Bachelorarbeit, 2009
66 Seiten, Note: 1,8
Einleitung
1. Bemerkungen zur Methodik, theoretischen Herangehensweise und erkenntnisleitenden Motiven
2. Die Beziehungen zwischen den USA und Pakistan: Ein historischer Überblick
2.1. Die Beziehungen zwischen den USA und Pakistan: Einleitende Bemerkungen
2.2. Von der Unabhängigkeit Pakistans bis zur Invasion der Sowjetunion in Afghanistan 1979
2.3. Hochphase und Abkühlung: Der Einmarsch der Sowjetunion in Afghanistan 1979 und die Sanktionspolitik der USA nach dem Abzug der Sowjetunion
2.3.1. Hochphase: Pakistan als Frontstaat im Afghanistan-Konflikt
2.3.2. Abkühlung: Abzug der Sowjetunion und Sanktionspolitik
2.4. „War on Terror“ – Die Beziehungen der USA zu Pakistan nach 9-11
2.4.1. Pakistan als „Major non-Nato ally“
2.4.2. Mangelnde Effektivität und Misstrauen
3. Perzeptions- und Wahrnehmungsmuster in den Beziehungen USA – Pakistan
Schlussfolgerungen
Diese Arbeit untersucht die wechselhaften und oft von gegenseitigem Misstrauen geprägten bilateralen Beziehungen zwischen den USA und der islamischen Republik Pakistan. Ziel ist es, durch eine historisch-diskursanalytische Betrachtung zu erklären, wie vergangene Ereignisse Perzeptions- und Wahrnehmungsmuster geformt haben, die das heutige außenpolitische Handeln beider Staaten maßgeblich beeinflussen.
2.2. Von der Unabhängigkeit Pakistans bis zur Invasion der Sowjetunion in Afghanistan 1979
Pakistan wurde am 14. August 1947 von den britischen Kolonialherren in die Unabhängigkeit entlassen. Westpakistan umfasste das heutige Staatsgebiet während Ostpakistan auf das Gebiet des heutigen Bangladeschs begrenzt war. Beide Teile Pakistans waren durch das Staatsgebiet Indiens voneinander getrennt.
Die Außenpolitik der USA gegenüber Pakistan in den 1950er Jahren muss im Kontext des aufkommenden Kalten-Krieges und der Politik der USA gegenüber der Sowjetunion gesehen werden. Noch 1947/48, während des ersten pakistanisch-indischen Krieges, konnte die Haltung der USA gegenüber Pakistan als indifferent und desinteressiert bezeichnet werden. Die USA bezogen hier weder für die pakistanische Seite, noch für die Indische Position. Erst 1953, im Kontext des von den USA als Instrument einer expansionistischen Politik der Sowjetunion wahrgenommen Korea-Krieges, änderte sich diese Haltung grundlegend. So herrschte bei den Akteuren in den USA die Befürchtung vor, dass die Sowjetunion ihren Einflussbereich in Zentralasien ausdehnen könnte.
Einleitung: Diese Einleitung führt in die wechselhafte Geschichte der bilateralen Beziehungen zwischen den USA und Pakistan ein und definiert das erkenntnisleitende Konzept der „Perzeptions- und Wahrnehmungsmuster“.
1. Bemerkungen zur Methodik, theoretischen Herangehensweise und erkenntnisleitenden Motiven: Hier wird der historisch-diskursanalytische Ansatz erläutert, der untersucht, wie vergangene Ereignisse die heutige Wahrnehmung der Akteure in den zwischenstaatlichen Beziehungen prägen.
2. Die Beziehungen zwischen den USA und Pakistan: Ein historischer Überblick: Dieses Kapitel zeichnet die komplexen Entwicklungslinien der Beziehungen nach, von der Gründung Pakistans über die Kooperation im Kalten Krieg bis hin zu den Auswirkungen der Ereignisse des 11. Septembers.
3. Perzeptions- und Wahrnehmungsmuster in den Beziehungen USA – Pakistan: In diesem Kapitel werden die aus der Historie abgeleiteten Perzeptionsmuster zusammengeführt, um zu erklären, warum das gegenseitige Misstrauen trotz neuer strategischer Partnerschaften fortbesteht.
Schlussfolgerungen: Das Fazit fasst zusammen, dass die Wirkungsmacht der Geschichte und die tief verankerten Wahrnehmungsmuster einer schnellen Normalisierung der bilateralen Beziehungen entgegenstehen.
USA, Pakistan, Außenpolitik, Kalter Krieg, War on Terror, Perzeptionsmuster, Wahrnehmungsmuster, Historische Diskursanalyse, Afghanistan, Atomprogramm, Geostrategie, Misstrauen, Militärkooperation, Regionale Sicherheit, bilaterale Beziehungen
Die Arbeit analysiert die komplizierte und wechselhafte Geschichte der zwischenstaatlichen Beziehungen zwischen den Vereinigten Staaten und Pakistan unter dem theoretischen Fokus historisch gewachsener Perzeptions- und Wahrnehmungsmuster.
Zentrale Themen sind die strategische Bedeutung Pakistans im Kalten Krieg, die Auswirkungen der Invasion in Afghanistan 1979, der „Krieg gegen den Terror“ nach 9/11 sowie die Rolle des pakistanischen Militärs und des Atomprogramms.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie historische Ereignisse auf beiden Seiten zu Deutungsfolien wurden, die das aktuelle politische Handeln und das gegenseitige Misstrauen auch heute noch massiv beeinflussen.
Die Autorin oder der Autor verwendet eine historisch-diskursanalytische Methode, um die Beziehungen zwischen den Staaten als einen fortwährenden Prozess zu begreifen, der durch historische Sozialisation geprägt ist.
Der Hauptteil gliedert sich in einen historischen Überblick und eine analytische Aufarbeitung, wobei insbesondere Wendepunkte wie die Zeit nach 1979 und nach 2001 intensiv beleuchtet werden.
Neben den Hauptakteuren USA und Pakistan spielen Begriffe wie „Perzeptionsmuster“, „Geostrategie“ und „historische Tradition“ eine entscheidende Rolle für das Verständnis des Diskurses.
Diese Bezeichnung bezieht sich auf die außergewöhnliche Autonomie und den politischen Einfluss des pakistanischen Militärs und des Geheimdienstes ISI, die oft unabhängig von zivilen demokratischen Kontrollmechanismen agieren.
Das Netzwerk symbolisiert für die US-Seite eine massive sicherheitspolitische Gefahr und ist ein zentraler Grund für das anhaltende Misstrauen Washingtons gegenüber pakistanischen Zusagen im Bereich der Nichtverbreitung von Nuklearwaffen.
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