Diplomarbeit, 2002
132 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
1.1 Markenwechselverhalten und Loyalität
1.2 Der Begriff der sequentiellen Muster
1.3 Ziele und Aufbau der Arbeit
2 Die Sequenzanalyse in der Marketingforschung
2.1 Definitionen
2.2 Sequential Pattern Mining
2.3 Basisalgorithmen nach Agrawal und Srikant.
2.4 Ausgewählte Weiterentwicklungen
2.4.1 GSP
2.4.2 PrefixSpan
2.5 Web-Usage Mining
3 Analyse von Kaufhistorien mit einem modifizierten Assoziationsregelalgorithmus
3.1 Probleme und Aufgaben des Ansatzes
3.2 Theoretische Betrachtungen
3.3 Modifizierter Apriori-Algorithmus
3.4 Ein Loyalitätsmaß für Switching Regeln
3.5 Kodierung der Kaufhistorien mit Promotionsmaßnahmen
4 Modellierung des Markenwechselverhaltens mittels Markov-Ketten
4.1 Motivation und Überblick
4.2 Definitionen und Merkmale von Markov-Ketten
4.3 Modellprämissen
4.4 Markov-Modelle höherer Ordnung
4.5 Weiterentwicklungen
5 Empirische Betrachtungen
5.1 Datenbeschreibung und Voranalyse
5.2 Implementierung des Apriori-Algorithmus
5.3 Generierung der Switching-Regeln
5.4 Ergebnisse der empirischen Analysen
5.5 Aspekte des Markov-Modells
5.5.1 Test auf Stationarität
5.5.2 Test auf Ordnung des Markenwahlprozesses
5.6 Implementierung des Markovmodells
5.7 Vergleichende Betrachtung
6 Abschließende Betrachtungen
Die Arbeit verfolgt das Ziel, das Markenwechselverhalten von Konsumenten mithilfe moderner Data-Mining-Verfahren, insbesondere der Sequenzanalyse und Markov-Ketten, zu untersuchen. Im Zentrum steht dabei die Beantwortung der Frage, wie durch die Analyse von Kaufhistorien Aussagen über Markenloyalität und das Wechselverhalten abgeleitet sowie Marketingstrategien optimiert werden können.
2.1 Definitionen
Um dem Problem der Erkennung zeitlich-sequentieller Assoziationen gerecht zu werden, müssen im Vorfeld einer Sequenzanalyse einige unabdingbare Definitionen Berücksichtigung finden. Die wohl wichtigste Voraussetzung ist das Vorhandensein geeigneter Eingabedaten. Diese benötigen zum einen ein zeitliches Ordnungskriterium der Transaktionen, zum anderen ein weiteres Bezugsobjekt, das im Kontext der Warenkorbanalyse, eine für die in der berücksichtigten Zeit getätigte Transaktion verantwortliche Person darstellt. Im Rahmen der Sequenzanalyse gelten folgende Definitionen (vgl. Agrawal, Srikant (1995, S. 3)):
Definition 2.1: (Datenbasis)
Gegeben sei eine Datenbasis D aus Kundentransaktionen, wobei jede Transaktion eine Kundenidentifikation, Transaktionszeit und die in der Transaktion erworbene Itemmenge1 enthält. Kein Kunde kann mehrere Käufe mit der identischen Transaktionszeit aufweisen. Es werden keine Quantitäten von Käufen berücksichtigt, lediglich die Tatsache des Kaufes oder Nicht-Kaufes.
1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Problematik des Markenwechselverhaltens ein, definiert zentrale Begriffe wie sequentielle Muster und legt die Zielsetzung der Arbeit dar.
2 Die Sequenzanalyse in der Marketingforschung: Es werden die theoretischen Grundlagen der Sequenzanalyse erläutert, inklusive wichtiger Definitionen und Basisalgorithmen nach Agrawal und Srikant.
3 Analyse von Kaufhistorien mit einem modifizierten Assoziationsregelalgorithmus: Dieser Teil stellt einen neuen Ansatz zur Analyse von Kaufhistorien vor, der auf einem modifizierten Apriori-Algorithmus basiert und Promotionsmaßnahmen integriert.
4 Modellierung des Markenwechselverhaltens mittels Markov-Ketten: Hier wird der stochastische Ansatz der Markov-Ketten zur Modellierung von Markenwahlprozessen theoretisch fundiert und erweitert.
5 Empirische Betrachtungen: Die entwickelten Algorithmen werden auf reale Paneldaten angewendet, um das Markenwechselverhalten im Bereich der WC-Reiniger praxisnah zu analysieren.
6 Abschließende Betrachtungen: Das letzte Kapitel fasst die gewonnenen Erkenntnisse zusammen und diskutiert die Anwendbarkeit der vorgestellten Verfahren in der Marketingpraxis.
Markenwechselverhalten, Markenloyalität, Sequenzanalyse, Sequential Pattern Mining, Apriori-Algorithmus, Markov-Ketten, Data Mining, Warenkorbanalyse, Konsumentenverhaltensforschung, Paneldaten, Promotionsmaßnahmen, Switching-Regeln, Kaufhistorien.
Die Arbeit untersucht das Markenwechselverhalten von Konsumenten mithilfe von quantitativen Data-Mining-Verfahren, um Markentreue und Wechselneigungen besser verstehen und prognostizieren zu können.
Die zentralen Schwerpunkte liegen auf der Sequenzanalyse (Sequential Pattern Mining), der Assoziationsanalyse sowie der stochastischen Modellierung mittels Markov-Ketten im Marketingkontext.
Das primäre Ziel ist es, ein besseres Verständnis für das Markenwechselverhalten zu entwickeln und Methoden bereitzustellen, mit denen Marketingmanager auf Basis von Paneldaten fundierte Entscheidungen treffen können.
Die Autor verwendet modifizierte Apriori-Algorithmen zur Identifikation von Kauffolgen und Markov-Ketten zur Modellierung von Übergangswahrscheinlichkeiten zwischen Marken.
Der Hauptteil widmet sich der theoretischen Entwicklung modifizierter Algorithmen, der Integration von Werbemaßnahmen (Promotions) und der anschließenden empirischen Implementierung dieser Ansätze auf echte Paneldaten.
Wichtige Begriffe sind unter anderem Markenloyalität, Sequenzanalyse, Markov-Ketten, Assoziationsregeln und Data Mining im Marketing.
Die Arbeit schlägt eine Kodierung vor, bei der beworbene Marken als neue, eigenständige Marken innerhalb der Datenbasis betrachtet werden, um deren Einfluss auf das Kaufverhalten explizit messbar zu machen.
Die Wahl des Zeitintervalls beeinflusst die Anzahl der Nicht-Käufe und Mehrfachkäufe maßgeblich, was wiederum die Validität der berechneten Übergangsmatrizen bestimmt.
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