Bachelorarbeit, 2009
68 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Problemstellung und Gang dieser Arbeit
3 Grundlagen und Definitionen
3.1 Kleine und mittlere Unternehmen
3.2 Unternehmenskommunikation
3.2.1 Definition und Ziele der Unternehmenskommunikation
3.2.2 Stakeholder eines Unternehmens
3.2.3 Vision, Mission und Strategie eines Unternehmens
3.2.4 Images eines Unternehmens
3.3 Unternehmenscontrolling
3.3.1 Aufgaben des Controllings in Unternehmen
3.3.2 Strategisches und operatives Controlling
3.3.3 Kennzahlen und Kennzahlensysteme
3.4 Kommunikations-Controlling
4 Analyse des Nutzens von Kommunikations-Controlling in KMU
4.1 Einführung und Gang der Untersuchung
4.2 Schwächen und Wagnisse im Mittelstand
4.3 Einfluss des Kommunikations-Controllings auf die Wertsicherung und Wertschöpfung in mittelständigen Unternehmen
4.3.1 Einfluss der koordinierten Kommunikation auf die Stakeholder
4.3.2 Organisatorische Einbindung des Kommunikations-Controllings
4.4 Einführung von Kommunikations-Controlling in KMU
4.4.1 Controlling in mittelständigen Unternehmen
4.4.2 Management Systeme des Kommunikations-Controllings
4.4.3 Kennzahlen des Kommunikations-Controllings
5 Fazit der Arbeit
Die vorliegende Arbeit untersucht, ob durch den strategischen Einsatz von Kommunikations-Controlling eine nachhaltige Wertsicherung und Wertschöpfung in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) erreicht werden kann, um den Herausforderungen durch zunehmende Komplexität und Wettbewerbsdruck zu begegnen.
1) Stakeholder auf dem Finanzmarkt
Mittelständige Unternehmen in Deutschland weisen eine, im internationalen Vergleich, hohe Abhängigkeit von Bankkrediten auf. Die Gründe für eine Verschlossenheit in KMU gegenüber externen Kapitalgebern, welche nicht Banken sind, variieren. Sie reichen von steuerlichen Vorteilen durch die Abzugsfähigkeit von Kreditzinsen bis hin zu persönlichen Gründen, z.B. weil Unternehmen keine Stimmrechte vergeben möchten. Weitere Abhängigkeiten zu den Banken ergeben sich z.B. aus den Basel II Vorschriften, welche 50 % der kleinen Unternehmen sogar als Risiko ansehen, da hierbei die Eigenkapitalquote zum Maßstab der Bonität wurde. Nach dem BDI Mittstandpanel 2007 streben 27,9 % der befragten KMU mittelfristig eine Eigenkapitalquote von > 35 % an. Weitere Notwendigkeiten einer hohen Eigenkapitalquote entstehen durch eine Öffnung des Unternehmens für Fremdkapital oder durch einen Börsengang. Nach einer weiteren Studie stehen 24,1 % der befragten mittelständigen Unternehmen kurz vor einem Börsengang oder könnten sich diesen Schritt vorstellen. Die Motive hierfür liegen, neben der Stärkung des Eigenkapitals, vor allem in der Finanzierung von Wachstum, Innovationen sowie in der Akquisition.
Koordinierte Kommunikation sichert bei den o.g. Anforderungen die einheitliche und strategische Kommunikation in den Finanzmarkt und hat neben der Generierung von Bekanntheit und Wahrnehmung des Unternehmens die primäre Aufgabe, Vertrauen zu schaffen sowie dieses zu erhalten. Diese Aussage wird dadurch bestärkt, dass 37 % der o.g. börsenganginteressierten Unternehmen weiter angaben, dies wegen des Image und des steigenden Bekanntheitsgrades zu tun, was der Sicherung und Schöpfung neuen Unternehmenswertes zu Gute käme.
1 Einleitung: Beschreibt die zunehmende Bedeutung der Unternehmenskommunikation als unterstützende Funktion der Unternehmensführung und die Notwendigkeit ihrer Standardisierung.
2 Problemstellung und Gang dieser Arbeit: Formuliert die zentrale Leitfrage zur Wertsicherung durch Kommunikations-Controlling in KMU und skizziert den methodischen Aufbau der Untersuchung.
3 Grundlagen und Definitionen: Definiert die zentralen Begriffe KMU, Unternehmenskommunikation, Controlling und Kommunikations-Controlling als theoretisches Fundament.
4 Analyse des Nutzens von Kommunikations-Controlling in KMU: Untersucht Schwächen und Wagnisse des Mittelstands und evaluiert, wie koordinierte Kommunikation und verschiedene Management-Systeme zur Wertsteigerung beitragen können.
5 Fazit der Arbeit: Beantwortet die Leitfrage und kommt zu dem Schluss, dass Kommunikations-Controlling eine wichtige Rolle bei der strategischen Planung und Wertsicherung in KMU spielt.
Kommunikations-Controlling, Mittelstand, KMU, Wertsicherung, Wertschöpfung, Unternehmenskommunikation, Stakeholder, Balanced Scorecard, Communication Scorecard, Strategisches Controlling, Operatives Controlling, Unternehmensimage, Kommunikationseffizienz, Finanzkommunikation, Management-Systeme.
Die Arbeit untersucht die Integration von Kommunikations-Controlling in kleinen und mittleren Unternehmen, um eine strategische Steuerung der Unternehmenskommunikation zur Wertsicherung zu ermöglichen.
Die zentralen Themen sind das Unternehmenscontrolling, die Unternehmenskommunikation, das spezifische Kommunikations-Controlling für KMU sowie Strategien zur Identifikation und Beeinflussung von Stakeholdern.
Die Leitfrage lautet: Ist durch Kommunikations-Controlling eine Wertsicherung und Wertschöpfung in kleinen und mittleren Unternehmen durch den strategischen Einsatz monetärer Mittel in die Unternehmenskommunikation mittel- und langfristig zu erreichen?
Es wird eine theoretische Fundierung durch Literaturanalyse genutzt, ergänzt durch die Untersuchung von Schwächen und Wagnissen sowie die Evaluation bestehender Management-Systeme (z.B. Balanced Scorecard).
Der Hauptteil analysiert die Schwächen des Mittelstands, die organisatorische Einbindung von Kommunikations-Controlling und stellt verschiedene Management-Systeme sowie Kennzahlen für den Kommunikationserfolg vor.
Wichtige Begriffe sind KMU, Kommunikations-Controlling, Wertschöpfung, Stakeholder-Kompass und strategisches Management.
Häufig fehlen in KMU die personellen und finanziellen Kapazitäten für strategische Controlling-Funktionen, da der Fokus primär auf operativen Aspekten wie Kostensenkungen liegt.
Das Unternehmensimage wird als immaterieller Wertfaktor betrachtet, der durch koordinierte Kommunikation positiv beeinflusst werden kann und maßgeblich zur Wertschöpfung bei den verschiedenen Stakeholder-Gruppen beiträgt.
Das Communication Control Cockpit (CCC) wird kritisch betrachtet, da es an der Verarbeitung qualitativer Daten scheitert und eine zu starre Struktur aufweist.
Während sich Marketing stark auf Kunden und Produktimages fokussiert, umfasst das Kommunikations-Controlling die ganzheitliche Steuerung sämtlicher Kommunikationsmaßnahmen für alle relevanten Stakeholder.
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