Diplomarbeit, 2006
115 Seiten, Note: 1,3
I. Einleitung
1. AUSGANGSLAGE UND PROBLEMSTELLUNG
2. GEGENSTAND UND ZIEL DER ARBEIT
II. Grundlagen des Beteiligungsmanagements
1. DER BETEILIGUNGSBEGRIFF
1.1 Der rechtliche Beteiligungsbegriff
1.2 Der betriebswirtschaftliche Beteiligungsbegriff
1.3 Beteiligungstypen
1.4 Der Beteiligungsbegriff im Sinne dieser Arbeit
2. DER BETEILIGUNGSLEBENSZYKLUS
III. Grundsätzliche Konzeption des Beteiligungsmanagements im Beteiligungslebenszyklus
1. DEFINITION DES BETEILIGUNGSMANAGEMENTS
2. PRINCIPAL-AGENT-PROBLEMATIK IN KONZERNSTRUKTUREN
2.1 Grundlagen der Principal-Agent-Theorie
2.2 Die Principal-Agent-Problematik im Konzern
3. BETEILIGUNGSMANAGEMENT IM BETEILIGUNGSLEBENSZYKLUS
3.1 Grundsätzliche Ausrichtung im Lebenszyklus
3.2 Grundsätzliche Aufgaben im Lebenszyklus
IV. Ausprägung des Beteiligungsmanagements im privaten Konzern unter Berücksichtigung des Beteiligungslebenszyklus
1. DER SHAREHOLDER-VALUE ALS ZENTRALE ZIELGRÖßE DES BETEILIGUNGSMANAGEMENTS
2. ANSATZPUNKTE DES BETEILIGUNGSMANAGEMENTS IM BETEILIGUNGSLEBENSZYKLUS
2.1 Die Akquisitionsphase
2.1.1 Beteiligungsmotivation
2.1.2 Formulierung der Akquisitionsstrategie
2.1.3 Evaluation der Zielunternehmung
2.1.3.1 Strategische Bewertung
2.1.3.2 Finanzielle Bewertung
2.1.3.2.1 Discounted Cash Flow-Verfahren
2.1.3.2.2 Ertragswertverfahren
2.1.4 Due Dilligence
2.1.5 Der Integrationsprozess
2.2 Die Beteiligungsphase
2.2.1 Performance-Management als Ausgangsbasis einer wertorientierten Beteiligungsführung im Konzern
2.2.2 Aufgaben und Instrumente der strategischen Führung von Beteiligungsunternehmen
2.2.2.1 Aufgaben der strategischen Beteiligungsführung
2.2.2.2 Instrumente der strategischen Beteiligungsführung
2.2.2.2.1 Die Portfolio-Analyse
2.2.2.2.2 Die Wertschöpfungskette
2.2.2.2.3 Die Balanced Scorecard
2.2.3 Aufgaben und Instrumente der operativen Führung von Beteiligungsunternehmen
2.2.3.1 Aufgaben der operativen Beteiligungsführung
2.2.3.2 Instrumente der operativen Beteiligungsführung
2.2.3.2.1 Wertorientierte Kennzahlen
2.2.3.2.1.1 Economic Value Added (EVA)
2.2.3.2.1.2 Cash Flow Return on Investment (CFRoI)
2.2.3.2.1.3 Cash Value Added (CVA)
2.2.3.2.2 Incentive-Systeme
2.2.3.2.3 Value Reporting
2.3 Desinvestitionsphase
V. Ausprägung des Beteiligungsmanagements im öffentlichen Konzern unter Berücksichtigung des Beteiligungslebenszyklus
1. DER CITIZEN-VALUE ALS METAÖKONOMISCHE ZIELGRÖßE
2. ANSATZPUNKTE DES BETEILIGUNGSMANAGEMENTS IM BETEILIGUNGSLEBENSZYKLUS
2.1 Gründungsphase
2.1.1 Möglichkeiten der Ausgliederung von kommunalen Aufgaben
2.1.2 Prüfung der rechtlichen Rahmenbedingungen
2.1.2.1 Der verfassungsrechtliche Rahmen
2.1.2.2 Der kommunalrechtliche Rahmen
2.1.2.2.1 Der öffentliche Zweck
2.1.2.2.2 Die Leistungsfähigkeit der Kommune
2.1.2.2.3 Der Subsidiaritätsbegriff
2.1.3 Festlegung der Handlungsform wirtschaftlicher Betätigung
2.1.4 Gestaltung der Gesellschaftsverträge
2.2 Beteiligungsphase
2.2.1 Zur Besonderheit der Steuerung öffentlicher Unternehmen
2.2.1.1 Das Zielsystem im öffentlichen Konzern
2.2.1.2 Die Rolle der Politik im Rahmen der Steuerung
2.2.2 Aufgaben und Instrumente der operativen Führung öffentlicher Beteiligungsunternehmen
2.2.2.1 Aufgaben der operativen Beteiligungsführung
2.2.2.2 Instrumente der operativen Beteiligungsführung
2.2.2.2.1 Beteiligungsrichtlinien
2.2.2.2.2 Mandatsträgerbetreuung
2.2.2.2.3 Berichtswesen
2.2.2.2.4 Wirtschaftsplan- und Bilanz-Analyse
2.2.3 Aufgaben und Instrumente der strategischen Führung von öffentlichen Beteiligungsunternehmen
2.2.3.1 Aufgaben der strategischen Beteiligungsführung
2.2.3.2 Instrumente der strategischen Beteiligungsführung
2.2.3.2.1 Die Portfolio-Analyse
2.2.3.2.2 Die Potential-Analyse
2.2.3.2.3 Das Produktlebenszykluskonzept
2.3 Desinvestitionsphase
VI. Gegenüberstellung und Vergleich
1. RECHTLICHER RAHMEN
2. ZIELE UND ZIELSYSTEM
3. AUSGESTALTUNG DER BETEILIGUNGSSTEUERUNG
VII. Ergebnis und Ausblick
1. ERGEBNIS DER GEGENÜBERSTELLUNG
1.1 Unternehmenswertorientierte Ansätze im öffentlichen Sektor?
1.2. Ansätze zur Optimierung der Steuerung öffentlicher Unternehmen
1.2.1 Umsetzung eines Kontraktmanagements
1.2.2 Einführung eines Incentive-Systems
1.2.3 Operationalisierung und Steuerung über Kennzahlen
1.2.4 Die Balanced Scorecard im öffentlichen Beteiligungsmanagement
1.2.5 Das Vier-Komponenten-Modell zur ergebnisorientierten Steuerung öffentlicher Unternehmen
2. AUSBLICK AUS SICHT DES ÖFFENTLICHEN BETEILIGUNGSMANAGEMENTS
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, einen direkten Vergleich zwischen dem wertorientierten Beteiligungsmanagement in privatwirtschaftlichen Konzernen und dem Beteiligungsmanagement der öffentlichen Hand auf kommunaler Ebene unter Einbeziehung des Beteiligungslebenszyklus zu ziehen. Dabei steht die Beantwortung der Frage im Fokus, wie das öffentliche Beteiligungsmanagement durch Instrumente und Erkenntnisse aus dem privaten Sektor optimiert werden kann, um eine zielkonforme Steuerung unter Berücksichtigung gesellschaftspolitischer Anforderungen zu gewährleisten.
2. Der Beteiligungslebenszyklus
Zur dynamischen Darstellung des Entscheidungsfindungs- und Entscheidungsdurchführungsprozesses bei Erwerb bzw. Gründung, Führung und Veräußerung von Unternehmensbeteiligungen wurde auf Grundlage des so genannten Produktlebenszyklus-Konzeptes das Modell des Beteiligungslebenszyklus abgeleitet.
Der Produktlebenszyklus beschreibt den erwarteten Umsatz bzw. Absatzverlauf eines Produktes. Dabei unterscheidet die idealtypische Konzeption des Produktlebenszyklus grundlegend vier Lebensphasen die ein Produkt durchläuft: die Phase der Einführung, des Wachstums, der Reife und der Degeneration. Im Rahmen des Produktlebenszyklus wird davon ausgegangen, dass in Anlehnung an den natürlichen, biologischen Lebenszyklus jedes Produkt einer Alterung, die zum wirtschaftlichen Untergang des Produktes führt, unterliegt. Als unabhängige, das heißt erklärende Variable, fungiert somit ausschließlich die Zeit. Das Produktlebenszyklus-Konzept wird als idealtypisches Beschreibungsmodell auf Beteiligungen übertragen, um die unterschiedlichen Phasen der Entwicklung einer Unternehmensbeteiligung innerhalb seiner Zugehörigkeit zu einer Obergesellschaft darzustellen.
Beteiligungsunternehmen durchlaufen bei ihrer Zugehörigkeit zu einer Muttergesellschaft, in Analogie zu Produkten, ebenfalls Phasen der Entwicklung und weisen einen zyklischen Verlauf auf. Beteiligungen unterliegen demzufolge ebenso wie Produkte dem „Gesetz des Werdens und Vergehens „...“ werden geboren, wachsen, werden alt und sterben.“ Die Beteiligungslebenszyklus-Konzeption besteht grundlegend aus drei Komponenten bzw. Phasen, der Akquisitions- bzw. Gründungsphase, der Beteiligungsphase und der Desinvestitionsphase.
I. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die zunehmende Auslagerung kommunaler Aufgaben in privatrechtliche Formen und die daraus resultierende Notwendigkeit eines professionellen Beteiligungsmanagements.
II. Grundlagen des Beteiligungsmanagements: Dieses Kapitel definiert zentrale Begriffe, Beteiligungstypen und führt das Modell des Beteiligungslebenszyklus als dynamisches Steuerungskonzept ein.
III. Grundsätzliche Konzeption des Beteiligungsmanagements im Beteiligungslebenszyklus: Hier werden die Definition des Managements, die Principal-Agent-Problematik sowie die Ausrichtung und Aufgaben im Lebenszyklus erläutert.
IV. Ausprägung des Beteiligungsmanagements im privaten Konzern unter Berücksichtigung des Beteiligungslebenszyklus: Dieses Kapitel analysiert das Shareholder-Value-Konzept, Instrumente wie Portfolio-Analyse, Due Dilligence und wertorientierte Kennzahlen in privaten Konzernen.
V. Ausprägung des Beteiligungsmanagements im öffentlichen Konzern unter Berücksichtigung des Beteiligungslebenszyklus: Der Fokus liegt hier auf dem Citizen-Value als Zielgröße, den rechtlichen Rahmenbedingungen der Kommunen sowie spezifischen Instrumenten der Steuerung.
VI. Gegenüberstellung und Vergleich: Dieses Kapitel fasst die Unterschiede zwischen öffentlichem und privatem Beteiligungsmanagement in Bezug auf rechtliche Rahmenbedingungen, Zielsysteme und Steuerungsausgestaltung zusammen.
VII. Ergebnis und Ausblick: Das Fazit kritisiert die direkte Übertragbarkeit privater Ansätze und schlägt Optimierungsansätze für öffentliche Unternehmen vor, wie das Vier-Komponenten-Modell.
Beteiligungsmanagement, Beteiligungslebenszyklus, Shareholder-Value, Citizen-Value, Kommunale Beteiligungen, Principal-Agent-Theorie, Beteiligungscontrolling, Portfolio-Analyse, Wertorientierte Steuerung, Due Dilligence, Balanced Scorecard, Wirtschaftsplananalyse, Kontraktmanagement, öffentliche Daseinsvorsorge, Aufgabenerfüllung.
Die Arbeit untersucht das Beteiligungsmanagement in privatwirtschaftlichen Unternehmen im Vergleich zu kommunalen Konzernen unter Anwendung des sogenannten Beteiligungslebenszyklus.
Die zentralen Felder umfassen die rechtlichen Rahmenbedingungen, die Steuerungsinstrumente zur Unternehmensbewertung und -führung sowie die zielorientierte Ausgestaltung des Beteiligungsmanagements in beiden Sektoren.
Das Ziel ist es, die Unterschiede zwischen dem privatwirtschaftlichen Shareholder-Value-Ansatz und der öffentlichen Citizen-Value-Konzeption aufzuzeigen und Optimierungsansätze für das öffentliche Beteiligungsmanagement abzuleiten.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und einem direkten konzeptionellen Vergleich, ergänzt durch die Identifikation von Steuerungsinstrumenten aus dem Bereich des Beteiligungscontrollings.
Der Hauptteil analysiert detailliert die Phasen des Beteiligungslebenszyklus – Gründung/Akquisition, Beteiligung und Desinvestition – für private Konzerne und öffentliche Verwaltungen.
Zu den prägenden Begriffen gehören Beteiligungsmanagement, Beteiligungslebenszyklus, Shareholder-Value, Citizen-Value und die kommunale Daseinsvorsorge.
Während in der Privatwirtschaft die Maximierung des Marktwertes des Eigenkapitals (Shareholder-Value) im Zentrum steht, ist das öffentliche Beteiligungsmanagement primär dem Gemeinwohl und der Erfüllung öffentlicher Zwecke (Citizen-Value) verpflichtet.
Der Autor schlägt ein „Vier-Komponenten-Modell“ vor, bestehend aus eindeutiger Zieldefinition, Kontraktmanagement, Kennzahlensystemen (Performance Measurement) und Incentive-Systemen.
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