Masterarbeit, 2022
159 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
1.1 Ausgangslage und Problemstellung
1.2 Ziele der Arbeit
1.3 Aufbau der Arbeit
2 Theorie
2.1 Soziale Präsenz
2.1.1 Definition
2.1.2 Dimensionen
2.2 Auswirkung von Sozialer Präsenz auf die Interaktionszufriedenheit
2.2.1 Definition der Interaktionszufriedenheit
2.2.2 Wirkung von Sozialer Präsenz auf die Interaktionszufriedenheit
2.3 Computervermittelte Kommunikation
2.3.1 Entstehung und Definition
2.3.2 Medienreichhaltigkeitstheorie
2.3.3 Technische Einflussfaktoren: Medienreichhaltigkeit und Soziale Präsenz
2.4 Selbstoffenbarung
2.4.1 Definition
2.4.2 Behaviorale Einflussfaktoren: Selbstoffenbarung und Soziale Präsenz
2.5 Forschungsfragen und Hypothesen
2.5.1 Entwicklung eines Messinstruments und faktorielle Überprüfung des Konstrukts Sozialer Präsenz sowie faktorielle Überprüfung weiterer relevanter Konstrukte der Studie
2.5.2 Einfluss der Sozialen Präsenz auf die Interaktionszufriedenheit
2.5.3 Einfluss von technischen und behavioralen Einflussfaktoren auf die Soziale Präsenz (Medienreichhaltigkeit und Selbstoffenbarung)
3 Methoden
3.1 Untersuchungsdesign
3.1.1 Konstruktion des Experiments
3.1.2 Versuchsplan
3.1.3 Ablauf des Experiments und Versuchsmaterial
3.2 Instrumente
3.2.1 Messinstrument für Soziale Präsenz von Rüggenberg (2007)
3.2.2 Zusammenstellung des eigenen Messinstruments zur Erfassung Sozialer Präsenz
3.2.3 Interaktionszufriedenheit
3.2.4 Soziodemographische Variablen und Fragen zum Experiment
3.2.5 Fragebogenkonstruktion
3.3 Stichprobenziehung und -zusammensetzung
3.4 Auswertungsverfahren
4 Ergebnisse
4.1 Ergebnisse der Faktorenanalysen
4.1.1 Faktorenanalyse der Skalen der Sozialen Präsenz
4.1.2 Faktorenanalyse der Skala der Zufriedenheit mit der Interaktion
4.2 Ergebnisse der Regressionsanalysen (Hypothese 1)
4.2.1 Prüfung der Voraussetzungen für die Regressionsanalysen
4.2.2 Ergebnisse der Regressionsanalysen je Dimension
4.3 Ergebnisse der Varianzanalysen (Hypothesen 2 und 3)
4.3.1 Prüfung der Voraussetzungen
4.3.2 1-faktorielle ANOVA Medienreichhaltigkeit (H2)
4.3.3 1-faktorielle ANOVA Selbstoffenbarung (H3a)
4.3.4 2-faktorielle ANOVA Medienreichhaltigkeit × Selbstoffenbarung (H3b)
5 Diskussion
5.1 Diskussion der Ergebnisse zu den eingesetzten und weiterentwickelten Fragebogeninstrumenten
5.1.1 Messinstrument für Soziale Präsenz
5.1.2 Messinstrument für Interaktionszufriedenheit
5.2 Einfluss der Sozialen Präsenz auf die Interaktionszufriedenheit
5.3 Einfluss der Medienreichhaltigkeit auf die Soziale Präsenz
5.4 Einfluss der Selbstoffenbarung alleine und in Verbindung mit der Medienreichhaltigkeit auf die Soziale Präsenz
5.5 Limitationen
5.6 Fazit und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht die Gestaltung von Sozialer Präsenz in virtueller Live-Kommunikation, um zu klären, wie Online-Meetings effektiver und zufriedener gestaltet werden können. Zentrales Ziel ist die Entwicklung eines kontextunabhängigen Messinstruments für Soziale Präsenz sowie die Erforschung technischer und behavioraler Einflussfaktoren (Medienreichhaltigkeit, Selbstoffenbarung) auf dieses Konstrukt und dessen Auswirkung auf die Interaktionszufriedenheit.
2.1.1 Definition
Die Theorie der Sozialen Präsenz wurde im Jahr 1976 von Short, Williams und Christie entwickelt (vgl. Short et al., 1976), um den Einfluss verschiedener Medien wie Text, Audio oder Video auf die interpersonelle Kommunikation zu erklären (vgl. Kreijns et al., 2020, S. 4). Sie definieren Soziale Präsenz als „den Grad der Salienz der anderen Person in der Interaktion und der daraus folgenden Salienz der interpersonellen Beziehung“ (Short et al., 1976, S. 65). Salienz meint hier die relative Bedeutung der anderen in der Interaktion (vgl. Kehrwald, 2008, S. 3). Fulk et al. (1987, S. 2) sehen in der Sozialen Präsenz den „Grad, in dem ein Medium den Nutzern erlaubt, andere als psychologisch präsent zu erleben“.
In der Folge erfuhr das Konstrukt der Sozialen Präsenz in der Wissenschaft jedoch nur mäßige Beachtung. Dies änderte sich Ende der 1990er Jahre, als der technologische Fortschritt einen rasanten Anstieg der Computervermittelten Kommunikation bewirkte.
Mit dem technologischen Fortschritt in der Kommunikationstechnik wurde auch die Definition von Sozialer Präsenz weiterentwickelt. So befasst sich die neuere Forschung zur Sozialen Präsenz mit „der durch das Medium gebotenen Sozialen Präsenz“ und misst die Wahrnehmung aller beteiligten Interaktionspartner in multidirektionalen Kommunikationssettings (Biocca et al., 2003, S. 73). Die wahrgenommene Soziale Präsenz bezieht sich nach Gefen und Straub (1997, S. 1) auf das „Gefühl des menschlichen Kontakts, der durch ein Medium verkörpert wird“.
1 Einleitung: Dieses Kapitel erläutert die Relevanz virtueller Kommunikation, definiert die Problemstellung der Zoom-Fatigue und leitet die Forschungsziele der Arbeit ab.
2 Theorie: Hier werden das Konstrukt Soziale Präsenz, die Medienreichhaltigkeitstheorie und das Konzept der Selbstoffenbarung theoretisch fundiert und verknüpft.
3 Methoden: Dieses Kapitel beschreibt das experimentelle Untersuchungsdesign, die Stichprobenziehung sowie die Konstruktion der Messinstrumente zur Erfassung Sozialer Präsenz.
4 Ergebnisse: Die gewonnenen Daten werden durch Faktoren-, Regressions- und Varianzanalysen ausgewertet, um die aufgestellten Hypothesen zu prüfen.
5 Diskussion: Abschließend werden die Ergebnisse kritisch reflektiert, Limitationen der Studie aufgezeigt und ein Ausblick für zukünftige Forschung gegeben.
Soziale Präsenz, Computervermittelte Kommunikation, Medienreichhaltigkeit, Selbstoffenbarung, Online-Meetings, Homeoffice, Interaktionszufriedenheit, Zoom Fatigue, Faktorenanalyse, Regressionsanalyse, Varianzanalyse, Online-Konversation, virtuelle Hintergründe.
Die Arbeit untersucht, wie Soziale Präsenz in virtueller Live-Kommunikation gestaltet werden kann, um Online-Meetings erfolgreicher und weniger belastend zu machen.
Die Schwerpunkte liegen auf Sozialer Präsenz als multidimensionalem Konstrukt, der Interaktionszufriedenheit sowie den Einflussfaktoren Medienreichhaltigkeit und Selbstoffenbarung.
Das Hauptziel besteht in der Entwicklung eines kontextunabhängigen Messinstruments für Soziale Präsenz sowie der empirischen Untersuchung von deren Auswirkungen auf die Interaktionszufriedenheit.
Der Autor führt ein Experiment mit einem 3x2-faktoriellen Design durch, dessen Daten mittels explorativer Faktorenanalyse, linearer Regression und Varianzanalysen ausgewertet wurden.
Der Hauptteil umfasst die theoretische Herleitung der Hypothesen, die detaillierte Konstruktion des Experiments im virtuellen Raum, die statistische Überprüfung der Daten mittels RStudio und die anschließende Diskussion der Ergebnisse.
Die wichtigsten Schlagworte sind Soziale Präsenz, Computervermittelte Kommunikation, Medienreichhaltigkeit und Selbstoffenbarung.
Die Studie zeigt, dass eine initiale Selbstoffenbarung einen signifikanten positiven Effekt auf die Wahrnehmung der Sozialen Präsenz, speziell im Bereich Nähe und Verstehen, ausübt.
Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Deaktivierung der Kamera oder die Nutzung eines virtuellen Hintergrunds in der untersuchten Konstellation keinen signifikanten Einfluss auf die wahrgenommene Soziale Präsenz hat.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

