Bachelorarbeit, 2020
36 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
2. Anreizsysteme
2.1 Wettbewerb
2.2 Stücklohn
3. Geschlechterunterschiede
3.1 Gender Pay Gap
3.1.1 Unbereinigte Gender Pay Gap
3.1.2 Bereinigte Gender Pay Gap
3.2 Gender Performance Gap
4. Empirische Forschung
4.1 Erfolg im Wettbewerb
4.2 Misserfolg im Wettbewerb
5. Auswertung der empirischen Forschung
5.1 Ursachen für Misserfolg im Wettbewerb
5.2 Ursachen für geschlechtsspezifisch unterschiedliche Motivationseffekte nach Misserfolg
6. Kritische Reflexion
6.1 Mögliche Auswirkungen auf Karriereentscheidungen
6.2 Ausblicke und weitere Lösungsansätze
7. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht, welche Motivationseffekte durch Misserfolg in Wettbewerben entstehen und wie diese das zukünftige Verhalten sowie Karriereentscheidungen von Individuen beeinflussen, mit einem besonderen Fokus auf geschlechterspezifische Unterschiede.
4.2 Misserfolg im Wettbewerb
Wenn die Teilnahme am Wettbewerb verpflichtend ist, könnte das übersteigerte Selbstbewusstsein von Männern die geschlechtsspezifischen Unterschiede und somit auch einen Teil des Gender Pay Gap und Gender Performance Gap erklären, da der Leistungsunterschied allein statistisch nicht signifikant ist (Niederle & Vesterlund, 2007).
Wenn die Teilnehmer sich zwischen dem Wettbewerb und dem Stücklohn entscheiden, hängt ihre Entscheidung in beiden Fällen von ihren Erwartungen über ihre relativen Leistungen ab. Falls sie sich für den Wettbewerb entscheiden, erhalten sie Feedback über ihre relative Leistung. Nur wenn sie sich für den Wettbewerb entscheiden, müssen sie sich dieser Feedback-Situation stellen. Daher könnte es sein, dass Frauen welche diese Situation als unangenehm empfinden den Wettbewerb meiden. Das würde bedeuten, dass Frauen gar nicht weniger wettbewerbsfähig oder demotivierter nach einem Wettbewerb sind, sondern das Feedback über ihre Leistung meiden, weil die daraus resultierende Schamsituation, im Fall des Misserfolgs unangenehm ist. (Gneezy, Niederle, & Rustichini, 2003).
Für weniger leistende Teilnehmer weist die Entscheidung dem Wettbewerb beizutreten keinen statistisch signifikanten geschlechtsspezifischen Unterschied auf. Den signifikanten Unterschied in der Entscheidung am Wettbewerb teilzunehmen gibt es erst für höhere Leistung erbringende Teilnehmer. Somit ist die Entscheidung dem Wettbewerb beizutreten unabhängig von der relativen Leistung (Niederle & Vesterlund, 2007).
Mögliche Nachteile der Frauen wurden durch das Versuchsdesign eliminiert (Niederle & Vesterlund, 2007). Die Wahl von unkomplizierten Additionsaufgaben, sollte die Teilnahmeentscheidung der Frauen am Wettbewerb fördern.
1. Einleitung: Einführung in die Bedeutung von Anreizsystemen auf dem Arbeitsmarkt und das Ziel der Arbeit, geschlechtsspezifische Motivationseffekte nach Misserfolg in Wettbewerben zu untersuchen.
2. Anreizsysteme: Definition und Vergleich von Wettbewerb als relative Vergütungsform und Stücklohn als individuelle Vergütung basierend auf experimenteller Forschung.
3. Geschlechterunterschiede: Erörterung der Lohn- und Leistungsunterschiede (Gender Pay Gap/Gender Performance Gap) sowie deren institutionelle und soziale Einbettung.
4. Empirische Forschung: Darstellung und Analyse von Laborexperimenten, die das Verhalten von Männern und Frauen im Wettbewerb und deren Erfolg oder Misserfolg beleuchten.
5. Auswertung der empirischen Forschung: Kritische Analyse der Ursachen für Misserfolg in Wettbewerben und die Erklärung der geschlechterspezifisch divergierenden Motivationseffekte.
6. Kritische Reflexion: Diskussion der ökonomischen und sozialen Implikationen für Karrierewege sowie Aufzeigen von Lösungsansätzen gegen wettbewerbsbedingte Benachteiligungen.
7. Fazit: Zusammenfassende Beantwortung der Forschungsfrage unter Einbeziehung der empirischen Erkenntnisse und Ausblick auf zukünftige Entwicklungen.
Wettbewerb, Anreizsysteme, Misserfolg, Karriereentscheidungen, Gender Pay Gap, Gender Performance Gap, geschlechtsspezifische Unterschiede, Motivation, Stücklohn, Selbstbewusstsein, Risikoaversion, Feedbackaversion, Arbeitsmarkt, Führungspositionen, empirische Forschung.
Die Arbeit untersucht, wie Wettbewerbssituationen, insbesondere der darin erfahrene Erfolg oder Misserfolg, die Motivation von Individuen beeinflussen und welche Auswirkungen dies auf ihre zukünftige Karrieregestaltung hat.
Zu den zentralen Themen zählen Anreizsysteme in der Wirtschaft, geschlechtsspezifische Unterschiede bei der Lohnbildung und Leistungsbereitschaft sowie psychologische Faktoren in Wettbewerbssituationen.
Das Ziel ist es zu ergründen, welche Motivationseffekte durch Misserfolg im Wettbewerb ausgelöst werden und auf welche Weise diese zu unterschiedlichen Karriereentscheidungen bei Männern und Frauen führen.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche und der Analyse von aktuellen empirischen Laborexperimenten, insbesondere der Studien von Buser, Gill & Prowse sowie Niederle & Vesterlund.
Der Hauptteil widmet sich der detaillierten Auswertung empirischer Forschungsdaten zu den Entscheidungen vor und nach Wettbewerben sowie der psychologischen Ergründung, warum Frauen Wettbewerbe häufiger meiden und Männer in diesen Herausforderungen bestehen.
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Wettbewerbsfähigkeit, Gender Pay Gap, Feedbackaversion, Nutzenverlustkompensation und geschlechtsspezifische Sozialisation.
Frauen empfinden Misserfolg im Wettbewerb häufiger als unangenehme Schamsituation und weichen aus, während Männer dazu neigen, den erlebten Nutzenverlust als Antrieb für gesteigerte Anstrengung in zukünftigen Wettbewerben zu nutzen.
Ja, die Arbeit verweist darauf, dass unterschiedliche Prägungen in der Kindheit – bei denen Jungen eher zu kompetitiven Spielen und Mädchen eher zu kooperativen Aktivitäten ermutigt werden – sich bis ins Erwachsenenalter in der Wettbewerbsneigung widerspiegeln können.
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