Bachelorarbeit, 2023
64 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
1.1 Problembeschreibung und Motivation
1.2 Die Forschungsfragen
1.3 Methodisches Vorgehen
2 Die kommunale Wirtschaftsförderung als fördermittelgebende Behörde
2.1 Begriff und Funktion der kommunalen Wirtschaftsförderung
2.2 Die kommunale Wirtschaftsförderung der Stadt Leipzig
3 Das Förderprogramm EFRE – Nachhaltige Stadtentwicklung 2014 – 2020 des Freistaates Sachsen
3.1 Die Europäische Union und der Strukturfonds EFRE
3.2 Das Förderprogramm „EFRE – Nachhaltige Stadtentwicklung 2014 – 2020“ für den Leipziger Westen und Osten
3.3 Die KMU-Definition nach Empfehlungen der Europäischen Kommission
3.3.1 eigenständiges Unternehmen
3.3.2 Partnerunternehmen
3.3.3 Verbundene Unternehmen
3.4 Die Beihilfen im Sinne des Artikel 107 AEUV
3.5 Besonderheiten in Struktur und Typik von KU´s
4 Die EFRE-Förderrichtlinie der Stadt Leipzig
4.1 Zuwendungsempfänger
4.2 Zuwendungszweck
4.3 Art, Umfang und Höhe der Förderung
5 Das Bewilligungsverfahren für EFRE-KU-Beihilfe im Leipziger Westen und Leipziger Osten
5.1 Die Würdigung der asymmetrischen Informationen im Antragsverfahren
5.1.1 Der neoklassische Ansatz
5.1.2 Die Theorie der Neuen Institutionenökonomik und ihre Lösungsansätze
5.2 Informationsasymmetrie in der Antragsphase
5.3 Informationsasymmetrie nach dem Erstellen des Bewilligungsbescheides
5.4. Lösungsmöglichkeiten mit der Agent-Prinzipal-Theorie
5.4.1 Agent-Prinzipal-Lösungen in der Antragsphase
5.4.2 Agent-Prinzipal-Lösungen nach Erteilung des Bewilligungsbescheides
6 Kennzahlen und Erfolgsfaktoren für die Bewertung von Fördermittelanträgen
6.1 Die Notwendigkeit der Ermittlung von Kennzahlen und Erfolgsfaktoren bei Fördermittelanträgen
6.2 Grundlagen – Finanzierung
6.3 Gesamtkapitalrentabilität
6.4 Liquidität 2. Grades
6.5 Interner und externer Gebrauch von Kennzahlen
6.6 Zusammenfassung Gesamtrentabilität und Liquidität
6.7 Sicherheit
6.8 Unabhängigkeit
7 Erfolgsfaktoren
8 Fazit
Ziel dieser Bachelor-Thesis ist es, die formellen und inhaltlichen Kriterien für die Bewertung von Fördermittelanträgen für Kleinst- und Kleinunternehmen (KU) im Rahmen des EFRE-Förderprogramms der Stadt Leipzig zu analysieren und zu bewerten, inwiefern betriebswirtschaftliche Kennzahlen und Erfolgsfaktoren als Entscheidungsgrundlage für eine Bewilligungsbehörde dienen können.
Die Würdigung der asymmetrischen Informationen im Antragsverfahren
Nach Einreichung der Antragsunterlagen für eine Unternehmensförderung sehen sich die prüfenden Behörden in einer Situation, in der sie möglichst effizient und effektiv die Anträge zu bearbeiten und rechtssichere Förderentscheidungen zu treffen haben.
Hinzu kommt, dass die Antrag stellenden KU´s grundsätzlich besser über die tatsächlichen Umstände, also über ihre eigene wirtschaftliche Situation und über die angestrebte Verwendung der Finanzmittel, informiert sind als die fördermittelgebende Behörde und dies strategisch zum eigenen Vorteil nutzen können (Spremann, 1990, S. 562 sowie Richter & Wiegard, 1993, S. 182). Das wird als asymmetrische Information bezeichnet.
Bekannt und anerkannt sind u. a. Informationsasymmetrien zwischen Kreditgebern und -nehmern oder Private Equity-Gebern und potenziellen Investitionsunternehmen (vgl. u. a.: Metzger et al., 2010, S. 43-44 und 52). Bei der Einwerbung von Fördermitteln geht es gleichermaßen um das Einwerben von finanziellen Mitteln für das jeweilige Unternehmen.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik ein, dass KMU bei der Beantragung von Fördermitteln Informationsvorteile gegenüber Behörden haben, was eine adäquate Risikoeinschätzung der Behörden erschwert.
2 Die kommunale Wirtschaftsförderung als fördermittelgebende Behörde: Hier werden die Rolle und Funktion kommunaler Wirtschaftsförderung sowie ihre Transformation von klassischen Standortfaktoren hin zum Servicegedanken beleuchtet.
3 Das Förderprogramm EFRE – Nachhaltige Stadtentwicklung 2014 – 2020 des Freistaates Sachsen: Das Kapitel erläutert die Einbettung des EFRE-Programms in die EU-Regionalpolitik und die spezifischen Ziele für Stadtgebiete.
4 Die EFRE-Förderrichtlinie der Stadt Leipzig: Detaillierte Darstellung der administrativen Rahmenbedingungen, Ziele und Zielgruppen dieser spezifischen Förderrichtlinie.
5 Das Bewilligungsverfahren für EFRE-KU-Beihilfe im Leipziger Westen und Leipziger Osten: Analyse der Antragsphase und der anschließenden Bewilligung unter theoretischer Betrachtung der Prinzipal-Agent-Problematik.
6 Kennzahlen und Erfolgsfaktoren für die Bewertung von Fördermittelanträgen: Untersuchung der Eignung betriebswirtschaftlicher Kennzahlen (Rentabilität, Liquidität) als Steuerungs- und Kontrollinstrumente.
7 Erfolgsfaktoren: Diskussion der nicht-finanziellen Bewertungskriterien und ihrer Bedeutung für die Erreichung der Förderziele.
8 Fazit: Das Resümee fasst zusammen, dass Kennzahlen eine wertvolle Unterstützung darstellen, jedoch aufgrund der Heterogenität der Kleinstunternehmen keine universal anwendbare Lösung bieten.
EFRE, Wirtschaftsförderung, Kleinstunternehmen, KMU, Informationsasymmetrie, Agent-Prinzipal-Theorie, Fördermittelbewertung, Unternehmensfinanzierung, Gesamtkapitalrentabilität, Liquidität 2. Grades, Stadtentwicklung, Förderrichtlinie, Investitionsbeihilfe, Risikomanagement.
Die Arbeit untersucht, wie Förderbehörden die Förderwürdigkeit von Kleinst- und Kleinunternehmen im Kontext von EFRE-Mitteln bewerten können, ohne dabei einem unkalkulierbaren finanziellen Risiko ausgesetzt zu sein.
Zentrale Themen sind die kommunale Wirtschaftsförderung, das EFRE-Förderprogramm, die KMU-Definition, die ökonomische Theorie der Informationsasymmetrien sowie betriebswirtschaftliche Kennzahlen.
Ziel ist es, Kriterien herauszuarbeiten, die einer Bewilligungsbehörde helfen, die Förderwürdigkeit von Investitionsvorhaben besser einzuschätzen und das Risiko der Zweckentfremdung zu minimieren.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Fundierung der Prinzipal-Agent-Theorie sowie auf einer praxisnahen Analyse der Förderrichtlinie der Stadt Leipzig zur Vergabe von Investitionsbeihilfen.
Der Hauptteil analysiert das Antrags- und Bewilligungsverfahren, diskutiert Probleme durch Informationsasymmetrien (Hidden Characteristics, Hidden Action) und bewertet Kennzahlen wie Liquidität und Rentabilität auf ihre Eignung in der Praxis.
Schlüsselwörter sind u.a. EFRE, Informationsasymmetrie, KMU-Definition, Investitionsbeihilfe und finanzwirtschaftliche Kennzahlen.
Sie erklärt, warum ein Informationsgefälle zwischen der Behörde (Prinzipal) und dem Unternehmen (Agent) besteht und wie der Agent durch Insiderwissen oder opportunistisches Handeln finanzielle Mittel gefährden kann.
Die größte Hürde liegt in der Heterogenität der Daten, da viele Kleinstunternehmen nicht bilanzierungspflichtig sind, was eine standardisierte und vergleichbare Analyse der wirtschaftlichen Lage erheblich erschwert.
Nein, aufgrund der hohen bürokratischen Belastung und teils fehlender oder ungeeigneter Datenbasis (wie bei Einnahmen-Ausgaben-Übersichten) ist sie nicht für jedes Kleinstunternehmen in gleicher Weise anwendbar.
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