Masterarbeit, 2023
289 Seiten, Note: 2,1
EINLEITUNG
1 Thema und Aufbau der Arbeit
1.1 Forschungsbegründung
1.2 Forschungsfrage und Forschungsziel(e)
1.3 Forschungsmethode
1.3.1 Kontextuelle Exegese
1.3.2 Historisch-kanonische Hermeneutik
1.3.3 Suche nach einer nachhaltigen und gerechten Wirtschaft als Diskurs
1.4 Methodisches Vorgehen
HAUPTTEIL
2 Der Nachhaltigkeits-Diskurs im Forschungsüberblick
2.1 Soziale Wachstumskritik
2.2 Ökologische Wachstumskritik
2.3 Nachhaltigkeit (Brundtland-Bericht 1987)
2.4 Neuere Nachhaltigkeitsdiskussion
2.5 Nachhaltigkeit und die Suche nach einer gerechten und nachhaltigen Wirtschaftsordnung
3 Aktuelle Stimmen im Diskurs über die Suche nach einer nachhaltigen und gerechten Wirtschaftsordnung
3.1 Aktuelle politische Stimme: Nachhaltigkeitsziele Vereinte Nationen
3.2 Aktuelle kirchliche Stimme: Papst Franziskus Enzyklika Laudato Si
4 Ökonomie und Neues Testament
4.1 Ein- und Abgrenzung
4.2 Judäa 167 v. Chr. – 70 n. Chr.
4.3 Die Wirtschaft im römischen Reich des 1.-2. Jahrhunderts
4.3.1 Arbeit/ Lohnarbeit/ Sklaverei
4.3.2 Landwirtschaft/ Viehwirtschaft
4.3.3 Handwerk und Handel
4.3.4 Geldwirtschaft und Geldmünzen
4.3.5 Steuern und Abgaben
4.3.6 Lebensstandard: Armut und Reichtum
4.4 Zusammenfassung
5 Suche nach neutestamentlichen Paradigmen zum Nachhaltigkeits-Diskurs
5.1 Auswahl von Bibelstellen mit thematischem Bezug zum Nachhaltigkeits-Diskurs
5.2 Herleitung, Reihenfolge und Inhalt der Paradigmen
5.3 Exegetische Betrachtung der NT-Paradigmen anhand ausgewählter Bibelstellen
5.3.1 Paradigma 1: Gefahr von Reichtum
5.3.2 Paradigma 2: Wirtschaften im Kontext des eschatologischen Vorbehalts
5.3.3 Paradigma 3: Nutzen von Geld
5.3.4 Paradigma 4: Option für die Armen
5.3.5 Paradigma 5: Grundbedürfnissicherung
5.3.6 Paradigma 6: Güter-, Konsum- und Lebensgemeinschaft
AUSWERTUNG
6 Die Stimmen des Neuen Testaments im Dialog mit dem Nachhaltigkeitsdiskurs
6.1 Diskursstrang „wirtschaftsethische neutestamentliche Spiritualität“ und abschließende Betrachtung (Synthese)
6.2 Nachhaltigkeitsdiskurs und Diskursstrang „wirtschaftsethische neutestamentliche Spiritualität“ im Dialog
6.3 Der Nachhaltigkeitsdiskurs als hermeneutische Brille
6.4 Der Nachhaltigkeitsdiskurs mit dem Diskursstrang wirtschaftsethischer neutestamentlicher Spiritualität in der Praxis
Ziel dieser Arbeit ist es, eine im Neuen Testament begründete spirituelle Perspektive in den modernen Nachhaltigkeitsdiskurs einzubringen, um Impulse für eine gerechtere und nachhaltigere Wirtschaftsordnung zu gewinnen.
Exegese 1. Tim 6,2-12: Habgier als Wurzel allen Übels
3 Wenn einer etwas anderes lehrt und sich nicht an die gesunden Worte Jesu Christi, unseres Herrn, hält und an die Lehre, die unserer Frömmigkeit entspricht, 4 der ist verblendet; er versteht nichts, sondern ist krank vor lauter Auseinandersetzungen und Wortgefechten. Diese führen zu Neid, Streit, Verleumdungen, üblen Verdächtigungen 5 und Gezänk unter den Menschen, deren Denken verdorben ist; diese Leute sind von der Wahrheit abgekommen und meinen, die Frömmigkeit sei ein Mittel, um irdischen Gewinn zu erzielen. 6 Die Frömmigkeit bringt in der Tat reichen Gewinn, wenn man genügsam ist. 7 Denn wir haben nichts in die Welt mitgebracht und wir können auch nichts aus ihr mitnehmen. 8 Wenn wir Nahrung und Kleidung haben, soll uns das genügen. 9 Die aber reich sein wollen, geraten in Versuchung und Verstrickung und in viele sinnlose und schädliche Begierden, welche die Menschen ins Verderben und in den Untergang stürzen. 10 Denn die Wurzel aller Übel ist die Habsucht. Nicht wenige, die ihr verfielen, sind vom Glauben abgeirrt und haben sich viele Qualen bereitet. 11 Du aber, ein Mann Gottes, flieh vor alldem! Strebe vielmehr nach Gerechtigkeit, Frömmigkeit, Glauben, Liebe, Standhaftigkeit und Sanftmut! 12 Kämpfe den guten Kampf des Glaubens, ergreife das ewige Leben, zu dem du berufen worden bist und für das du vor vielen Zeugen das gute Bekenntnis abgelegt hast! (EÜ)
1 Thema und Aufbau der Arbeit: Diese Einleitung begründet das Vorhaben, neutestamentliche Perspektiven in den Nachhaltigkeitsdiskurs zu integrieren, und definiert die methodischen Grundlagen.
2 Der Nachhaltigkeits-Diskurs im Forschungsüberblick: Dieses Kapitel zeichnet die Entwicklung des Nachhaltigkeitsbegriffs nach und unterscheidet zwischen sozialer und ökologischer Wachstumskritik.
3 Aktuelle Stimmen im Diskurs über die Suche nach einer nachhaltigen und gerechten Wirtschaftsordnung: Hier werden die Agenda 2030 der Vereinten Nationen und die Enzyklika Laudato Si von Papst Franziskus als relevante Dialogpartner für die biblische Reflexion eingeführt.
4 Ökonomie und Neues Testament: Dieses Kapitel liefert den wirtschaftshistorischen Kontext des 1. und 2. Jahrhunderts n. Chr. als notwendige Voraussetzung für das Verständnis neutestamentlicher Texte.
5 Suche nach neutestamentlichen Paradigmen zum Nachhaltigkeits-Diskurs: Hier werden zentrale wirtschaftsethische Themen des Neuen Testaments wie die Gefahr von Reichtum, der Nutzen von Geld oder die Option für die Armen in exegetischen Paradigmen gebündelt.
6 Die Stimmen des Neuen Testaments im Dialog mit dem Nachhaltigkeitsdiskurs: Die Arbeit wertet die Ergebnisse aus und leitet daraus Impulse für eine wirtschaftsethische neutestamentliche Spiritualität ab, die sich in die aktuelle Praxis übertragen lässt.
Agenda 2030, Armut, Besitz, Degrowth, Finanzwirtschaft, Geld, Gemeinwohlökonomie, Kapitalismus, Klimawandel, Laudato Si, Nachhaltigkeit, Postkapitalismus, Reichtum, Vermögen, Wachstumskritik.
Die Arbeit untersucht das Neue Testament daraufhin, welche Impulse es für die Suche nach einer gerechten, nachhaltigen Wirtschaftsordnung und für den aktuellen Nachhaltigkeitsdiskurs liefern kann.
Besonders relevant sind die neutestamentliche Haltung zu Geld, Reichtum, Besitz, der Umgang mit dem Nächsten sowie die soziale Gerechtigkeit.
Ziel ist es, eine christlich-spirituelle, im Neuen Testament fundierte Gesamtperspektive zu entwickeln, die in den öffentlichen Nachhaltigkeitsdiskurs eingebracht werden kann, um diesem neue Impulse zu geben.
Die Arbeit nutzt die kontextuelle Exegese unter Berücksichtigung einer historisch-kanonischen Hermeneutik, um die biblischen Aussagen in ihrem zeitgenössischen Kontext zu verstehen und für heute fruchtbar zu machen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine Analyse der aktuellen Nachhaltigkeitsdebatte, die historische Einordnung der antiken Wirtschaft sowie die exegetische Arbeit an sechs zentralen neutestamentlichen Paradigmen.
Nachhaltigkeit, Kapitalismuskritik, neutestamentliche Ethik, Armut, Reichtum, Laudato Si und Agenda 2030 stehen im Zentrum der Untersuchung.
Die Arbeit reflektiert die im Neuen Testament angelegte Kapitalismuskritik, insbesondere hinsichtlich der Fehlentwicklungen durch ein unbegrenztes Streben nach Reichtum, und setzt diese in den Diskurs zur Gemeinwohlorientierung.
Sie dient zusammen mit der Agenda 2030 als globale, kirchliche Stimme, mit der das Neue Testament in den Dialog tritt, um gemeinsame Anknüpfungspunkte für eine ganzheitliche Entwicklung zu finden.
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