Masterarbeit, 2023
104 Seiten, Note: 1,0
1. Kopfrechenspiele im Mathematik-Unterricht – Spielspaß oder Spielfrust?
2. Arithmetik im Mathematik-Unterricht der Grundschule
2.1 Begriffsbestimmung Kopfrechnen
2.2 Die Bedeutung des Kopfrechnens für die Entwicklung mathematischer Fähigkeiten
2.3 Kopfrechnen im Lehrplan des Landes Nordrhein-Westfalen
3. Die Bedeutung von Emotionen und Motivation im Mathematik-Unterricht
3.1 Motivation im Mathematikunterricht
3.1.1 Begriffsbestimmung Motivation
3.1.2 Theoretische Grundlagen der Motivation im Schulunterricht
3.2 Emotionen im Mathematikunterricht
3.2.1 Begriffsbestimmung Emotion
3.2.2 Theoretische Grundlagen der Emotion im Schulunterricht
3.2.3 Diskrete und dimensionale Emotionsmodelle
3.2.4 Die Bedeutung angenehmer Emotionen im (Mathematik-)Unterricht
3.2.5 Die Bedeutung unangenehmer Emotionen im (Mathematik-)Unterricht
4. Spiele im Mathematik-Unterricht
4.1 Begriffsbestimmung und Merkmale des Spiels
4.2 Lernchancen und Ziele für den Einsatz von Spielen im (Mathematik-)Unterricht
4.3 Spielformen und Eingrenzung
4.4 Anforderungen an das Spiel im Mathematik-Unterricht
4.5 Das Üben durch Lernspiele
4.6 Aktueller Forschungsstand
5. Leistungsstarke und leistungsschwache Schülerinnen und Schüler im Mathematik-Unterricht
5.1 Begriffsbestimmung Leistung
5.2 Leistungsstarke Schülerinnen und Schüler
5.3 Leistungsschwache Schülerinnen und Schüler
6. Wie Kopfrechenspiele die Emotion, Motivation und Performanz leistungsschwacher Schülerinnen und Schüler beeinflussen – eine Studie
6.1 Vorstellung der Lerngruppen
6.2 Durchführung der Studie
6.3 Darstellung der Erhebungsmethoden
6.4 Beschreibung der Auswertung der Fragebögen
6.5 Darstellung der Ergebnisse
6.5.1 Qualitative Ergebnisse der Studie
6.5.1.1 Darstellung der Ergebnisse der Schülerin 1
6.5.1.2 Interpretation der Ergebnisse der Schülerin 1
6.5.1.3 Darstellung der Ergebnisse der Schülerin 74
6.5.1.4 Interpretation der Ergebnisse der Schülerin 74
6.5.1.5 Darstellung der Ergebnisse des Schülers 110
6.5.1.6 Interpretation der Ergebnisse des Schülers 110
6.5.2 Quantitative Ergebnisse der Studie
6.5.2.1 Darstellung der Ergebnisse durchschnittlicher Schülerinnen und Schüler
6.5.2.2 Interpretation der Ergebnisse durchschnittlicher Schülerinnen und Schüler
6.5.2.3 Darstellung der Ergebnisse leistungsstarker Schülerinnen und Schüler
6.5.2.4 Interpretation der Ergebnisse der leistungsstarken Schülerinnen und Schüler
6.5.2.5 Darstellung der Ergebnisse der leistungsschwachen Schülerinnen und Schüler
6.5.2.6 Interpretation der Ergebnisse der leistungsschwachen Schülerinnen und Schüler
6.6 Limitation der Studie
7. Zusammenfassung, Ausblick und Fazit
8. Literaturverzeichnis
9. Abbildungen
Diese Masterthesis untersucht, inwiefern der Einsatz von Kopfrechenspielen bei leistungsschwachen Grundschulkindern positive Auswirkungen auf deren emotionale Verfassung, ihre Lernmotivation sowie ihre tatsächliche Leistungsfähigkeit (Performanz) im Mathematikunterricht hat.
1. Kopfrechenspiele im Mathematik-Unterricht – Spielspaß oder Spielfrust?
Denkt man an ein spielendes Kind, so assoziiert man vermutlich zuerst ein lachendes Gesicht, freudige Bewegungen wie das Hüpfen und die völlige Konzentration auf das Tun. Das Kind verliert sich in einer eigenen (Fantasie-)Welt, in der es kaum ablenkbar ist. Es ruht in sich selbst und verfolgt eigene Regeln und Ziele, die das Spiel ganz individuell machen. Das Spiel kann aber auch laut und tobend sein oder andere Kinder werden in das eigene Spiel mit einbezogen. Eines haben aber alle Spielsituationen gemeinsam: Das Kind hat Spaß beim Spielen.
Zugegebenermaßen ist es wahrscheinlich, dass man sich hier ein spielendes Kleinkind vorstellt, was in dieser Arbeit zwar keinerlei Relevanz hat, jedoch eine wichtige Grundvorstellung bildet.
Das Spiel zählt zu den ersten Tätigkeiten, die ein Mensch in seiner Entwicklung eigenständig aufnimmt. So spielen bereits Säuglinge, indem sie nach Gegenständen greifen und diese betrachten oder später mit anderen Personen interagieren, zum Beispiel (z.B.) durch das Lachen. Dabei ist das Spiel nicht zweckfrei, sondern bereitet das Kind zunehmend auf das spätere Leben als erwachsene Person vor (vgl. Hauser 2021, S.87). Das Hüpfen fördert die Grobmotorik, Malen die Feinmotorik, Gesellschaftsspiele die sozialen Kompetenzen und die Sprache. Kurz gesagt: Spielen bedeutet Lernen.
Blicken wir nun in einen Klassenraum, genauer gesagt auf Schülerinnen und Schüler, die gerade im Mathematik-Unterricht sitzen, sieht man freudige und aufmerksame Lernende, die sich melden und eifrig mitschreiben. Man blickt aber auch auf Schülerinnen und Schüler, die aus dem Fenster sehen, in ihr Heft malen oder mit dem Nachbarn oder der Nachbarin sprechen. Die zweiteren Lernenden beschreiben die Mathematik als zu schwierig oder sie haben Angst vor Fehlern. Ihnen fehlen die mathematischen Fähigkeiten der Grundrechenarten und die Begeisterung für das Schulfach Mathematik ist sehr gering.
1. Kopfrechenspiele im Mathematik-Unterricht – Spielspaß oder Spielfrust?: Einleitende Betrachtung der Bedeutung des Spielens für die kindliche Entwicklung und die Übertragung dieser positiven Aspekte auf den Mathematikunterricht.
2. Arithmetik im Mathematik-Unterricht der Grundschule: Theoretische Auseinandersetzung mit der Bedeutung des Kopfrechnens, eingebettet in den Lehrplan und die Entwicklung mathematischer Fähigkeiten.
3. Die Bedeutung von Emotionen und Motivation im Mathematik-Unterricht: Fundierte Darstellung theoretischer Konzepte zu Lernmotivation und Emotionen sowie deren Wechselwirkungen im schulischen Lernprozess.
4. Spiele im Mathematik-Unterricht: Abhandlung über Funktionen, Lernchancen und Anforderungen an Lernspiele im Vergleich zu reinem Übungsrechnen.
5. Leistungsstarke und leistungsschwache Schülerinnen und Schüler im Mathematik-Unterricht: Differenzierung zwischen verschiedenen Leistungsgruppen und Attribution von Erfolg und Misserfolg.
6. Wie Kopfrechenspiele die Emotion, Motivation und Performanz leistungsschwacher Schülerinnen und Schüler beeinflussen – eine Studie: Beschreibung der empirischen Untersuchung, der Lerngruppen, der Erhebungsmethodik und Darstellung der qualitativen sowie quantitativen Ergebnisse.
7. Zusammenfassung, Ausblick und Fazit: Synthese der Studienergebnisse im Hinblick auf die aufgestellten Hypothesen und Diskussion der pädagogischen Relevanz.
Kopfrechenspiele, Mathematikunterricht, Grundschule, Lernmotivation, Leistungsmotivation, Emotionen, Performanz, leistungsschwache Schüler, Eckenrechnen, Partner finden, Arithmetik, Lernspiele, Schulpädagogik, empirische Studie, Attributionsmodell
Die Arbeit untersucht den Einfluss von speziellen Kopfrechenspielen („Eckenrechnen“ und „Partner finden“) auf die Motivation, die emotionalen Zustände und die schulische Performanz von leistungsschwachen Grundschulkindern.
Die Studie verknüpft Erkenntnisse aus der Arithmetikdidaktik, der Motivationspsychologie und der pädagogischen Emotionsforschung unter den Aspekten des spielerischen Lernens.
Das Ziel ist es herauszufinden, ob kooperative Spiele demotivierende Effekte kompetitiver Kopfrechenspiele bei leistungsschwachen Lernenden abmildern und so zu einem effektiveren, emotional positiveren Lernen beitragen können.
Es wurde eine empirische Vergleichsstudie in sechs vierten Klassen durchgeführt, die durch Fragebögen, Beobachtungsprotokolle und Einzelinterviews erhoben wurde.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Begründung der Lernchancen von Spielen und die anschließende detaillierte Auswertung und Interpretation der Studienergebnisse.
Wichtige Begriffe sind Kopfrechenspiele, Leistungsmotivation, Lernemotionen, leistungsschwache Schüler und die spezielle didaktische Gegenüberstellung von Wettbewerbs- und Kooperationsspielen.
Aufgrund der kooperativen Struktur des Spiels wurde vermutet, dass es weniger frustrierend auf leistungsschwache Schüler wirkt als das kompetitive Spiel "Eckenrechnen", bei dem schnell Leistungsunterschiede sichtbar werden.
Die Arbeit belegt, dass angenehme Emotionen (z.B. Freude, Motivation) das Lernen erleichtern, während unangenehme Gefühle (z.B. Angst, Scham, Frustration) zu Vermeidungsverhalten führen und die Kapazität des Arbeitsgedächtnisses mindern können.
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