung der widerständigen Personen(gruppen)
5.3.3. Arbeits- und Materialteil
5.3.4. Gesamtdarstellung
5.4. II. Schulbuchgeneration
5.4.1. Widerstandsbegriff
5.4.2. Darstellung der widerständigen Personen(gruppen)
5.4.3. Arbeits- und Materialteil
5.4.4. Gesamtdarstellung
5.5. III. Schulbuchgeneration
5.5.1. Widerstandsbegriff
5.5.2. Darstellung der widerständigen Personen(gruppen)
5.5.3. Arbeits- und Materialteil
5.5.4. Gesamtdarstellung
6. Zusammenfassung und Diskussion
7. Gesamtübersicht der Schulbücher
8. Literaturverzeichnis
9. Anhang
9.1. Kategoriensystem
9.2. Tabellarische Quantitative Auswertung
Die vorliegende Arbeit untersucht durch eine Längsschnittstudie, wie der deutsche Widerstand gegen den Nationalsozialismus in bundesdeutschen Geschichtsschulbüchern von den 1950er-Jahren bis heute dargestellt wurde. Ziel ist es herauszuarbeiten, ob und inwiefern die Vermittlung im Schulbuch die gesellschaftliche Haltung zur jeweiligen Zeit widerspiegelt, wie Widerstand definiert wird, welche Akteure und Formen in den Fokus rücken und wie der Gegenstand methodisch sowie materialgestützt vermittelt wird.
1. Einleitung
Widerstand oder auch das Widersetzen gegen die Obrigkeit bzw. Regierung eines Staates ist nicht nur aus historischer Perspektive, sondern auch in der Gegenwartspolitik von erheblicher Relevanz. In Zeiten der Klimakrise, der Corona-Pandemie und des russischen Krieges in der Ukraine steht die Frage nach Widerstand auf unterschiedlichen Ebenen im Lichte der Öffentlichkeit. In einer Demokratie des 21. Jahrhunderts scheint es völlig selbstverständlich, gegen die Klimapolitik, Coronaschutzmaßnahmen oder den Krieg auf die Straße zu gehen und sich für die eigene Meinung einsetzen zu können. Widerstand gilt als rechtmäßiges Gebot in einem demokratischen Staat, insbesondere, wenn die demokratische Ordnung gefährdet ist. Kritische Äußerungen gegenüber der Regierung oder dem Krieg sind in einem Land wie Russland jedoch nicht erlaubt. Russische ProtestantInnen, die gegen das Kriegsgeschehen in der Ukraine ihre Stimmen erheben wollen, werden dort verhaftet und ihre oppositionellen Handlungen teilweise gewaltsam unterdrückt und zerschlagen.
Das kennen wir auch aus der deutschen Geschichte. Wenn im deutschen Sprachgebrauch die Rede von Widerstand ist, wird der Begriff zunächst mit dem Widerstand gegen die nationalsozialistische Diktatur in Verbindung gebracht. Aus heutiger Sicht bezeichnet Widerstand jegliche aktive Handlungsformen, die sich gegen die NS-Herrschaft und die damit einhergehende Ideologie richteten. Gemeint ist demnach nicht nur eine kritische Haltung dem NS gegenüber, sondern die konkrete Handlungs- und Risikobereitschaft, die nur von einer Minderheit der deutschen BürgerInnen ausgeführt wurde. Dieser Gegenstand „gehört zu den am intensivsten erforschten Themen der Zeitgeschichte.“
1. Einleitung: Die Einleitung erläutert die Aktualität des Widerstandsthemas und grenzt den Forschungsgegenstand sowie die methodische Vorgehensweise der Längsschnittstudie ein.
2. Widerstand im Nationalsozialismus: Dieses Kapitel liefert den theoretischen Rahmen, definiert den deutschen Widerstandsbegriff im Wandel der Zeit und beleuchtet die öffentliche Rezeption sowie didaktische Anforderungen.
3. Forschungsfragen und Annahmen: Hier werden die leitenden Fragestellungen der Untersuchung formuliert und Hypothesen zur Darstellung des Widerstands in den verschiedenen Schulbuchgenerationen aufgestellt.
4. Methodik und Materialien: Das Kapitel beschreibt das Vorgehen der Schulbuchanalyse, begründet die Auswahl des Samples aus 28 Werken und erläutert die angewandten Kategoriensysteme.
5. Ergebnisse: Der Hauptteil präsentiert die Analyseergebnisse, unterteilt in quantitative Auswertungen und die qualitative Untersuchung der drei chronologisch sortierten Schulbuchgenerationen.
6. Zusammenfassung und Diskussion: Abschließend werden die Ergebnisse interpretiert, in den zeithistorischen Kontext eingeordnet und mögliche Potenziale für die zukünftige schulische Umsetzung aufgezeigt.
7. Gesamtübersicht der Schulbücher: Eine chronologische Auflistung der untersuchten Lehrwerke, unterteilt nach den untersuchten Schulbuchgenerationen.
8. Literaturverzeichnis: Verzeichnis der verwendeten wissenschaftlichen Quellen und Literatur.
9. Anhang: Enthält das detaillierte Kategoriensystem sowie ausführliche tabellarische Darstellungen der quantitativen Auswertung.
Widerstand, Nationalsozialismus, Geschichtsschulbuch, Längsschnittstudie, Widerstandsbegriff, NS-Diktatur, Widerstandsgruppen, Geschichtsdidaktik, Erinnerungskultur, Scholl-Geschwister, Attentat 20. Juli 1944, Alltagsgeschichte, Quellenanalyse, Vermittlung, Widerstandspraxis.
Die Arbeit analysiert die Darstellung des deutschen Widerstands gegen den Nationalsozialismus in bundesdeutschen Geschichtsschulbüchern von den 1950er-Jahren bis heute.
Zentral sind der Wandel des Widerstandsbegriffs, die Vielfalt der dargestellten Widerstandsgruppen, die Bedeutung von Bild- und Textquellen sowie die didaktische Einbettung in den Geschichtsunterricht.
Das Hauptziel ist es herauszufinden, ob und wie die Veränderung der Darstellung des Widerstands in Schulbüchern die gesellschaftliche Erinnerungskultur der jeweiligen Zeit widerspiegelt.
Die Untersuchung nutzt eine inhaltsanalytische Längsschnittstudie, die sowohl quantitativ (Umfang, Häufigkeit der Nennung von Akteuren) als auch qualitativ (werkimmanente Deutung) vorgeht.
Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung des Materials, eine methodische Beschreibung, die Auswertung der Ergebnisse unterteilt in drei Schulbuchgenerationen und eine abschließende Diskussion.
Widerstand, Nationalsozialismus, Geschichtsschulbuch, Längsschnittstudie, Widerstandsbegriff und Erinnerungskultur sind wesentliche Begriffe.
Während die erste Generation den Fokus auf elitären militärischen Widerstand und eine heroisierende Darstellung legte, entwickelten die späteren Generationen einen breiteren, sozialgeschichtlich orientierten Widerstandsbegriff, der auch Alltag und heterogene Gruppen einschließt.
Die Weiße Rose ist in fast allen Schulbüchern präsent und fungiert oft als Identifikationsfigur für studentischen Widerstand, wobei die Darstellung mit der Zeit differenzierter und weniger rein heroisiert wurde.
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