Diplomarbeit, 2009
61 Seiten, Note: 2,3
1 Einführung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung der Arbeit
1.3 Aufbau der Arbeit
2 Grundlagen
2.1 Controlling
2.2 Strategisches Kundencontrolling
2.3 Kundenwert
2.4 Key-Accounts
3 Customer-Lifetime-Value-Modelle
3.1 Basismodell
3.2 Determinanten des Basismodells
3.2.1 Betrachtungszeitraum
3.2.2 Zahlungsströme
3.2.3 Kalkulationszinssatz
3.3 Kundencharakterisierung
3.3.1 Lost-for-good-Kunden (Customer-Retention-Modelle)
3.3.2 Always-a-share-Kunden (Customer-Migration-Modelle)
3.4 Einteilung der Modelle nach ihrem Aggregationsgrad
3.4.1 Kundenstamm- und Kundensegmentbezogene Modelle
3.4.2 Modelle auf Einzelkundenebene
4 Key-Account-Lifetime-Value-Modelle
4.1 Eine umfassende Berechnungsformel
4.1.1 Die Komponenten
4.1.1.1 Bindungsrate
4.1.1.2 Umsatz
4.1.1.3 Kosten
4.1.1.4 Indirekt monetäre Erfolgsbeiträge
4.1.2 Zusammenführung zu einem Modell
4.1.3 Bewertung
4.2 Einzelvertragliche Entscheidungen
4.2.1 Grundgedanke
4.2.2 Modellannahmen und Berechnung
4.2.3 Ergebnisse
4.2.3.1 Entscheidungssequenzen
4.2.3.2 Die optimale Dauer der Kundenpflege
4.2.3.3 Entscheidungen über einzelne Vertragsangebote
4.2.4 Bewertung des Modells
4.3 Auf Markov-Ketten basierende Modelle
4.3.1 Grundlagen
4.3.2 Das Modell
4.3.2.1 Beispielrechnung
4.3.2.2 Erweiterungen des Modells
4.3.3 Bewertung des Modells
5 Zusammenfassung und Ausblick
Die Arbeit untersucht die Bedeutung und praktische Anwendbarkeit von Key-Account-Lifetime-Value-Modellen im strategischen Kundencontrolling, um Investitionsentscheidungen gezielter an der Profitabilität langfristiger Kundenbeziehungen auszurichten.
1.1 Problemstellung
Spätestens seit Mitte der 80er Jahre ist Unternehmen die Bedeutung eines umfang reichen und qualitativ hochwertigen Informationsmanagements bewusst. Mit der Ab kehr vom Transaktionsmarketing hin zum Beziehungsmarketing wird diese Forderung um die Funktionen Analyse, Planung und Steuerung von Kundenbeziehungen erweitert, so dass eine konsequente Neuausrichtung des gesamten Unternehmens am Kunden erfolgt.
Es ist demnach unumgänglich wertsteigernde Kunden herauszufiltern und zu fördern bzw. wertvernichtende Kunden aufzugeben oder in ein gewinnbringendes Verhältnis zu überführen. Insbesondere mit dem Blick auf zukünftige Geschäftsbeziehungen ist es notwendig den Kundenwert auf die gesamte Dauer der Geschäftsbeziehung zu ermitteln, um Investitionsentscheidungen gezielter treffen zu können.
Für eine geeignete Prognose der künftigen Profitabilität von Kundenbeziehungen hat sich der Customer-Lifetime-Value (im Folgenden als CLV bezeichnet) als Schlüsselkennzahl herauskristallisiert. Dieser folgt der Grundidee, den diskontierten Gewinn oder Verlust zu bestimmen, der pro Kunde innerhalb der gemeinsamen Geschäftsbeziehung durch das Unternehmen erzielt werden kann. Der CLV kann somit als Entscheidungskriterium für Marketing- und Investitionsentscheidungen dienen.
1 Einführung: Die Einleitung beleuchtet die Notwendigkeit, Kunden aufgrund ihrer langfristigen Profitabilität zu bewerten, und führt den CLV als zentrale Entscheidungskennzahl ein.
2 Grundlagen: Hier werden die theoretischen Fundamente des Controllings, des strategischen Kundencontrollings sowie die ökonomische Bedeutung des Kundenwertes und der Key-Accounts dargelegt.
3 Customer-Lifetime-Value-Modelle: Dieses Kapitel erläutert das Basismodell zur CLV-Berechnung und diskutiert wichtige Determinanten sowie verschiedene Modellierungsansätze basierend auf dem Kundenverhalten.
4 Key-Account-Lifetime-Value-Modelle: Der Hauptteil präsentiert komplexe Berechnungsformeln sowie spezielle Modellansätze wie einzelvertragliche Entscheidungen und Markov-Ketten zur Bewertung von Key-Accounts.
5 Zusammenfassung und Ausblick: Das Fazit resümiert die Ansätze und betont, dass eine CLV-Analyse aufgrund des hohen Aufwands besonders für Key-Accounts sinnvoll ist.
Customer-Lifetime-Value, CLV, Strategisches Kundencontrolling, Key-Accounts, Kundenwert, Deckungsbeitragsrechnung, Kundenbindung, Investitionsrechnung, Markov-Ketten, Marketing-Controlling, Kundenbeziehungsmanagement, Customer Equity, Vertragsmanagement, Kundenlebenszyklus, Rentabilität.
Die Diplomarbeit befasst sich mit der Anwendung und Modellierung von Customer-Lifetime-Value-Ansätzen, um die Profitabilität von Kundenbeziehungen im Rahmen des strategischen Kundencontrollings zu steuern.
Die Schwerpunkte liegen auf der theoretischen Fundierung des Kundenwertes, der mathematischen Modellierung von Kundenbeziehungen und der spezifischen Bewertung von Key-Accounts.
Ziel ist es zu klären, welche Bedeutung die CLV-Berechnung für die Bewertung von Key-Accounts hat und ob sich dieser Aufwand auch für Durchschnittskunden rentiert.
Die Arbeit nutzt methodische Ansätze der Investitionsrechnung (Kapitalwertmethode) sowie statistische Verfahren wie Markov-Ketten zur Modellierung stochastischer Kaufprozesse.
Im Hauptteil werden sowohl eine umfassende Berechnungsformel als auch spezifische Modelle zur Unterstützung von einzelvertraglichen Entscheidungen und Markov-Ketten-Modelle vorgestellt und bewertet.
Wichtige Begriffe sind Customer-Lifetime-Value (CLV), Key-Account-Management, Kundenwert, Marketing-Controlling und die Differenzierung zwischen Kundenbindungs- und Migrationsmodellen.
Erstere sind durch hohe Wechselkosten eng an einen Anbieter gebunden, während letztere ihren Bedarf bei mehreren Anbietern decken, was unterschiedliche Modellierungsansätze erfordert.
Er dient als Mindestverzinsung und spiegelt das Risiko einer Investition wider; eine falsche Wahl kann über den Erfolg oder Misserfolg der Entscheidung, eine Geschäftsbeziehung fortzuführen, bestimmen.
Sie erfassen Faktoren wie Informationswert, Innovationswert und Kooperationswert, die über den direkten Umsatz hinaus den Gesamtwert eines Kunden beeinflussen.
Die Gründe liegen vor allem im hohen Bedarf an detaillierten Kundendaten sowie in der Komplexität der Modellierung und den damit verbundenen Controlling-Kosten.
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