Masterarbeit, 2023
179 Seiten, Note: 1.6
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung
1.3 Vorgehensweise
2 Literaturanalyse
2.1 Grundlagen zum Thema nachhaltige Entwicklung
2.1.1 Begriffsabgrenzung
2.1.2 Historische Entwicklung
2.2 Grundlagen der nichtfinanziellen Berichterstattung
2.2.1 Begriffsabgrenzung
2.2.2 Regulatorische Vorgaben im Bereich nichtfinanzielle Berichterstattung
2.2.2.1 Aktuelle regulatorische Vorgaben
2.2.2.2 Zukünftige regulatorische Vorgaben
2.2.3 Grundsätze zur nichtfinanziellen Berichterstattung
2.2.4 ESG-Ratings
2.2.5 Rahmenwerke und Berichtsstandards der nichtfinanziellen Berichterstattung
2.2.5.1 Aktuelle Rahmenwerke und Berichtsstandards
2.2.5.2 Zukünftige Entwicklung der Rahmenwerke und Berichtsstandards
2.3 Stand der Forschung zum Thema nichtfinanzielle Berichterstattung
2.4 Forschungslücke in der nichtfinanziellen Berichterstattung
3 Methode
4 Ergebnisse der Untersuchung
4.1 Forschungsfragen und Hypothesen
4.2 Variablen
4.3 Nutzwertanalyse
4.4 Deskriptive Statistik
4.4.1 Auswertung der Nutzwertanalyse
4.4.2 Lagemaße, Streuungsmaße und Maße zur Art und Stärke der Asymmetrie
4.4.3 Zusammenhangsmaße
4.5 Inferenzstatistik - Multiple lineare Regression
4.5.1 Exogenität
4.5.2 Linearität
4.5.3 Ausreißer
4.5.4 Unabhängigkeit der Residuen
4.5.5 Multikollinearität
4.5.6 Homoskedastizität
4.5.7 Normalverteilung
4.5.8 Regressionsgleichung
4.5.9 Güte des Modells
5 Diskussion der Ergebnisse
5.1 Wesentlichkeitsbeurteilung der GRI 400 Standards bei den DAX 40 Unternehmen
5.2 Mapping der GRI 400 Standards auf die ESRS S Standards
5.3 Zusammenhang der Nutzwertanalysen ESRS S Variablen mit externen Faktoren
5.4 Zusammenhang der Nutzwertanalysen ESRS S Variablen untereinander
6 Kritische Würdigung
7 Fazit
Das primäre Ziel dieser Masterarbeit ist es zu analysieren, in welchem Maß die wesentlichen GRI 400 sozialen Standards der DAX 40 Unternehmen die zukünftigen ESRS S sozialen Berichtsstandards erfüllen. Zudem wird untersucht, welchen äußeren betriebswirtschaftlichen Einflüssen diese sozialen Kriterien unterliegen.
1.1 Problemstellung
„Unless an organization sees that its task is to lead change, that organization will not survive,“2 hebt Peter Drucker hervor.
Die Veränderungen des Weltsystems führen derzeit zu zunehmenden Kapitalumschichtungen, wodurch der Druck auf die Unternehmen nach Transparenz in der nichtfinanziellen Berichterstattung vonseiten jeglicher Stakeholder zunimmt. Der Kapitalismus kann die Gesellschaft formen und hierbei als Katalysator für Veränderungen wirken. Laurence Fink, CEO von BlackRock, hat wiederholt in seinem Letter to CEOs darauf hingewiesen, dass die Integration von ESG bezogenen Risiken in die Unternehmensstrategie der Schlüssel zu langfristiger finanzieller Performance sowie Wertschöpfung ist und dass Anleger ESG-Risiken in die Entscheidungen beim Aufbau des Portfolios miteinbeziehen.3 Jedoch sind Unternehmen auf klare Vorgaben von Regierungen und eine einheitliche Taxonomie für Nachhaltigkeitspolitik angewiesen.
Alle Unternehmen agieren in einer sich ständig verändernden Welt, die einen flexibleren Ansatz erfordert, um den Anforderungen der Stakeholder gerecht zu werden und weiterhin Kapital zu sichern. Die Reputation eines Unternehmens in Bezug auf Umwelt, Soziales und Corporate Governance ist zunehmend ein wichtiger Faktor für den Erfolg und die Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens. Nachhaltigkeitsfaktoren haben messbare Auswirkungen auf den Jahresabschluss, das Risikoprofil und die Kapitalkosten eines Unternehmens. Zusätzlich sind für Unternehmen auch erhöhte Preisvolatilitäten spürbar. Ein grundlegender Bestandteil effektiver und effizienter Unternehmensführung sowie für die Bildung von Vertrauen ist die transparente Offenlegung der Nachhaltigkeitsleistung.
1 Einleitung: Beschreibt die Relevanz der nichtfinanziellen Berichterstattung angesichts globaler Herausforderungen und definiert die Forschungsziele sowie die methodische Vorgehensweise.
2 Literaturanalyse: Bietet einen umfassenden theoretischen Rahmen zur nachhaltigen Entwicklung, regulatorischen Anforderungen, ESG-Ratings sowie aktuellen und zukünftigen Berichtsstandards.
3 Methode: Erläutert das quantitative Forschungsdesign, die Erstellung der Nutzwertanalyse und das Mapping der GRI-Standards auf die ESRS-Standards.
4 Ergebnisse der Untersuchung: Präsentiert die empirischen Befunde, inklusive statistischer Analysen, Nutzwertkennzahlen und der Überprüfung der aufgestellten Hypothesen mittels multipler linearer Regression.
5 Diskussion der Ergebnisse: Interpretiert die Ergebnisse im Kontext der Forschungsfragen, analysiert die Wesentlichkeitsbeurteilungen der DAX 40 Unternehmen und diskutiert die Auswirkungen von ESRS-Anforderungen.
6 Kritische Würdigung: Reflektiert die methodischen Grenzen der Arbeit, insbesondere hinsichtlich der Objektivität, Reliabilität und Validität der durchgeführten Nutzwertanalyse.
7 Fazit: Fasst die Kernerkenntnisse zusammen und zieht Rückschlüsse für die Berichterstattungspraxis der Unternehmen sowie für interessierte Stakeholder.
Nichtfinanzielle Berichterstattung, Nachhaltigkeit, GRI 400, ESRS S, DAX 40, Wesentlichkeitsanalyse, ESG-Ratings, CSRD, EU-Taxonomie, soziale Kriterien, Nutzwertanalyse, multiple lineare Regression, Transparenz, Performance, Stakeholder.
Die Arbeit analysiert, wie DAX 40 Unternehmen soziale Kriterien im Rahmen ihrer aktuellen GRI-Berichterstattung handhaben und wie diese auf die kommenden EU-Standards (ESRS) übertragbar sind.
Die Untersuchung deckt die regulatorischen Entwicklungen (CSRD, EU-Taxonomie), das Mapping von Berichtsstandards und die statistische Analyse von Wesentlichkeitsbetrachtungen innerhalb der sozialen Dimension von ESG ab.
Das primäre Ziel ist es herauszufinden, in welchem Maß die aktuellen GRI 400 sozialen Standards der DAX 40 Unternehmen die Anforderungen der neuen ESRS S-Standards erfüllen.
Es wurde ein induktiver, quantitativer Ansatz gewählt, der eine Dokumentenanalyse, eine Nutzwertanalyse zur Standard-Überleitung sowie deskriptive und induktive statistische Verfahren (multiple lineare Regression) beinhaltet.
Der Hauptteil gliedert sich in eine fundierte Literaturanalyse, das methodische Forschungsdesign, die Auswertung der Nutzwertanalysen der DAX 40 Unternehmen sowie eine detaillierte Diskussion der statistischen Zusammenhänge inklusive Hypothesentests.
Zu den wichtigsten Begriffen zählen nichtfinanzielle Berichterstattung, CSRD, GRI-Standards, ESRS, soziale Standards (S-Kriterien) sowie Wesentlichkeitsanalyse.
Die Arbeit wählt ESRS, da diese die zukünftige gesetzliche Verpflichtung zur Nachhaltigkeitsberichterstattung auf EU-Ebene darstellen und für die untersuchten Unternehmen von unmittelbarer Relevanz sind.
Die statistische Analyse der Arbeit legt nahe, dass kein signifikanter Zusammenhang zwischen klassischen Erfolgskennzahlen (wie Umsatz oder EBIT) und der Tiefe der sozialen Berichterstattung besteht, wodurch diese Kennzahlen nicht als direkte Indikatoren für soziale Transparenz herangezogen werden können.
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